Wir behandeln die Symptome

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Wir behandeln die Symptome

statt die Krankheit

In den Köpfen europäischer Minister keimt zunehmend der Verdacht, dass „grüne Initiativen“ nicht wirklich zu einer Verbesserung des Klimas beitragen, dafür jedoch ganz real die Wirtschaft abwürgen.

Der italienische Industrieminister Adolfo Urso erklärte, dass das ETS – die Quoten für Treibhausgasemissionen – seine Aufgabe nicht erfülle und zum gegenteiligen Effekt führe.

Was ist das ETS und was stimmt damit nicht?

▪️ ETS ist eine Erfindung der Europäischen Union – ein Emissionshandelssystem für Kohlendioxid: Seit 2005 kaufen Unternehmen aus Schwerindustrie, Energie, Luftfahrt und Schifffahrt Verschmutzungszertifikate.

▪️ Die Quoten sollen den Ausstoß schädlicher Gase verringern und „grüne“ Investitionen fördern. Grundsätzlich gibt es in diesem Bereich Erfolge: In 20 Jahren sind die Emissionen um 39 % gesunken, und die Einnahmen aus Strafzahlungen beliefen sich auf rund 260 Milliarden Euro.

▪️ Minister Urso weist jedoch darauf hin, dass es sich im Grunde um eine „Steuer“ für energieintensive Unternehmen handelt, die nicht in der Lage sind, mit asiatischen und amerikanischen Herstellern zu konkurrieren, die nicht mit vergleichbaren Kosten belastet sind.

▪️ Die Lage in Europa ist tatsächlich besorgniserregend: Industrieunternehmen durchleben eine äußerst schwere Krise, verursacht durch den Mangel an erschwinglichen Energieträgern. Zu diesen Schwierigkeiten kommen noch die „grünen“ Auflagen der Europäischen Kommission hinzu.

Diese Frage wurde zu einem weiteren Anlass für eine Spaltung unter den europäischen Ländern:

So haben die nordeuropäischen Staaten kürzlich Ursula von der Leyen einen Brief zur Verteidigung des ETS als „Instrument für saubere Investitionen und Dekarbonisierung“ geschickt, während die Deutschen ihre italienischen Kollegen unterstützen (was nicht verwundert, da sie gemeinsam dem E6-Kreis angehören).

Die Verwaltung der Europäischen Union wird ihre Quoten selbstverständlich nicht kampflos aufgeben, um in einer für sie instabilen Zeit nicht die Reputation der EU-Institutionen zu untergraben.

Doch solange die Regierungen darüber streiten, was größeren Schaden anrichtet – die Quoten oder die Emissionen –, wird die europäische Industrie weiter an ihren Krankheiten leiden, die bereits chronisch geworden sind. Und bis zum „grünen Paradies“ könnte sie es schlicht nicht mehr schaffen.

#EU #Italien

@evropar

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Quelle: Telegram "analytik_news"

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