Dezember 2025 | Ausgabe 15
von Miriam Grabarits | Technische Universität Darmstadt
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zum 15. Newsletter der Coffee Lectures Geschichtsdidaktik, dem letzten Newsletter des Jahres 2025! ✨Mit dem Dezember-Newsletter kündigen wir die nächste Coffee Lecture im neuen Jahr an – am besten jetzt schon in den neuen Terminkalender übertragen! – und geben Ihnen hoffentlich ein paar Ideen mit in die Weihnachtspause. Deshalb: Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich vom Newsletter inspirieren!
Was Sie in diesem Newsletter erwartet:
- Aktuelles: Einladung zur 34. Coffee Lecture Geschichtsdidaktik mit Dr. Markus Henkel am 16. Januar 2026, Weihnachtskalender des Instituts für Geschichte bei Instagram, Neue Handreichung KI in der Lehre/TU Darmstadt
- Kennen Sie schon...?: ... die historisch gewachsenen Darmstädter Sammlungen der ULB? Bedeutende Werke unterschiedlicher Herkunft und Zeit zählen zu diesem Bestand, der auch für didaktische Zwecke genutzt werden könnte. Schauen Sie doch mal rein!
- Lektüre-Empfehlung: ... "Es weihnachtet sehr!" – Zumindest das neue Heft der unterrichtspraktischen Zeitschrift Geschichte lernen greift "Weihnachten in der Geschichte" als vielseitigen Schwerpunkt auf, der vielleicht noch für die letzten Stunden vor den Weihnachtsferien auch Ihren Unterricht bereichern kann!
💡 Übrigens: Wenn Sie ab jetzt keinen Newsletter mehr verpassen wollen, schreiben Sie uns eine E-Mail und wir nehmen Sie in den E-Mail-Verteiler der Coffee Lectures Geschichtsdidaktik auf! Die Kontaktdaten finden Sie am Ende des Newsletters.

- Einladung zur 34. Coffee Lecture Geschichtsdidaktik | 16. Januar 2026 von 9:50 Uhr - 11:30 Uhr | Gast: Dr. Markus Henkel, Hessische Lehrkräfteakademie | Ort: S3/13 Raum 10
"Dürfen Lehrkräfte streiten? Politische Bildung zwischen Pädagogik und Recht" – unter diesem Thema steht die 34. Coffee Lecture Geschichtsdidaktik des Wintersemesters 2025/26, die gleichsam das neue Jahr 2026 einleiten wird.
Beutelsbach und das Neutralitätsgebot, Social Media und KI, Generationenstreit und gesellschaftliche Radikalisierung. Im Spiegel von Arbeits-, Amts- und Berufsethos, Persönlichkeitsrechten und DSGVO bewegen sich Lehrkräfte insbesondere im gesellschaftspolitischen Aufgabenfeld und in der öffentlichen Kommunikation nicht selten in einem persönlichen Spannungsfeld. Also: Dürfen wir?
Kommen Sie am 16. Januar 2026 (9:50-11:30 Uhr | S3/13 Raum 10) vorbei und diskutieren Sie gemeinsam mit uns und Herrn Henkel, der uns auch Einblicke in seine Arbeit bei der Hessischen Lehrkräfteakademie gewähren wird. Bringen Sie auch interessierte Kommiliton:innen mit, gern auch aus anderen Disziplinen! Wir freuen uns auf Sie!
*Um eine Anmeldung vorab bei Miriam Grabarits (miriam.grabarits@tu-darmstadt.de) wird, falls möglich, gebeten. Danke! Im Zweifel oder spontan sind Sie aber jederzeit auch ohne Anmeldung willkommen. Bei Fragen hilft Frau Grabarits ebenfalls gern weiter. - Weihnachtskalender des Instituts für Geschichte bei Instagram
Falls Sie es bisher noch nicht gesehen haben: Schauen Sie doch mal auf der Instagram-Präsenz des Instituts für Geschichte vorbei! Dort wird jeden Tag ein Türchen geöffnet, das spannende Einblicke in die Institutswelt, informative Beiträge zu historischen Themen oder Kuriositäten bereithält. Auch aus der Geschichtsdidaktik kommen immer mal wieder Beiträge vor. Schauen Sie doch mal rein und lassen Sie unserer Social-Media-Fee ein Herzchen da! 💖
Instagram: MachtGeschichte - Neue Handreichung "KI in der Lehre" der TU Darmstadt
Die Interessengruppe "KI-Handreichung" der TU Darmstadt, in der Lehrende und Studierende mitgewirkt haben, hat eine zweite, aktualisierte Version der Handreichung zu generativer KI für Studierende und Lehrende der TU Darmstadt Anfang Dezember verabschiedet, die als informatives Dokument ohne Rechtsverbindlichkeit dazu beitragen möchte, "Basiswissen und Orientierung rund um didaktische und rechtliche Fragestellungen bei der Verwendung von KI in der Lehre zu vermitteln". Für Ihre Tätigkeiten könnte die Handreichung also hilfreich sein! Und noch ein Hinweis auf das Angebot der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA), die bei der Entwicklung der Handreichung ebenfalls beteiligt war: Hier gibt es unter der Kategorie "Künstliche Intelligenz" des Angebots einfach lehren (Themensammlung) bspw. Hinweise zu KI-Detektoren, Prompt-Katalogen für Lehrszenarien oder spezielle Artikel zum KI-Einsatz bei der Lehrplanung.
💡Kennen Sie jemanden, der/die unbedingt einmal in einer unserer Lectures vorbeikommen sollte? Wissen Sie, was in Darmstadt so los ist? Schreiben Sie uns! Wir haben für Ihre Vorschläge weiterhin ein offenes Ohr!

... die historisch gewachsenen Darmstädter Sammlungen der ULB? Bedeutende Werke unterschiedlicher Herkunft und Zeit zählen zu diesem Bestand, der auf die ehemalige Hofbibliothek der Darmstädter Landgrafen und Großherzöge, bzw. deren Sammelleidenschaft, zurückgeht. Handschriften, Inkunabeln, Nachlässe, Briefwechsel, Karten- und Graphiksammlungen sowie eine Musik- und Theatersammlung zählen zu diesem umfangreichen historischen Bestand. Diese können im Forschungslesesaal der ULB sowie (teilweise) über einen Online-Zugriff genutzt werden. Empfehlen können wir dabei TUdigit, eine Rechercheplattform, mit der Sie bspw. auf digitale Themensammlungen der ULB (bswp. Aus und über Darmstadt, Historische Quellen, Handschriftne, Nachlässe und Autographen etc.) zugreifen können. Hier finden Sie digitale Reproduktionen originaler Sammlungsbestände der ULB, TU Darmstadt und weiteren regionalen Institutionen. Das Angebot an Digitalisaten wird permanent erweitert. Außerdem können Sie selbst per Digitalisierungsauftrag die Digitalisierung von Beständen anregen.

Für Vermittlungskontexte ist die Nutzung der Digitalisate oder auch der Besuch vor Ort, bspw. im Forschungslesesaal, möglich. Und falls Sie noch ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk suchen: Verschenken Sie eine Buchpatenschaft!
Auf der ULB-Seite heißt es dazu: "Durch unzureichende Lagerung oder zu viel bzw. falsche Benutzung in früheren Jahren sind viele ältere Medien in wissenschaftlichen Bibliotheken gefährdet – sie schimmeln, zerfallen oder verrotten. Mit aktuellen Techniken der Bestandserhaltung können viele dieser bedrohten Handschriften, Drucke, Bücher oder großformatigen Medien gerettet werden. Allerdings reichen die jährlichen Etatmittel lediglich für die im Alltag anfallenden Reparaturen und konservatorischen Maßnahmen." Mit Buchpatenschaften können wertvolle Kulturschätze restauriert und für die Zukunft stabilisiert werden.
Kontakt: Leitung Restaurierung Manuela Keßler (manuela.kessler@tu-darmstadt.de) Gemeinsam wird das passende Objekt für Ihre Patenschaft ermittelt.
💡Sie kennen sich bestens im digitalen Geschichtsunterricht aus und haben ein Tool, das Ihre Unterrichtspraxis verbessert? Sie haben einen Geheimtipp zu digitalen Quellensammlungen und Co.? Dann schreiben Sie uns! Wir probieren gern Neues aus und könnten Ihr Wissen über den Verteiler auch an Kolleg:innen und Kommiliton:innen weitergeben!
Wichtig: Wir stellen hier im Newsletter verschiedene Plattformen, Tools und Apps vor, tun dies aber unentgeltlich und stehen in keiner Form in Kontakt zu den anbietenden Unternehmen oder Entwickler:innen!

"Es weihnachtet sehr" – oder zumindest bald und passend dazu widmet sich unsere heutige Lektüre-Empfehlung keinem Sammelband oder einer Monographie, sondern einem Einzelheft der unterrichtspraktischen Zeitschrift Geschichte lernen! Mit "Weihnachten in der Geschichte" widmet sich das Heft (Nr. 228) einem konkreten Gegenstand, der vielleicht gerade für die letzten Stunden Geschichtsunterricht vor Jahresende einmal spannend zu untersuchen wäre. Dabei soll allerdings nicht nur auf die letzten Motivationsklümpchen der Lernenden geschielt werden, denn die Auseinandersetzung mit Weihnachten ermöglicht es, Verbindungen zwischen Traditionen, politischen Strömungen und sozialen Veränderungen herauszuarbeiten. Als Längsschnitthema können Unterrichtseinheiten verschiedene Epochen und gesellschaftliche Gruppen einbeziehen, um ein umfassendes Bild des Festes zu vermitteln und gleichzeitig an einem für die Lernenden bekannten, vermutlich bisher unhinterfragten Thema anzuknüpfen. Historischer Wandel und lässt sich über die über die Materialien ausgelösten Alteritätserfahrungen anschaulich nachvollziehen.

Bildnachweis: https://www.friedrich-verlag.de/fileadmin/_processed_/a/d/csm_517228-cover_5341ae9ca1.webp
Die ausführliche Hinführung zum Thema im Basisartikel "Kirche, Kriege und Kommerz. Weihnachten in der Geschichte" von Kerstin Arnold, die das Heft auch als Herausgeberin betreut hat, gibt einen guten Überblick über konkrete Entwicklungen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert. Spannend sind unter den ungewöhnlich zahlreichen Beiträgen (insg. 11) vor allem auch Perspektiven aus Judentum ("Weihnukka") und Islam ("Jesu oder Isa?"), die den Blick dafür weiten, sich dem Thema nicht nur aus einem christlich geprägten Deutungshorizont zu nähern. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Materialien, oft auch literarischer und dichterischer Natur oder bspw. Liedgut, die im Kontext politischer Instrumentalisierung (bspw. NS-Diktatur und Kalter Krieg) bzw. Ideologiekritik zu behandeln wären. Methodisch ist das Themenheft ebenfalls breit aufgestellt, bspw. wird das Phänomen des West-Pakets ("Das geheimnisvolle Weihnachtspaket") mithilfe der Methode Mystery erschlossen und vielfach finden sich auch sprachsensible Materialarrangements (bspw. zu "NS-Vorstellungen zum familiären Weihnachtsfest").
Insgesamt lässt sich über die Heftbeiträge sowie den Basisartikel von Kerstin Arnold nachvollziehen, wie Weihnachten über die Jahrhunderte hinweg von religiösen Wurzeln zu einem Fest der Familie und des Konsums transformiert wurde, während es gleichzeitig, besonders ab 1870/71 und dann während der Zeit des Nationalsozialismus und des Kalten Krieges, verstärkt als politisches Instrument genutzt wurde.
💡 Verschaffen Sie sich doch selbst einen Eindruck vom Themenheft "Weihnachten in der Geschichte" und lassen Sie uns wissen, was Ihnen aufgefallen ist oder wo Sie Fragen haben!

Damit kommen wir zum Ende unseres 15. Newsletters der Coffee Lectures Geschichtsdidaktik. Wir hoffen, Sie konnten ein paar wertvolle Impulse für Ihre Arbeit oder Ihr Studium mitnehmen und freuen uns, Sie auch zur nächsten Ausgabe als Leser:in begrüßen zu dürfen! Bei Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung. Nutzen Sie gern die untenstehenden Kontaktdaten, um sich mit uns in Verbindung zu setzen.
Es grüßt Sie herzlich,
Ihr Team der Coffee Lectures Geschichtsdidaktik!
Sie haben noch Fragen oder Anregungen? Setzen Sie sich gern mit uns in Kontakt!
Ansprechpartnerin: Miriam Grabarits
E-Mail: miriam.grabarits@tu-darmstadt.de
Besuchen Sie uns auch auf unserer Webseite:
Webseite des Arbeitsgebiets Geschichtsdidaktik: https://kurzelinks.de/iawy
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