Identität vs. Qualität

Identität vs. Qualität

Dreiklang

Das "Zurückholen" der Lebendigkeit, die Umgebung ohne Abstand wahrzunehmen, gelingt aus Setzung der Qualität

Mit der Kopplung an die Lebenssubstanz aus geistiger kollektiver Setzung, wird die Differenz "Geburt bis zum Tod" referenziert. Zumindest wenn diese Setzung als Qualitätsrahmen nicht durchschaut ist. Was bisher der Fall war. Diese Zeitspanne wird dann unterschiedlich im eigenen Blick vollzogen.

Alles war neu und beweglich. Nichts war starr. Ich war unmittelbar verbunden mit dem, was ich sah. Es gab noch keine Information darüber, wie mein Körper in seiner Gesamtheit den irreversiblen Vollzug hält.

Die Welt war mir noch nicht bekannt, zumindest nicht in dem Ausmaß wie heute. Sie zeigte sich verspielt und unberührt, noch vor jeder Festigkeit. Wahrnehmung war lebendig und geschah ohne Abstand.

Es strukturierte sich ein Bezugsrahmen als Ordnungsprinzip aus dem Überschuss strukturierter Zeit. Qualitäten, die sich im Gewebe meines Körpers speicherten.



Ich erinnere mich an die Zeit vor meiner Kindheit, als diese Selbstreferenz unter meinem Blick fragmentiert begann und den Moment quasi auf Null setzte. Weil mir das niemand sagen konnte, war auch für mich diese Qualität als äußerer Erfahrungsrahmen gesetzt.

Mit Erfahrung und Entwicklung geistiger Orientierung begann auch der Druck, mich bestätigen zu müssen. Ich wusste nicht, warum. Diese Frage war überlagert von Spannungen, die mich dazu brachten, mich in der Welt zu beweisen.

So fügte ich mich in Abläufe ein, ohne eigenen Blick. Ich nahm an, dass das, was geschieht, so sein müsse. Erst später wurde mir meine eigene Linie bewusst.

Ich höre noch den Klang in mir:

"Erfahre dich in der Welt. Gehe unter Menschen, teile deine Sicht. Erlebe diesen schönen Planeten".

Ich verstehe diese Setzung und die ist noch sehr sorgsam gewählt. Denn es könnte auch lauten:

"Du musst was werden. Suche dir einen Beruf und verdiene Geld. Die Welt öffnet sich dir nicht wenn du keine Leistung bringst."

Es gibt so viel unbewusste Qualität als Setzung. Klang der sich wie Befehl und Anweisung anhört. Dabei ist es lediglich Reflektion aus dem Gewebe des Körpers, die Differenz getränkt aus Liebe bis Hass.

Ich begann hinter die Kulissen zu schauen. Zu sehen warum der Mensch seinen Raum mit derart Qualität bindet. Dann sah ich den Grund dafür. Ich wusste, der Mensch meint es nicht so. Er sieht sich nicht selbst, nur seinen Halt.

Die Kunst ist, den berührten Menschen nicht weiter in seiner Differenz zu stärken, wenn ich selbst davon berührt bin. Sonst wechselt die Qualität aufgrund der Spannung. In dieser Resonanz bewegt sich dann u.a. Rechtschaffenheit, Überheblichkeit, Meinung, die Dinge, die sich dann im Kräftemessen erkennen.



Das Leben, die Vielfalt und die Präzision der Schönheit, die sich mir als physische Erscheinung zeigt, trägt unendliche Möglichkeiten der Bewegung und der Begegnung in sich.

Natur ist reine Qualität. Der Mensch ist es auch, würden beide Geschlechter ihren Klang kohärent teilen. Da sie jedoch ihren Klang messen, werten und einordnen, kommt der Klang aus dem Wort gefiltert hervor.

Das hat mich schon immer berührt, obwohl ich davon betroffen war. Ich wollte wissen wieso der Mensch gegen die Natur handelt und erforschte den Kosmos, die Metaphysik.

Doch irgendwann blickte ich, hier kann ich nichts finden. Der Raum erstreckt sich unendlich. Sobald ich etwas fand wurde der Bezug in Frage gestellt. Ich kam also nie wirklich an.

Heute weiß ich, dass der Kosmos mein strukturiertes Ursprungswesen ist. Der gespaltene Geist, dem der Bezug zum Physischen suspekt erscheint.

Ich habe mich daher nicht mehr dem Geist gewidmet, ihm keine Aufmerksamkeit geschenkt und weil ich es aus Tragen heraus realisierte, begann der Geist sich zurück zu ziehen.

Der Rückzug war zugleich Spannungsreduktion. Dadurch dass sich das Feld beruhigte, gab sich auch die jeweilige Referenz zu erkennen, als Resonanz. Als Qualitätsverlagerung die den gesamten wahrnehmbaren Raum umfasst.

Was wiederum mehr Raum für Selbstreferenz öffnete, die Qualität die mich beschreibt.

Diesen Vollzug in Form der REM-Öffnungen halte ich auf Welt-Themen.



Der Mensch ist das einzige Wesen was sich am Ende der Dualität in seinem Blick erkennt. Wie es Qualität als Resonanz ist, die Existenz in Form bringt.

Ich habe das nicht verstanden weil ich es zuvor identifiziert habe und erst dann erkennen konnte, als ich Identität aufhob und das Objektive in Bewegung überging, in die gesamte physische wahrnehmbare Erscheinung um mich herum.

Ich habe die Resonanzkopplung zwischen meinem Körper und meinem Raum sichtbar gemacht, die Schnittstelle die beim Heranwachsen zum Geist wird und die Erscheinung strukturiert.

Denn dazwischen existiert nichts, ist Präsenz.

Diese Stelle als Schwelle, Übergang und Öffnung ist der sonderbare und unverständliche Bereich, davon Abstand entsteht. Das ist der Punkt der unter Entscheidung fällt und ertragen oder getragen wird. Der nicht erklärt werden kann, weil diese Stelle geblickt werden muss.

In Sprache lässt sich das zwar verorten, jedoch nicht vollständig erfahren. Dort kannst nur du selbst schauen. Am Punkt vor Erfahrung.

Existenz ist gesetzt und verdichtet als Subjektiv.

Subjekt was jetzt Physisch ist.



Was ich nicht mehr tue

Ich werde meinen Blick nicht mehr identifizieren. Das ist nicht mehr möglich. Die Erkenntnis, die Welt aus Qualität zu setzen und in ihr zu blicken, markiert den Beginn einer bewussten Selbstentfaltung ohne Ende.

Es klingt jetzt so:

Ich bin in meinem Blick erwacht.
Mein Körper lernt von mir.


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Weiter aus REM:

Es ist die Art, wie sich Wahrnehmung öffnet, auf die Weise, in der Präsenz Form annimmt, ohne sich zu verengen. In ihr liegt die Genauigkeit des Moments, noch bevor etwas benannt ist. Der Raum worin Struktur lebendig wirkt.

Identität sammelt. Qualität wirkt.

Identität hält fest und fixiert den Blick an der Oberfläche, an dem was gewesen ist. Qualität bewegt, was gerade entsteht. Sie färbt den Blick, richtet die Aufmerksamkeit und formt die Linie, entlang derer der Körper antwortet.

Wenn Qualität wirkt, verliert die Welt ihre Schwere.

Die Oberfläche bleibt sichtbar und zugleich beweglich, Tiefe entsteht und wird lesbar. Der Körper trägt diese Bewegung als Resonanz. Er liest Weite, Richtung und Klarheit unmittelbar. Daraus entsteht eine Präzision, die sich ruhig anfühlt.

Qualität entsteht aus Ursprung. Der Raum von Existenz.

Sie braucht keine Geschichte, keine Einordnung, keine Vergleichbarkeit. Sie zeigt sich als stimmige Öffnung. Aus ihr formt sich Bewegung, die sich selbst trägt.

So wird die Welt besonders.

Durch die Qualität des Blicks, der sie berührt.

Durch die Präsenz, die sie lesbar macht.




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