Hindurchschauen

Hindurchschauen

Dennis Pietzek - weltthemen.de

In der Kurzfilmreihe geht es verkürzt um die Erkenntnis, warum wir als Einheit und schauendes Prinzip nicht in physischer Form existieren.

Ich spreche für uns alle, wenn es darum geht den beeinflussten Geist aufzudecken, zu entschlüsseln und die Ergebnisse zu korrigieren. Der Geist, als Membran zwischen Einheit und Trennung, wird vom Wort fehlgeleitet - aus der Beziehung zur Vergangenheit.

Die Identifikation mit Bewusstsein – also der Energie, die durch physische Substanz entsteht – lenkt uns von der Entstehung und Auslöschung der Schöpfung ab. Jeder Mensch erschafft seine eigene Realität als individuelles Produkt seiner selbst, sowohl als Teil eines Ganzen als auch als Ganzes selbst. Dies geschieht gegenüber von Stille als Bewegung, die sich subjektiv in jede Richtung entfaltet, gefordert durch Aufmerksamkeit, dem Fokus der unbeeinflussten Beobachtung.

Die Illusion der Zeit

Wir nehmen die Entstehung und Auslöschung nicht bewusst wahr, weil wir dazu neigen, unseren Körper und die physische Welt als voneinander getrennt zu betrachten, statt als kontinuierlichen Fluss. Ohne die Wahrnehmung der Auslöschung hinterlässt die physische Substanz eine Spur, die sich kontinuierlich überlagert. In einem solchen Zustand würde sich jede Bewegung sofort und ohne Zeitverlust manifestieren. Doch durch unsere Fixierung auf Chronologie, gemessene Zeit und räumliche Geschwindigkeit bleiben wir in der fließenden Zeit gefangen und erkennen nicht, dass der physische Moment der Schöpfung außerhalb von Zeit und Raum existiert.

Der Moment als reine Schöpfung

Ähnlich einem flackernden Licht entsteht oder vergeht etwas in jedem Moment. Die Bewegung im Wechsel von Welle und Teilchen wird durch Beobachtung zum physischen Ausdruck. Subjektiv nehmen wir Quantenschall wahr, jedoch reduziert unser Glaube die individuelle Einheit auf das menschliche Dasein, begrenzt durch die Konzepte von Leben und Tod. Bisher schien Überleben die einzige Alternative zu sein – doch diese Zeit der Wiederholung ist vorbei. Jetzt haben wir die Möglichkeit, den Ablauf selbst zu gestalten und zu verantworten. Jetzt liegt es bei uns selbst und nicht mehr in der Bestätigung der Reflektion, wie dieser Moment aussieht.

Glaube als Zentrum der Beobachtung

Unser Glaube, als fließende Beziehung zur Beobachtung, entsteht aus Nullpunkt-Bewegungen von Schallimpulsen, die ohne fortlaufendes Ereignis entstehen und wieder vergehen. Dieser Prozess erscheint spektakulär, ist jedoch das, was wir als Moment kennen. Wir haben den Moment jedoch nie tiefgehend durchschaut und erleben ihn stattdessen als fortlaufenden Sekundenrhythmus und als Bestandteil eines kontinuierlichen Schöpfungsprozesses. Der Glaube muss in unangefochtene Klarheit korrigiert werden, indem der Körper durch eine konsequente logische Vorgehensweise die konditionierten Strukturen in physische Prinzipien überführt. So wird die Beobachtung als zentrales, unbeeinflusstes Prinzip wahrgenommen, frei von Verzerrungen, Täuschungen, durch Glaubenssysteme und vergangene Erfahrungen.

Diese genannten stehenden und vibrierenden Impulse sind mit allem verbunden. In diesem Moment des Schauens existiert keine Raumzeit, sondern nur die unbeeinflusste Betrachtung in alle Richtungen. Doch unser Geist begrenzt diese Wahrnehmung, indem er sie auf Beziehungen reduziert und vergangene Erfahrungen differenziert. Von diesen unterschiedlichen Bezugspunkten aus entstehen Konzepte, die sich in systemischen und strukturierten Formen manifestieren. Fehlende Verantwortung für Resonanzerfahrungen lenkt zusätzlich von der physischen Realität ab und entfernt uns von der unmittelbaren Schöpfung.

Die Essenz der Beobachtung

Das unendliche Potenzial des Schauens und Hindurchschauens erschafft Raum und Zeit, wenn ein Körper als Grundlage für einen spezifischen Klang dient. Diese Impulse werden durch die fließende Zeit als Information zurückgegeben. In jedem Teilchen finden wir den Ursprung der Schöpfung, das Ereignis selbst und sein Ergebnis. Doch der von Bewusstsein beeinflusste Geist verzerrt diese fundamentale Erkenntnis und verhindert ein tieferes Verständnis der physischen Substanz und der interdimensionalen Umgebung reiner Impulsbewegungen.

Da wir die genaue Mechanik der Quantisierung (Subjekt zu Objekt) nicht verstehen und diese Erkenntnisse der äußeren Wissenschaft überlassen, definieren wir Realitäten, die mit der tatsächlichen physischen Umgebung wenig zu tun haben.

Entladung zeitdifferenzierter Erfahrungen

Unsere begrenzte Erkenntnis entsteht durch spezifische Klänge, die wir nicht direkt aus der physischen Entstehung unseres Körpers erfahren, sondern durch unseren beeinflussten Geist und dessen zeitgebundenes Bewusstsein. Ungewollte Raumverzerrungen werden oft als unangenehm empfunden und vermieden. Doch gerade diese Klänge können, sobald sie ins Physische integriert werden, eine essenzielle Ergänzung für unser Dasein darstellen. Es geht darum, die Struktur, die wir aufgrund unserer Beziehungen zur Umgebung aufgebaut haben, zu entladen und in die physische Realität zu übertragen.

Unberechenbarkeit ist dabei ein Hinweis auf eine bedeutsame Erfahrung, die zur Integration auffordert. Dies kann mit Hilfe des physischen Körpers geschehen, beispielsweise durch bewusste Nutzung der Stimme oder durch gezielte Ausrichtung auf das, was geschehen soll.

Wir verweilen oft in der fließenden Zeit und in gedanklichen Anwendungen, wodurch wir den physischen Moment übersehen. Doch dieser Moment ist die direkte Manifestation von Entstehung und Auslöschung, frei von Raum und Zeit. Er ist das Zentrum der unbeeinflussten Beobachtung – die Essenz dessen, was wir jenseits subjektiver Raumwahrnehmung wirklich sind.

Verantwortung als Moment

Mit einer klaren, stabilen und authentischen Definition übernehmen wir Verantwortung für den Moment. Wir ergänzen uns mit der Umgebung und vollenden die Resonanzstruktur physisch. Denn letztlich geht es darum, den Prozess der Schöpfung abzuschließen und uns als geistige Existenz vollständig ins Physische zu integrieren.

Der Weg dorthin führt über Logik und Vergebung und stellt für Menschen mit einer starken geistigen Ausrichtung die größte Herausforderung dar.

Wie weit wirst du gehen?

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Zum Beitrag: Einheit und Definition

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