Tragen und Ertragen auf unserem Lebensweg mit den „Scrooge“-Anteilen in uns

Tragen und Ertragen auf unserem Lebensweg mit den „Scrooge“-Anteilen in uns

von E. B. und Anmerkungen von Stefan Bamberg, April 2012
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Einer trage des anderen Last - Niemand hat eine größere Liebe als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.


Ein Wort des Trostes

Frodos Weg

Bildquellen: Filme "Der Herr der Ringe" , Teil 1-3,
mit Elijah Wood, Sean Astin, Ian McKellen, Regie: Peter Jackson

Was nun hier beleuchtet werden soll, ist jenes Ergebnis, welches wirklich im irdischen NICHTSCHAFFEN oder NICHTÜBERWINDEN des Scrooge endet. Dies soll am Weg von Frodo in J. R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“ deutlich gemacht werden; Frodo, der sich auf seinem Weg schon voll einsetzte und alles gab, aber dennoch Phasen des Versagens erlebte:

"Der Herr der Ringe" im Teil 1:
Frodo: Ich wünschte ich hätte den Ring nie bekommen. Ich wünschte all das wäre nie passiert.
Gandalf: Das tun alle, die solche Zeiten erleben, aber es liegt nicht in ihrer Macht, das zu entscheiden. Wir müssen nur entscheiden, was wir mit der Zeit anfangen wollen, die uns gegeben ist. In dieser Welt sind auch andere Kräfte am Werk, nicht nur die Kräfte des Bösen.

Da gibt es noch weitere solche Dialoge oder auch Monologe, welche geistig auch sehr tiefgründig sind – auch dahingehend, was den „Scrooge“ in uns betrifft in Verbindung des abgrundtief Bösen – prinzip- und wesenhaft wie auch personifiziert.


Bildquelle: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Unico_Anello.png&filetimestamp=20100301162300

Aus dem Herrn der Ringe – Teil 2: Am Ende des 2. Teils befinden sich Herr Frodo und Samweis Gamdschi in Gefangenschaft oder soll ich sagen: Obhut von Faramir (dem Bruder des Mannes, der nach dem Ring trachtete und Frodo angegriffen hatte und dann auch starb – im ersten Teil, also: Faramir, Bruder von Boromir, Sohn des Truchseß von Gondor) und werden von den Nazgul (= Ringgeistern) angegriffen! Hier haben wir einmal die Grenzsituation, dass Frodo, so meine ich, erstmals wirklich kurz davor ist, den Ring (= Symbol der Verführung der Welt, der Macht zum Griff am Baum des Lebens = weiter die Verführung des „Scrooge“ in uns) an den Ringgeist abzugeben. Frodo wird in letzter Sekunde, bevor einer der Nazgul den Ring ergreifen kann, von Samweis Gamdschi zu Boden gestoßen. Frodo wird ganz erzürnt und ähnlich dämonenhaft, wie dies sein Onkel ihm selbst gegenüber tat und wirklich fast ein Dämon aus Frodos Onkel Bilbo Beutlin durchbrach. –

Ich erlaube mir hier der Eindrücklichkeit halber eine Bilderserie vor besagter Szene einzufügen, anhand welcher deutlich werden soll, wie oftmals ein „Dämon“ aus uns herausbricht, wie wir bereuen, wie uns andere dabei in den Blick fassen und uns in unserer Reue das Bewusstsein von Schuld und Scham erwächst, aber uns von unseren Schuldigern auch auf die Schulter gefasst wird und auch Wiedergutmachung erlaubt ist. Der Dämon in jedem von uns, wenn der Scrooge die Oberhand gewinnt. Wenn aus Sadhana Luzifer wird. Aus Smeagol Gollum (im weiteren Verlauf ausgeführt). Wenn aus Bilbo, einem Freund mit offener Tür, ein „Weltensrooge“, wie das jedem von uns so gehen kann, wird. Jedem von uns: Ob Sadhana, Bilbo, Frodo, Sam, Dir und auch mir.

Aus Bilbo Beutlin, dem Menschenfreund und Lebemann mit offenem Weltblick, Forschungsdrang, Freundlichkeit, einladender Haltung und offener Tür:

wird durch den „Scrooge-Ring“:

Und in jener personifizierten Wesenhaftigkeit von seinem Onkel Bilbo Beutlin (durch den Ring) zückt Frodo Beutlin in seiner eigenen Personhaftigkeit und Verantwortung das Schwert und richtet es gegen Sam, seinen (engsten) Freund. So können wir diese Bilderserie auf Frodo und auf jeden von uns übertragen. Es beginnt mit der Szene, als Frodo vor dem Ringgeist steht, direkt und unmittelbar vor ihm und Sam fragt:

Noch ein Sieg und Sams Rede:

Sam: Was hast du vor?                Frodo: geht weg

Sam: Wo willst du denn hin?    Frodo: hält dem Ringgeist den Ring vor die Nase

Sam: wirft Frodo zu Boden         Faramir: schießt einen Pfeil auf den Ringgeist ab

Frodo: Aaaah! (hält Sam sein Schwert an die Kehle)

Sam: Ich bins! Ich, dein Sam!
Erkennst du deinen Sam nicht mehr?

Frodo: (lässt von Sam ab, sinkt in sich zusammen)
Ich schaff das nicht, Sam.

Sam: Ich weiß. Es ist alles falsch. Eigentlich dürften wir gar nicht hier sein, an diesem Ort. Aber wir sind hier. Das ist wie in den großen Geschichten, Herr Frodo, in denen, die wirklich wichtig waren. Voller Dunkelheit und Gefahren waren sie. Und manchmal wollte man das Ende gar nicht wissen, denn wie könnte so eine Geschichte gut ausgehen?

Wie könnte die Welt wieder so wie vorher werden, wenn soviel Schlimmes passiert ist?

(…) Aber letzten Endes geht auch er vorüber, dieser Schatten. Selbst die Dunkelheit muss weichen. Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen. Das waren die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben, selbst, wenn man noch zu klein war, um sie zu verstehen. Aber ich glaube, Herr Frodo, ich versteh' jetzt. Ich weiß jetzt: Die Leute in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, nur taten sie's nicht. Sie gingen weiter, weil sie an irgendetwas geglaubt haben!

Frodo: Woran sollen wir glauben, Sam?

Sam: Es gibt etwas Gutes in dieser Welt, Herr Frodo und dafür lohnt es sich zu kämpfen

Faramir: Ich denke, nun verstehen wir einander, Frodo Beutlin.

Namenloser Soldat: Ihr kennt die Gesetze unseres Landes, die Gesetze Eures Vaters, wenn Ihr sie laufen lasst, ist Euer Leben verwirkt.

Faramir: Dann ist es verwirkt. Lasst sie frei!
(Zitat Ende, Quelle)


Auch Sam wird fast zum Mörder:

Plötzlich ist das letzte Elbenbrot verschwunden. Gollum hat es gestohlen, um durch eine Intrige einen Keil zwischen Frodo und Sam zu treiben. Gollum ist ja Smeagol nach seinem Wesenswandel! Smeagol, einst ähnlich einem Hobbit, wurde von der Bosheit des Ringes in seinem Wesen so verändert, dass Smeagol fast zur Gänze verschwand und aus dem sanften guten Wesen des Smeagol nach dem ersten (Bruder)Mord, um an den Ring zu kommen (Er ist mein Schatz!) zum WESEN oder auch GESCHÖPF Gollum wurde. Wie Sadhana in der Wesenhaftigkeit LUZIFER wurde – Sadhana: „Ich heiße nicht, ich BIN Luzifer.“ Wie ein König nicht sagt, er heißt König, sondern ER IST König. So ist es hier gut zu schauen: GOLLUM stiehlt das Brot und spricht dann von sich als Smeagol. Gollum stiehlt also das Brot und Sam spricht:

Sam: Er hat's gestohlen! Er war's mit Sicherheit!

Gollum: Sméagol? Nein, nein, nicht armer Sméagol. Sméagol hasst garstiges Elbenbrot.

Sam: Du bist ein elender Lügner! Was hast du damit gemacht?

Frodo: Er ist es nicht. Er hat es nicht gestohlen!

Gollum: Seht! Was ist das? Krümel auf seiner Jacke! Er hat's gestohlen! Er hat's gestohlen. Ich hab's gesehen, immer stopft er sich den Wanst voll, wenn der Herr nicht hinguckt.

Sam: Das ist eine Lüge! (geht auf Gollum los) Du widerlicher, kleiner Misthund! Ich schlag dir den Schädel ein!

Frodo: Sam! Hör auf!

Sam: Ich bring ihn um!

Frodo: Sam, nein!

Sam: Oh nein, es tut mir Leid. So weit wollt' ich's nicht kommen lassen. Ich war einfach so schrecklich wütend. (Zitat Ende, Quelle)

Zusammenfassung dessen, wenn der Scrooge zu stark Überhand nimmt und Zuspruch braucht. – Und diesen Zuspruch gerade von dem bekommt, den man zuvor wirklich töten wollte. Das ist Freundschaft. Himmlische Freundschaft: „Der sein Leben lässt für seine Freunde“:

Frodo: Ich schaff das nicht, Sam.

Sam: Ich weiß. Es ist alles falsch. Eigentlich dürften wir gar nicht hier sein, an diesem Ort. Aber wir sind hier. Das ist wie in den großen Geschichten, Herr Frodo, in denen, die wirklich wichtig waren. Voller Dunkelheit und Gefahren waren sie. Und manchmal wollte man das Ende gar nicht wissen, denn wie könnte so eine Geschichte gut ausgehen? Wie könnte die Welt wieder so wie vorher werden, wenn soviel Schlimmes passiert ist? (…) Aber letzten Endes geht auch er vorüber, dieser Schatten. Selbst die Dunkelheit muss weichen. Ein neuer Tag wird kommen und wenn die Sonne scheint, wird sie umso heller scheinen. Das waren die Geschichten, die einem im Gedächtnis bleiben, selbst, wenn man noch zu klein war, um sie zu verstehen. Aber ich glaube, Herr Frodo, ich versteh' jetzt. Ich weiß jetzt: Die Leute in diesen Geschichten hatten stets die Gelegenheit umzukehren, nur taten sie's nicht. Sie gingen weiter, weil sie an irgendetwas geglaubt haben!

Frodo: Woran sollen wir glauben, Sam?

Sam: Es gibt etwas Gutes in dieser Welt, Herr Frodo und dafür lohnt es sich zu kämpfen.

 Anm.: Selbst dann, wenn wir auf das Ende im dritten Teil schauen! Es lohnt sich immer!

Viele weitere Aspekte könnten wir erschauen, halten wir an dieser Stelle fest: Es ist einer, der im Sinne von: Die Last-des-anderen-tragen FÜR jemanden, den Ring trägt und bekennt: Ich schaffe das nicht. Übertragen wir auf Mithilfskinder aus dem Lichtreich, welche irgendwann wirklich ehrlich erkennen: Ich schaffe das nicht, nicht in diesem Leben! Und so brauchen wir alle trotzdem und dennoch immer Freunde und Zuspruch, auch wenn es abzusehen ist, dass wir in diesem Leben nicht alles schaffen, denn das Ziel ist dem Werke zu dienen und dass darauf weiterhin aufgebaut werden kann. Und so erkennt Frodo in der übernächsten Szene:

Sam: Ich wüsste zu gern, ob wir jemals in Liedern vorkommen, oder in Geschichten.

Frodo: Was?

Sam: Ich frag mich, ob die Leute jemals sagen: "Lass uns von Frodo und dem Ring hören!" "Ja, das ist eine meiner Lieblingsgeschichten!" "Frodo war sehr tapfer, hab ich Recht, Papa?" "Ja, mein Junge, von allen Hobbits der berühmteste." Und das sagt 'ne Menge!

Frodo: Aber eine der Hauptfiguren hast du ausgelassen: Samweis den Beherzten. "Erzähl uns mehr von Sam!" Frodo wäre ohne Sam nicht weit gekommen.

Sam: Ah, Herr Frodo, du machst dich über mich lustig, ich habs ernst gemeint!

Frodo: Ich meins auch ernst.

Sam: Samweis der Beherzte. (Zitat Ende, Quelle)

Frodo wäre ohne Sam nicht weit gekommen!

Und so springe ich im Sinne des Scrooges, welcher sich immer mehr bewusst wird, dass er es nicht schaffen wird, an das Ende des 3. Teils. Doch zuvor spricht auch Galadriel (Elbenfrau) telepathisch mit Elrond (Elbenführer oder auch „Ältestenengel“):

„Die Kraft des Ringträgers schwindet. Tief in seinem Herzen beginnt Frodo zu begreifen, dass die Aufgabe sein Leben fordert. Ihr wisst das. Ihr habt es vorausgesehen. Dies Wagnis sind wir alle eingegangen.“ (Herr der Ringe, Teil 2)

Wissen wir, was das bedeutet, wenn man beginnt dies zu begreifen, und den Weg trotzdem weitergeht. Da brauchen wir keine Menschen, welche verurteilend sind, sondern Zuspruch im Tragen und Ertragen. Um dieses Verstehen soll es hier gehen: Dass man oftmals nur tragen und ertragen kann, sich aber immer mehr bewusst wird, dass man mehr nicht schaffen kann. Doch ist auch nicht das ein gewaltiges Opfer, denn wir wissen, dass die Fallpotenzen (prinziphaft) nur über das Personhafte zur Erlösung kommen können. Deshalb ja auch ein personhaftes Opfer von UR als JESUS. Und den Scoorge letzten Endes selbst zu überwinden, heißt ja nicht, ihn selbst zu erlösen. Wie das ja auch im falschen Verständnis von Reinkarnation der Fall ist. Sondern ihn überwinden in einem DENNOCH und TROTZDEM der Sündhaftigkeit. In einem Weitergehen, wie es Frodo und Sam tun. Und wenn es nur ein Tragen und Ertragen der Weltenlast ist, damit das Werk des Herrn auf diesem Fundament weitergehen kann. Der Ringträger beginnt es zu begreifen, Geschwister und UR wissen darum! Und so lesen wir auch im UR-WERK (Anita Wolf „Ur-Ewigkeit in Raum und Zeit“:

10(6)-1069     Von dem, was ihr jetzt höret, bleibt das meiste der Materie bis fast zu ihrem Ende zugedeckt. Ein Kampf gegen Weisheit und Ernst — zum Teil aus Unwissenheit - wird eine Schärfe annehmen, die einzig und allein vom Reiche aus abzulenken ist, damit sie nicht ganz zerstörend wirken kann. Wenigen Lichtkindern wird es gelingen, sich den Hochaltar Melchisedeks mit seinen zwei erhabenen Leuchtern ungeschmälert aufzurichten. — Weiteres, was allmählich sich enthüllt, bedarf keines Hinweises mehr, zumal ihr, Meine Fackeln, es geheim in euch tragt.
(...)
 10(6)-1478     Die Irdischen, noch ans Entwicklungsgesetz Gebundenen begreifen das nicht recht, während sie mit Ernst wohl die Befähigung erlangen könnten, die Materie zu überwinden. Dadurch wird denen, auf die wir unser Hilfswerk ausgerichtet haben, das Wissen über Meine unmittelbar bevorstehende Wiederkunft und ihre Mithilfe erkenntlich. Das genügt, um aus ihnen das zu machen, was sie sein sollen, was sie auch sein wollten, bevor sie den Befreiungsflug zur Tiefe angetreten hatten. Und nun sollt ihr innerlich erleben, wie unser Wirken auf der Erdwelt vor sich gehen wird (Zukunftsbild): ...
(...)
 10(6)-1285    O, unmöglich, äonmal unmöglich schaue Ich dem Erzbetruge zu! Ich setzte Meine Diener ein, deren Willigkeit und Kindesliebe ungeheure Opfer brachten. Ihnen wäre es gelungen, deine Schulden einzutreiben und die Schmach zu sühnen; doch das Endziel zu erreichen, benötigte es mehr als zweier Ewigkeiten. Ihre geheiligten Seelen wären müde geworden. Denn die Finsternis ist ein unersättlicher Moloch, der alle Opfer gierig frißt. Sollte Ich also auch noch zusehen, wie Meine Getreuen sich aufopfern und ihr Lichterbe im gerechten Kampf verlieren? Und das alles um dich, Luzifer?


Wichtig im Aufzeigen der Scroogearbeit scheint mir neben all den bisherigen Aspekten zu sein, eben auch das Scheitern aufzuzeigen: Wenigen Lichtkindern wird es gelingen, obwohl die Befähigung erlangt werden kann, die Materie zu überwinden. Nun sehen wir aber, dass schon ein Mose einen Menschen totgeschlagen hat. Ich sehe eben keine geringe Gefahr darin, diese Arbeit in den Vordergrund zu stellen – wird sie nun als geistige Wiedergeburt, Überwindungsarbeit, Selbstverleugnung oder wie auch immer genannt! Genau in dem Sinne, dass man nicht dagegen kämpfen kann, weil sonst die Sünde und Begierde die Überhand gewinnt, sondern im Zerlieben:

So komme ich zum Stichwort des HUMORS. Aber auch der „schwarze Humor“, der trotz allen Ernstes doch auch so einige Male ein Durchatmen in dieser Welt erleichtert! Also HUMUS (Dünger) = Humor aus dem innerlichen Ernst, auch in dem Bewusstsein den Weg zu gehen, selbst wenn man es nicht schafft. – Und Menschen dies, wie Frodo, ernsthaft zu begreifen beginnen: Es nicht zu 100% schaffen, aber unbeirrbar den Weg gehen, auch wenn Eigenschuld dabei entsteht – eben für das Werk, damit dieses weitergehen kann und sich dem Rest nach dem Erdenleben widmen!!! Auch dann brauchen Menschen Begleitung – und so spricht UR:

10(6)-1007 Eure eigene Materieschuld wird ein leichtes, euer Mitopfer ein schweres Gewicht erhalten!   

 So lesen wir aber auch davon, dass selbst Lichtkinder ohne ein Opfer nicht mehr von dieser eigenen Materieschuld zu befreien sind, also immer die Erlösung trotz der Scroogearbeit und auch der Wiedergutmachungsarbeit. So auch der Hinweis:

 10(6)-1418    Als die Erlösten dieses hohen Himmelsboten Anbetung und Ehrfurcht sehen, erkennen sie das Beispiel, das gegeben ist. Aber auch den Lichtkindern ist‘s zum Hinweis, wie sie vor dem Kreuz sich beugen sollen, wenn sie vom letzten ‚Gang‘ nach Hause kommen. Alsbald neigen sie sich ohne Ende und erleichtern damit den Erlösten ihre Last.

Es ist dieses allumfassende Opfer:

UR geht seinen Weg mit Freude und Trauer. Die Trauer gilt keiner verlorenen Zeit, denn bei Ihm ist nichts verloren; sie gilt jenem Schmerz, wenn Sadhana über sich selber trauern muß. Wie entsetzlich dieses werden kann, fühlen vornehmlich seine tragenden Eigenschaften Geduld, Liebe und Barmherzigkeit. Er wird — jetzt schon — mit diesen Kindern leiden und wird Sein Schmerz der unendlich größere sein, sonst wäre keines Kindes Schmerz zu heilen. Dann müßte ein ewig-quälendes Feuer brennen, das mit Seinem UR-Feuer keine Identität besitzt. Allein über ein Opfer wird das UR-Feuer jenes Schmerzensfeuer völlig löschen können.“
A. WOLF, UR-WERK, Kapitel 10, Vers 475, S. 320f der 4. Auflage

 Keines Kindes Schmerzes wäre zu heilen, also auch nicht jener der Mitschuld eines Mithilfsweges. Deshalb das Opfer ebenso für die Getreuen, sowohl damit DER HIMMEL bleiben kann und nicht ALLES aufgelöst werden musste (siehe hierzu weiterführend: "Golgatha in aller Tiefe verstehen. Golgatha - oder die Auflösung der Schöpfung."), aber auch, dass selbst die Übertretungen der Getreuen ausgeglichen werden. Auch dessen muss man sich bewusst werden, sein und bleiben. Denn selbst diese könnten ohne ein Opfer aus der Materieschuld nicht in das Lichtreich eintreten, trotz Scoorgearbeit, trotz Wiedergutmachung. Es geht nur über die Erlösung und das Opfer. Ein Feuer-Brand-Lösch-Opfer – sozusagen!!!!! – In vielerlei Hinsicht!

Aber auch ein Opfer, um die Getreuen anders zu schützen. Stelle man sich vor – ZWEI Ewigkeiten hätten die Getreuen ALLE FALLLAST heimgetragen. Wir wissen darum, dass ohne Hilfssubstanzen usw. aus den 4 Licht-Schöpfungs-Stunden = Materie-Erlösungs-Zeit (1 Schöpfungsstunde sind ca. 5 - 6(?) Milliarden Jahre, also 4 Stunden = 4 x 5 Milliarden Jahre) ein Großwerk (= 1 Schöpfungsmonat, gar nicht auszudenken was 24 x 5 Milliarden x 30 ausmachen würde) geworden wäre. Es ist das schon gewaltig – und nun dies:

 10(6)-1285    O, unmöglich, äonmal unmöglich schaue Ich dem Erzbetruge zu! Ich setzte Meine Diener ein, deren Willigkeit und Kindesliebe ungeheure Opfer brachten. Ihnen wäre es gelungen, deine Schulden einzutreiben und die Schmach zu sühnen; doch das Endziel zu erreichen, benötigte es mehr als zweier Ewigkeiten. Ihre geheiligten Seelen wären müde geworden. Denn die Finsternis ist ein unersättlicher Moloch, der alle Opfer gierig frißt. Sollte Ich also auch noch zusehen, wie Meine Getreuen sich aufopfern und ihr Lichterbe im gerechten Kampf verlieren? Und das alles um dich, Luzifer?

 Halten wir hier fest, dass wir im UR-WERK lesen: Ohne einen Fall hätten die Befehlsengel Sadhanas Übertretungen im Lichtreiche als SCHAM nach Hause getragen. Und so möchte ich beim Aspekt bleiben, auch jenen Kindern beizustehen, welche merken, dass sie ES nicht schaffen werden. – Teil 3 vom Herrn der Ringe: Frodo und Sam sind direkt am Hang des Schicksalsberges (Feuerberges):

Sam: (nimmt den völlig erschöpften Frodo in den Arm) Erinnerst du dich noch ans Auen-land, Herr Frodo?  

Da wird bald Frühling sein. Alle Obstbäume stehen dann in voller Blüte.

Und die Vögel bauen ihre Nester im Haselnussdickicht. Und sie werden die Sommergerste auf den unteren Feldern aussäen und die ersten Erdbeeren mit Schlagsahne essen. Erinnerst du dich noch an den Geschmack von Erdbeeren?  

Frodo: Nein, Sam. Ich hab jeden Geschmack vergessen. Auch das Geräusch des Wassers und wie sich Gras anfühlt. Ich bin ... nackt in der Dunkelheit. Es gibt nichts mehr, keinen Schleier mehr zwischen mir und dem Feuerrad. Ich seh ihn vor mir, mit wachen Augen!

Sam: Dann lass ihn uns endlich loswerden! Ein für alle Mal! Los, komm, Herr Frodo.

Ich kann ihn nicht für dich tragen, aber ich kann dich tragen!

Komm schon! (lädt sich Frodo auf die Schultern und läuft weiter) (Zitat Ende)

Wir können die Last nicht auf uns nehmen, nicht abnehmen, aber können schon auch unsere Geschwister selbst ein Stück weit tragen.


Der Feuerberg oder die Rückverbindung!

Die Verlockung der Schöpfungsfreiheitsprobe: Werfe ich die Frucht der Schöpfermacht in jenes Feuer, welcher Selbst das FEUER der MACHT ist oder entsteht der Feuerbrand, welcher auf mich zurückrollt und welcher mich in meine eigene Materie wirft: Gebäre ich meinen Scrooge in letzter Konsequenz!? Frodo hat diese Last bis zur Feuerquelle (bis zum Feuerberg) getragen und wurde das letzte Stück von Sam getragen. Und dennoch: Zum Schluss versagt Frodo:

Frodo: (dreht sich zu Sam um) Der Ring gehört mir. (nimmt den Ring von der Kette und will ihn sich an den Finger stecken) (Zitat Ende, Quelle)

Die Folge: Ein Kampf zwischen Gollum und Frodo um den Ring, wobei Frodo dann einen Zeigefinger verliert – abgebissen von Gollum. Und so mache ich hier einen Sprung:

Dennoch kann auf diesem Fundament – trotz des schlussendlichen Versagens – das Reich weiterbestehen – weil EINER darüber hinaus alles in SEINEN Händen hält – in SEINER Gnade!!! Mittelerde ist gerettet! Aber nicht aufgrund der Tat der schlussendlichen Überwindung, sondern aufgrund der Bereitschaft, es zu tun und sein Bestes zu geben. Und hierbei hatte Frodo recht: Es forderte sein Leben! Ja, er lebte zwar noch und war unter den Menschen, doch er war innerlich tot, es forderte sein inneres – weil wahres Leben! Und so spricht Frodo:

Frodo (Erzähler): Wie knüpft man an, an ein früheres Leben? Wie macht man weiter, wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück kann? Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen, manchen Schmerz, der zu tief sitzt und einen fest umklammert. (sitzt an Bilbos Schreibtisch und schreibt an dessen Buch weiter, fasst sich an die Schulter, wo er auf der Wetterspitze verletzt wurde) (Zitat Ende, Quelle)

Ich meine, dass Frodo hier meint: Wie soll er weiter machen, wenn er dem abgrundtiefen Scrooge in sich zur Personifizierung verholfen hat. Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen, nicht Wiedergutmachung und auch keine Überwindungsarbeit. Denn es handelt sich um das Ergebnis des Schauens aus der Scrooge- und Überwindungsarbeit. Und Frodo ahnte oder besser: wusste innerlich, dass die Welt zwar gerettet war, aber nicht für ihn – er verlässt Mittelerde mit dem letzten Schiff der Elben, gemeinsam mit Bilbo, seinem Onkel, Gandalf und den letzten Elben. Symbolisch auch das Schiff, der Fährmann, die letzte Fahrt, welche jedem von uns bevorsteht. Ein Symbol für den irdischen Tod – hin zur Erlösung: Denn es gibt Scrooges, welche nur über die Erlösung Frieden finden können, und diesem hat Frodo in sich selbst ins Gesicht geschaut, darum bekannte er zuvor: Wie macht man weiter … Wie knüpft man an …:

Gandalf: Lebt wohl, meine tapferen Hobbits. Mein Werk ist vollbracht. Hier nun, an den Ufern des Meeres, kommt das Ende unserer Gemeinschaft. Ich will nicht sagen "Weinet nicht", denn nicht alle Tränen sind von Übel. (geht in Richtung Schiff, dreht sich nochmal um – Anm.: – und dann die erlösenden Worte an Frodo:)

Es ist Zeit, Frodo.

Frodo zu Sam: Wir sind losgezogen, um das Auenland zu retten. Und es ist gerettet worden. Aber nicht für mich.

Frodo (Erzähler): Mein lieber Sam. Du kannst nicht immer entzweigerissen sein. Du wirst auf viele Jahre ganz und heil sein müssen. Es gibt noch so viel, woran du dich freuen und was du tun kannst. Deine Rolle in dieser Geschichte geht weiter. (Zitat Ende, Quelle)

Und das möchte ich damit sagen, dass es nicht immer ein Happy End gibt, obwohl selbst Lichtgeschwister ihr Bestes geben. Das aufzuzeigen und zu benennen, scheint mir ebenso unsere Pflicht zu sein. Denn niemand urteile über die Last des anderen.

So hoffe ich in der Tiefe aufgezeigt zu haben, dass oftmals nur ein Tragen und Ertragen hin zur Erlösung möglich ist. In diesem Sinne sind wir alle Ringträger. Seien wir uns aber auch bewusst, dass wir auch beherzte Samweis Gamdschi‘s sein dürfen in jener letzten Konsequenz, Trost zu geben, da wo Ring-Scrooge-Träger bei allem Bemühen versuchen zu tun und am Ende doch sagen: Der Ring ist mein!

Oder sollen wir zusammenfassend sagen: Ein Kampf des Zerliebens über dieses Erdenleben hinaus!? – Und dabei das zu schaffen, was wir schaffen können, damit das Werk weitergehen kann und darf. Denn es heißt ja schon „Ringträger“ wie auch die biblischen „lastenfreien Lastenträger“. Also ein Tragen und Ertragen. Und hier war Frodo erfolgreich. Sogar im Ertragen und Tragen des eigenen Scheiterns. Wenn diese Last nicht noch schwerer wiegt!? Bzw. das Bewusstsein dessen. Und so erging es ja auch Sadhana, als sie erkannte! Und schlussendlich wird erst die letztendliche Erlösung des „Vergessens“ Sadhana ganz befreien, da kann sie Scrooge-, Überwindungs- und Wiedergutmachungsarbeit leisten, wie sie will. Jene Frodo-Sadhana-Last, die bleibt, bis zur Wiedereingliederung durch das Gericht der eigenen Erlösung! Dann, wenn der Fährmann des letzten eigenes Schiffes den letzten Spruch tut: Erlöst und vergessen, mein Kind!

Auf dem Weg dahin wünsche ich uns allen das Bekenntnis des Faramir, als er die Last Frodos erkannt, aber vielmehr noch: diese Last akzeptierte und Frodo seines Weges ziehen ließ, weil Faramir erkannte, dass dies ein Weg ist, denn nur Frodo gehen konnte: 

Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Galater 6,2 - Oder auch: „Traget einer des andern Last, und erfüllet so das Gesetz des Christus.“

Denn wie Christus bis ans Kreuz ging, indem er die Last (und dabei die Herzkraftanteile) für Sadhana aufgenommen (und geläutert) hat, so haben wir auch unseren Rucksack zu tragen: Bis ans Kreuz in uns: Es gibt keine Abgabe der eigenen Rucksackkraft – nur eine HINGABE und Hin-Arbeit zur Erlösung; mit Einbezug der Wiedergutmachung!!!! Ein Tragen, oftmals auch ein „Ertragen“, weil vielmehr oftmals kaum möglich scheint und auch ist. Und wer vermag ein Urteil über die Last des anderen zu fällen: Vielleicht ist ein Ertragen und Tragen oftmals wirklich das einzige, was zu schaffen ist (niemand urteile)! Ein so langes Tragen und Ertragen, bis zu jenem Zeitpunkt (als Läuterung) bis der Spruch fällt: ERLÖST! Als Zusatz: Wir wissen ja nicht, ob gefallenes oder treu gebliebenes Kind. Also tragen wir entweder für andere oder machen selbst wieder gut! Beides ist gut und recht und zeigt auf, dass die Last auf keinen Fall abzugeben ist. Anders gesagt: Wenn ich selbst gutmachen darf, dann bin ich dankbar. Wenn ich für jemanden anderen trage und die Schwere der Last in mir selbst erkenne, lasse ich niemals zu, dass der ursächliche Verursacher das jemals selbst zu tragen hat; dann trage ich gerne für ihn. Auch, wenn es mein Leben fordert!!!!!!!! In dem Sinne: Auch, wenn ich mein Leben gebe!!!!!!!!!! – Wie es ja auch Christus getan hat! Somit habe ich schon biblisch eine Argumentation, welche selbst auf dem Opfer von Jesus beruht. Wenn nicht von Jesus getragen, keine Erlösung für Sadhana. Wenn nicht von Dir getragen, keine Erlösung für mich. Wenn nicht von mir selbst wiedergutgemacht, kein Schritt hin zur Erlösung.

 Der hier von mir scheinbar genannte Zusatz ist im Grunde aber ein gewaltiger Hauptpunkt:

„Wir wissen ja nicht, ob gefallenes oder treu gebliebenes Kind. Also tragen wir entweder für andere oder machen selbst wieder gut! Beides ist gut und recht und zeigt auf, dass die Last auf keinen Fall abzugeben ist. Anders gesagt: Wenn ich selbst gutmachen darf, dann bin ich dankbar.

– Ergänzung: Dankbar, dass ich meinen Mist selbst wegräumen darf, und das kein anderer dies für mich tun braucht oder gar muss. Das ist ja auch die im Nachhinein gewonnene Erkenntnis von Sadhana, als sie selbst alles wieder gut machen möchte. Wenn ich für jemanden anderen trage und die Schwere der Last in mir selbst erkenne, lasse ich niemals zu, dass der ursächliche Verursacher das jemals selbst zu tragen hat; dann trage ich gerne für ihn. Auch, wenn es mein Leben fordert!!!!!!!! In dem Sinne: Auch, wenn ich mein Leben gebe!!!!!!!!!! – Wie es ja auch Christus getan hat! Somit habe ich schon biblisch eine Argumentation, welche selbst auf dem Opfer von Jesus beruht. Wenn nicht von Jesus getragen, keine Erlösung für Sadhana. Wenn nicht von Dir getragen, keine Erlösung für mich. Wenn nicht von mir selbst wiedergutgemacht, kein Schritt hin zur Erlösung.“

Ich finde schon, dass man das Menschen auf diese Art und Weise ganz klar legen kann: Einer trage des anderen Last!!! Oder auch den Bibelspruch: Keiner hat größere Liebe als der, der sein Leben lässt für seine Freunde! Gemeint ist damit schon in der Bibel (wenn man das UR-WERK kennt) jenes Zurücklassen des himmlischen Lebens und in die Materie zu steigen! Und nur durch die Erlangung der Werkkindschaft ist das alles schlussendlich von JESUS mit dem endgültigen Spruch: Erlöst und vergessen, Mein Kind! – bereinigt! Doch es sagt schon das Wort: WERK-Kindschaft! Also eine Kindschaft für das WERK! Ein gemeinsames Heimbringegut für das WERK, für die verlorenen Kinder, woraus dann jedes Kind die UR-Kindschaft erhalten kann! Und diese weiß UR zu erteilen! Und wir wissen aus dem UR-WERK:

10(6)-298       Ist das aus Bedingungen geschehen, krönt sich das Werk mit durch sich selbst. Dann übergeben Deine Ersten Dir den Fall, o UR, denn Du sollst nebst der Schöpfer- auch die Schöpfungskrone tragen! Doch jedes Kind ist in einer etwaigen Demutsumkehr lang zu prüfen, ob es in seiner Reue auch verbleibt. Aus Barmherzigkeit setze ich dann solche Kinder wieder ein; denn bleibende Demut bewirkt auch einen bleibenden Sieg! Licht für Licht, aber Finsternis gegen Finsternis! Wenn ein in der Freiheitsprobe gefallenes Kind in einer großen Demutsprobe nachholt, was es zuvor versäumte, so wird diese Demut eine wahrhaft gerechte sein, ohne daß das Kind es selber merkt. —

Es gibt also ein NACHHOLEN!!! Das ist UR, welcher uns ja auch sagt, dass es niemals ein „Verloren“, sondern nur ein ZUSÄTZLICH gibt. So macht ER aus dem scheinbar verlorenem Fall und dem Zeit- und Raumraub des Falles ein „zusätzlich“!!! UR-gewaltig!!!!!!

Und hier helfen alle mit, ob gefallen oder auch nicht, das nachzuholen für das Werk: Primär für UR, dem UR sein gefallenes Kind wiederzubringen, auch mich selbst wieder zu bringen! Aber immer für das WERK im Nachholen des Bestehens der Demutsprobe, was im Lichtreiche die Freiheitsprobe war. Also Freiheitsprobe und Demutsprobe.
UR-Kindschaft und Werkkindschaft!


Tragen und Ertragen

„Allerdings sollte man schon alles geben, bis an die Grenze, niemals aufgebend, denken, dass man es nicht schaffe, darf nicht Raum gewinnen, ... das Himmelreich will erkämpft werden... das ist unser Part .... das ist die Zeit, wo es darauf ankommt, was man daraus macht... eben so wie Frodo ging...“

 ... denken, dass man es nicht schaffe, darf nicht Raum gewinnen (? – warum darf es das nicht einmal?), ...

Und genau darum geht es, hier die Gabelungen nicht als eins zusammenzulegen.

Denn es handelt sich um das Ergebnis des Schauens aus der Scrooge- und Überwindungsarbeit.

 Gemeint ist im Tragen und Ertragen nicht der Weg, denn diesen gehen Frodo und Samweis Gamdschi in aller Konsequenz, unter aller Qual!!! Um das geht es nicht: Es geht um die letzte Prüfung, dann wenn die weltliche Seele erkennt, dass sie es wirklich nicht schafft und versagt:

  • Sadhana versagt!
  • Adam und Eva versagen!
  • Mose erschlägt einen Menschen! – Und erhält trotzdem die 10 Gebote!
  • usw. usf.

Erinnern wir uns, was sogar die Fürsten im Lichtreiche an den ersten Tagen durchmachten! Da gab es auch falsche Erkenntnisse und Tränen flossen, Sorgen entstanden! Aber alles noch immer „sozial verträglich“! Sogar Sadhana als sozusagen erste Homosexuelle in der Rollenverkehrung, alles war sogar im Lichtreiche noch immer „sozial verträglich“. Die Bereicherung an den eigenen Kindern – über welche sie sich ja selbst liebte: Eigenliebe! Das EGO, der Vergleich, alles noch im Rahmen, dass es keinen Fall geben brauchte! Sadhana als Führende, welche nicht (wie Uraniel) UR an ihrer Seite wählte, sondern selbst gehen wollte! Ein VERSAGEN im HIMMEL. Ein NICHT-SCHAFFEN auch im Himmel! Bis zu allerletzt hätte es im Himmel auch ein Erkennen und Umkehren geben können (Und die Befehlsengel hätten die Scham nach Hause getragen!). Ohne Fall. Ohne Opfer.

Und genau jenes dürfen wir nun aus „urbedingt“ auf „fallbedingt“ übertragen! Wenn UR das dem Kinde im Lichtreich gestattete, dass es versagte – jetzt ohne Fall zu sehen bitte! Sondern in der „sozialen Verträglichkeit“, dass das alles noch im Lichtreiche Raum und Zeit finden durfte, dann soll uns das in der Materie nicht gewährt sein!? Jeder urteile selbst!

Und genau hier gibt es eine Grenze: Das Ergebnis, die letzte Konsequenz, wenn auch der Weg tapfer gegangen wurde (Frodo)! Und selbst hier MUSS nach einem Versagen weitergetragen und ertragen werden – und genau das meine ich! Anders gesagt: Wer, der die Trilogie gesehen hat und das Ende von „Der Herr der Ringe“ kennt, würde Frodo verurteilen? Oder ihm dankbar für seinen Weg sein, obgleich er schlussendlich der Versuchung verfiel?

Wer würde Adam und Eva böse sein? Und genau darum ist es mir wichtig dieses TRAGEN und ERTRAGEN so mit einzubeziehen: Weil nur über das Personhafte die prinziphaft böse Seelenkraft schlussendlich erlöst werden kann. Also braucht die Seelenkraft einen Träger, deshalb TRAGEN und ERTRAGEN, wenn schon nicht anderes mehr möglich ist!


Selbstmord – und was dann?!

Und deshalb sagt das ja auch VATER ganz deutlich: Kein Selbstmord!!!! Denn ER braucht die personhaften Träger, damit diese Seelenkraft erlöst wird! Es geht da nicht nur darum, dass dann in den Seelenreichen unendlich lange Zeiten vonnöten wären! Es geht auch darum, dass ER dann nicht erlösen kann! Er braucht uns als TRÄGER! Damit der OPFERTRÄGER dem Lastenträger in der Gerichtswaage die Erlösung in die Waagschale legen kann!!!

Und dann wird verständlich: Gerne würde man da oft die Luft anhalten! Oft gibt es Situationen, in welchen ich Vater bitte: Lass gut sein, lass Abend werden, der Tag war schon viel zu lang! Es ist genug! Und in diesem: Alles geht nicht, muss es aber auch sein dürfen einmal zu sagen: Ich schaffe das nicht, Sam!

... denken, dass man es nicht schaffe, darf nicht Raum gewinnen (? – warum darf es das nicht einmal?), ... das Himmelreich will erkämpft werden... das ist unser Part ... das ist die Zeit, wo es darauf ankommt, was man daraus macht...

Da haben wir die Gabelung, welche ich eingangs bei diesem Punkt nannte! Ja, alles geben, keine Frage! Doch auch erkennen, wenn es einmal nicht mehr geht! Wieder Kraft gewinnen. Einen Sam an seiner Seite zu haben, der dann genau eine solche Rede hält und einen schlussendlich sogar selbst ein Stück weit trägt. Auch das meine ich mit Tragen und Ertragen, wenn es am eigenen Weg einfach einmal nicht mehr geht! Und wem von uns ist es nicht auch schon so ergangen!? Da brauchen wir dann keinen Sam, der uns sagt, dass dieser Gedanke keinen Raum gewinnen darf! Denn dann genau entsteht jener Druck des Kampfes gegen die Sünde, dass diese die Überhand gewinnt und auch schlussendlich gewinnt. Hier brauchen wir einen Sam, der von zerlieben spricht, der einem auch die Freiheit einräumt, auch ein Stück weit einmal nur tragen und ertragen zu dürfen. Wie es UR schon im Lichtreiche mit den Fürsten und Sadhana tut, dass es auch Falschtaten geben darf und auch gibt. Es geht um das Tragen der Last des Lastenträgers, damit der Opferträger ihm gegenüber die Erlösung aussprechen kann: Erlöst und vergessen, Mein Kind! Aber es bedarf einen Träger der Materie, soll die Materie erlöst werden! Und um das geht es primär damit verbunden, dass darauf das Werk weitergeführt werden kann! Alles andere verursacht oft zu starken Druck im Kampf gegen die Sünde und oftmals siegt dann auch die Sünde!

Doch auch ich selbst freue mich, wenn ich dem Freund einmal schreiben kann: Ich schaffe das nicht! Und dann keinen Druck bekomme, sondern einen Zuspruch, dass es zumindest eine Zeit lang auch sein darf, dass ich trage und ertrage, schlussendlich auch mich selbst ertrage (Sadhana: Willst Du mich erlösen, dann erlöse mich von mir!) Dass ich wieder Kraft gewinnen darf in dieser Zeit des Tragens. Kraft und Klarheit aus UR-Jesus!

 Frodo stand ja selbst kurz vor dem Selbstmord bzw. dem endgültigen Aufgeben (was aber schlussendlich kein endgültiges Aufgeben ist), auch wenn es kaum als solcher zu erschauen ist – auf den ersten Blick! Wenn man aufmerksam ist, aber eindeutig, vor allem, wenn man den Film kennt, also den Blick des Schauspielers sieht:


Die Zerstörung des Rings:

Frodo: hängt am Abgrund

Sam: (streckt ihm die Hand hin) Gib mir deine Hand!

Ringschrift: wird unter der großen Hitze sichtbar

Sam: Nimm meine Hand!

Frodo: versucht, Sams Hand zu fassen, rutscht aber wegen des vielen Bluts ab

Sam: Nein!

Frodo: schaut traurig zu Sam hoch

Sam: Wehe, wenn du loslässt! Lass ja nicht los! - Bitte!!!  

Frodo: holt Schwung und packt Sams Hand (Zitat Ende, Quelle)

„Wehe, wenn du loslässt! Lass ja nicht los! Bitte!!!“ – Sam hatte erkannt, dass Frodo kurz davor stand loszulassen und DEM ALLEN ein Ende zu setzen! Wer spricht zu uns: „Wehe, wenn Du loslässt! Lass ja nicht los! Bitte!!!“ – Vielleicht hören wir diese Worte, aber zumeist mit einem Zusatz von „dennoch Druck“, vor allem in geistigen Reihen mit dem Überwinden usw. Doch da gibt es genau jenen Punkt, welcher die Thematik all dieser Zeilen ist: Es ist der Punkt, welcher keinen Druck mehr erträgt, sondern nur noch sich selbst im Stande ist zu tragen und zu ertragen!!! Also der Zuspruch von Sam: BITTE!!!!


Und in diesem Zusammenhang eine weitere Ergänzung:

Mittelerde ist gerettet. Der Ring zerstört. Frodo und Bilbo Beutlin (der Onkel von Frodo, welcher einst nach Gollum und vor Frodo in Besitz des Ringes war) sind in einer Kutsche auf dem Weg zum letzten Schiff, welches Mittelerde verlässt und da spricht Bilbo Beutlin zu Frodo – nachdem Frodo einen Monolog hält:

Die Grauen Anfurten:

Frodo: Bilbo sagte mir einmal, seine Rolle würde enden in dieser Geschichte. Man taucht darin auf und verschwindet dann wieder. Bilbos Geschichte war nun erzählt. Für ihn würde es keine Reise mehr geben, bis auf eine.

Gandalf: kommt in einem Planwagen ins Auenland zu den wartenden Hobbits gefahren.

Anm.: Und nimmt Bilbo und Frodo mit auf der Pferdekutschenfahrt zum Hafen, zum Meer, wo das letzte Schiff der Elben, welches Mittelerde verlässt, wartet.

Bilbo: Sag's mir nochmal, mein Junge, wo fahren wir hin?

Frodo: Zu den Anfurten, Bilbo. Die Elben gewähren dir eine besondere Ehre: einen Platz auf dem letzten Schiff, das Mittelerde verlässt.

Bilbo: Frodo? Könnte ich vielleicht meinen alten Ring noch mal sehen, den ich dir gegeben habe?

Frodo: Tut mir Leid, Onkel. Ich fürchte, ich hab ihn verloren.

Bilbo: Oh, so ein Jammer. Ich hätte ihn gerne nochmal in der Hand gehalten. (schläft an Frodos Schulter ein) (Zitat Ende, Quelle)

Gerade im Film sieht man dazu den Gesichtsausdruck von Frodo Beutlin, wenn er sagt: „Tut mir Leid, Onkel. Ich fürchte, ich hab ihn verloren.“ Dieses „verloren“ kann so und so verstanden werden! Ein „verloren“ der gotteswidrigen Macht? Ein „verloren“ der Köstlichkeit der Frucht vom Baum des Lebens, vom dem keinem Kinde gewährt zu essen? Eine Frucht von welcher Frodo aber schlussendlich doch gekostet hat und nun im Prinzip doppeldeutig aber dennoch ehrlich sagt: „Ich fürchte, ich hab ihn verloren.“ Und so verstehen wir die Worte zuvor noch besser, als Frodo sprach: Wie soll man weitermachen … Wie anschließen … Wenn man tief im Herzen …


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