Vitamin C - Fakten, Mythen und ein Fazit
Sylvia Preuß
Über kaum ein Vitamin ist so viel bekannt, wie über Vitamin C. Es gibt extrem viel Literatur und Veröffentlichungen darüber, trotzdem gibt es immer noch extrem viel falsches „Wissen“.
Aufgeklärte Menschen, die ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen, wissen, warum entscheidende Wahrheiten über Mikronährstoffe NICHT von öffentlichen Stellen verbreitet werden. Nicht die Natur, sondern die Chemie soll unser Leben bestimmen – zum Wohle der Gewinne der Pharmaindustrie.
Ich möchte heute mal ein paar Fakten zusammentragen, die nicht jedem geläufig sind. Wer viel weiß, kann auch viel umsetzen – und mit verbesserter Gesundheit davon profitieren.
Wir Menschen müssen Vitamin C zuführen.
Das unterscheidet uns von anderen Säugetieren, die fast alle selbst Vitamin C aus Glucose herstellen können. Nur Menschen, Affen und Meerschweinchen können das nicht.
Ein interessanter Sachverhalt, der zum Nachdenken anregen sollte:
Wir werden ja in schöner Regelmäßigkeit in Fernsehsendungen und Veröffentlichungen vor der Einnahme von Vitaminen gewarnt. Die Empfehlungen der DGE und anderer öffentlicher Stellen werden als vollkommen ausreichend erklärt, die man mit normaler Ernährung erreicht.
Unsere nächsten Verwandten im Tierreich sind Menschenaffen. Werden diese im Zoo oder dergleichen gehalten, gibt es natürlich auch Fütterungsempfehlungen.
Erstaunlicherweise betragen diese Empfehlungen ca. das 20fache (!!) der Empfehlungen für den Menschen.
Eine Versorgung mit weniger Vitaminen führt bei den so gehaltenen Affen zu erhöhter Krankheitsrate, vermehrten Infektionskrankheiten und kürzerer Lebenserwartung.
- Upps??
Welchen Stellenwert hat Vitamin C
Jeder weiß (schon aus der Fernsehwerbung) - Vitamin C steigert die Abwehrkräfte. Aber darüber hinaus ist nicht viel bekannt. Ein Glas O-Saft am Tag oder eine Orange, Paprika - und alles ist okay. Aber stimmt das denn wirklich?
Durch lange Lagerung, Ernte in unreifen Zustand, lange Transportwege und Verarbeitung enthalten unsere Lebensmittel nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Vitamin C.
Wir sind, um gesund zu leben, definitiv auf eine Ergänzung angewiesen!!
Fakten
Wetten, dass Sie noch nicht alles wussten?
Schon im Jahr 1920 isolierte der Chemiker Sylvester Salomon Zilva erstmal Vitamin C aus Zitronen, und 1927 gewann der ungarische Biochemiker Albert Szent-Györgyi Vitamin C aus Paprika und Kohl. Ihm verdanken wir die Bezeichnung A-Scorbin-Säure (Säure gegen Skorbut).
Welche Aufgaben hat Vitamin C ?
Machen wir es mal kurz und knapp übersichtlich:
- Vitamin C ist ein wirksamer Schutz vor freien Radikalen
- Es ist an rund 15.000 (!!!) Stoffwechselvorgängen beteiligt
- Ohne Vitamin C geht beim Immunsystem gar nichts
- Vitamin C ist extrem wichtig für die Entgiftung! Es aktiviert die Entgiftung der Leber, bindet Schwermetalle – so dass sie unschädlich gemacht und ausgeleitet werden können.
- Vitamin C mindert die Schäden vom Rauchen und vom Alkoholgenuss, und es beschleunigt den Abbau von Alkohol im Blut
- Vitamin C ist der wichtigste Faktor zur Bildung von Kollagen. Zusammen mit den Aminosäuren Lysin und Prolin sowie Eisen sorgt es für den Aufbau von Bindegewebe. Fehlt Vitamin C ist die Folge ein schwaches Bindegewebe.
- Vitamin C ist wichtig für den Fettstoffwechsel. Es sorgt für die Umwandlung von Cholesterin zu Gallensäure. Wenn zu wenig Vitamin C vorhanden ist, steigt der Cholesterinspiegel! Vitamin C erhöht das HDL Cholesterin und senkt den Triglyceridspiegel und das gesundheitsschädliche Lipoprotein (a).
- Vitamin C sorgt für die Aufnahme und Verwertung von Eisen
- Nur wenn der Körper über genügend Vitamin C verfügt, kann er die erforderliche Menge Schilddrüsenhormon und aus der Aminosäure Tyrosin die Hormone Adrenalin und Noradrenalin, die in den Nebennieren bei Stress ausgeschüttet werden, produzieren.
- Vitamin C wird zusammen mit Vitamin B6 und Niacin benötigt, um die Aminosäure Carnitin zu bilden. Carnitin wird für die Fettverbrennung in den Mitochondrien benötigt, was für die optimale Funktion der Muskelzellen und des Herzmuskels wesentlich ist.
- Vitamin C kontrolliert den Histaminspiegel! Je tiefer der Vitamin-C-Spiegel sinkt, desto höher wird der Histaminspiegel, der wiederum Allergien, Asthma, Magengeschwüre und manche psychische Erkrankungen verschlimmert.
- Glutathion ist ein Antioxidans, bestehend aus drei Aminosäuren. Es entgiftet, stärkt das Immunsystem stärkt und kann andere Antioxidantien regenerieren. Dafür ist aber ausreichend Vitamin C erforderlich.
- Vitamin C ist zusammen mit Vitamin B6 und der Aminosäure Tryptophan beteiligt an der Biosynthese des Neurotransmitters Serotonin, auch „Glückshormon“ genannt.
- Vitamin C hemmt die Bildung von Nitrosaminen aus Nitrit ( z.B. in Wurst und geräuchertem Fleisch, Käse …), die in Magen, Blase und Nasen-Rachenraum zu Tumoren führen können. Hohe Vitamin-C-Konzentrationen zerstören Nitrite und Nitrate und verhindern so die Bildung von Nitrosaminen.
Es gibt noch mehr zu erwähnen – aber ich denke, das reicht aus, um die Wichtigkeit von Vitamin C zu verdeutlichen.
Kommen wir also zur wichtigen Frage:
Wie viel Vitamin C brauchen wir denn nun wirklich am Tag?
Der berühmte Ernährungsexperte Linus Pauling schreibt in seinem Buch "Das Vitamin-Programm":
Ich habe mir diese Auffassung zu eigen gemacht, und auch andere Forscher sind zu ähnlichen Schlüssen gekommen, dass nämlich die für den Menschen optimale Menge Ascorbinsäure sehr stark variieren kann, vielleicht sogar bis zum Achtzigfachen der geringsten Gabe, also von 250 mg bis zu 20 Gramm am Tag oder sogar noch darüber hinaus.
Linaus Pauling nahm bis zu seinem Lebensende täglich 12 g Vitamin C zu sich!
Setzt man die Eigenproduktion von Tieren ohne Stress mit dem Menschen ins Verhältnis, dann käme man rein rechnerisch auf einen Bedarf von 400 – 3000 mg.
Bei Krankheit oder Stress wären es dann 3 – 17 g täglich.
Die Verträglichkeitsgrenze liegt beim gesunden Menschen bei 4 – 15 g am Tag, bei Krankheit jedoch bedeutend höher – sogar bis zu 100 g!
Vitamin C sollte immer über den Tag verteilt eingenommen werden.
Daraus resultierend empfehle ich gesunden Menschen eine tägliche Einnahme von mindestens 3000 mg!
Der Forscher Cathcart empfiehlt, bei Krankheit die oralen Gaben an Vitamin C solange zu erhöhen, bis der Stuhlgang weich ist (bowel tolerance), er machte die Beobachtung, dass die benötigte Menge gerade so hoch ist, dass noch keine Darmbeschwerden (Durchfall, Krämpfe) auftreten. Erst die Menge, die zur Zellsättigung führt, löst Durchfall aus.
Wer hat einen erhöhten Bedarf an Vitamin C?
- Dialysepatienten,
- Hochleistungs- und Freizeitsportler,
- Flugpersonal und Vielflieger,
- Raucher und Alkoholiker,
- Personal in Bestrahlungs- und Röntgeneinrichtungen,
- Menschen, die verstärkt Umweltgiften ausgesetzt sind wie Arbeiter in Chemiefabriken,
- Laborpersonal …,
- Schulkinder,
- Senioren,
- Schwangere und Stillende,
- Menschen mit Fehl- und Mangelernährung,
- Menschen mit psychischen oder physischen Hochleistungen,
- Personen mit hoher Stressbelastung,
- Darmkranke,
- Allergiker
- Krebskranke…
Da bleiben nicht mehr viele übrig, oder?
Und nun noch die Medikamente, die zu einem höheren Verbrauch von Vitamin C führen:
- Acetylsalicylsäure (Aspirin),
- die „Pille“,
- Barbiturate,
- Corticoide,
- Chlortetracyclin,
- Tetracycline,
- Calcitonin,
- Antidepressiva,
- Selenchloridpräparate
Mythen
Ich weiß schon, was jetzt kommt.... „Aber ich habe gehört, dass zu viel Vitamin C“:
- Nierensteine macht
- die Eisenaufnahme stört
- Krebs auslösen
Alle diese Aussagen sind Irrtümer, die natürlich von gewissen Kreisen gern genährt und gefüttert werden.
Dazu hat Rene Gräber einen wunderbaren Artikel geschrieben:
https://www.vitalstoffmedizin.com/irrtuemer-mikronaehrstoffe/
Und noch etwas hält sich hartnäckig:
„Ascorbinsäure ist nicht Vitamin C“
Vitamin C IST Ascorbinsäure. Punkt.
Natürlich kommt Ascorbinsäure in der Natur nicht separat vor, sondern immer in Verbindung mit Bioflavonoiden. Daher ist es natürlich auch sinnvoll, Vitamin C in Verbindung mit diesen zu nehmen. Allerdings kommt man mit reiner Acerola, Hagebutten usw. nicht auf die erforderlichen Mengen. Man kann es aber ganz einfach kombinieren. Oder man greift ganz einfach auf Vitamin C natürlichen Ursprungs MIT Bioflavonoiden zurück, z.B. von sunday natural
https://www.sunday.de/vitamin-c-1000mg-ultra-hochdosiert-natuerlich.html
Fazit
Wir alle könnten viel gesünder leben, wenn wir das grundlegende Wissen über Mikronährstoffe hätten! Natürlich greift dabei eins ins andere – alles ist mit allem verbunden. Es nützt meist nicht viel, EINS zu verändern – wir müssen immer die Gesamtheit sehen.
Unser Körper kann eben nur funktionieren, wenn er alle „Betriebsstoffe“ zur Verfügung hat – ansonsten gibt es auf Dauer Schäden.
Vitamin C ist so ein Stoff, den wir ohne große Kosten und mit wenig Mühe selbst optimieren können. Probieren Sie es aus!
Es gibt extrem viele Erfolgsgeschichten – und glauben Sie mir, Sie werden es ganz schnell spüren!
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