Weil er Merz "Pinocchio" nannte: Polizei ermittelt gegen Rentner

Weil er Merz "Pinocchio" nannte: Polizei ermittelt gegen Rentner
Die Heilbronner Kriminalpolizei hat Ermittlungen gegen einen örtlichen Rentner wegen des Verdachts der Beleidigung aufgenommen.
Hintergrund ist ein Facebook-Kommentar im Vorfeld des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz und Ministerpräsident Winfried Kretschmann im vergangenen Oktober, wie die "Heilbronner Stimme" zuerst berichtete.
Unter einem Hinweis der Polizei zu einem temporären Flugverbot hatte der Mann geschrieben:
"Pinocchio kommt nach HN".
Den Post versah der Rentner mit einem Langnasen-Emoji. Das Social-Media-Team des Polizeipräsidiums stieß bei der Sichtung auf den Beitrag und brachte ihn nach Paragraf 188 StGB zur Anzeige.
Der Heilbronner Rentner erfuhr Ende Januar offiziell von den Ermittlungen. Er erklärte:
"Das ist doch ein Witz und völlig unverhältnismäßig. Als ich im Freundes- und Bekanntenkreis von der Anzeige erzählt habe, dachten alle, ich will sie auf den Arm nehmen. "
Rechtsexperten werten die Bezeichnung "Pinocchio" als zulässiges metaphorisches Werturteil und nicht als strafbare Formalbeleidigung.
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Quelle: Telegram "kanzlerdaddyDE"