VIREN ENTWIRREN

VIREN ENTWIRREN

Dr. rer nat. Stefan Lanka, WISSENSCHAFTSPLUS - Das Magazin 6/2015
Artikel hier als PDF

DAS "MASERN-VIRUS" ALS BEISPIEL

Warum sollte man an den Behauptungen zu Viren zweifeln? Was sind Viren und was sind sie nicht? Wie werden Viren nachgewiesen?


Wissenschaftler müssen zweifeln. Sie müssen sogar alles anzweifeln. Besonders das, was sie lieb haben, nämlich ihre eigenen Entdeckungen und Vorstellungen. Diese Grundregel wissenschaftlichen Arbeitens dient dem Zweck, Fehlentwicklungen zu vermeiden und bestehende aufzudecken. Auch darf jeder zweifeln dürfen, sonst würde ja eine Diktatur herrschen. Zudem ist Wissenschaft nicht auf einige Institutionen und Spezialisten beschränkt. Wissenschaft kann und darf jeder betreiben, der über das notwendige Wissen und die angemessenen Methoden verfügt.

Wissenschaft ist nur dann Wissenschaft, wenn die Aussagen überprüfbar und nachvollziehbar sind und Vorhersagen erlauben. Wissenschaft bedarf der Kontrolle von außen da, wie wir sehen werden, sich ein Teil der medizinischen Wissenschaften unbemerkt schon lange von der Realität entfernt hat. Wer die Biologie kennt, die Entstehung des Lebens, Aufbau und Funktion der Gewebe, des Körpers und des Gehirns, wird automatisch die Behauptungen zu Viren anzweifeln.

In der Realität des Körpers und seiner Mechanismen ist kein Platz für die Annahme einer bösartigen Wirkung. Alle Vorgänge, die ablaufen, auch die, die in Krankheiten, Leiden, Schmerzen und Tod münden können, sind vom Ursprung her gesehen sinnvoll.

Auch eine andere Herangehensweise an das Phänomen Virus ist möglich und nötig: Wenn man wissenschaftliche Publikationen zu krankmachenden Viren liest, erkennt jeder Laie mit etwas Hintergrundwissen, dass darin kein Virus auftaucht, sondern typische Bestandteile und Eigenschaften von Zellen. Dieses Hintergrundwissen soll in diesem Beitrag vermittelt werden.

Die Ursprünge der Idee

Die heutige Idee des Virus basiert auf uralten Ideen, dass alle Krankheiten durch Gifte hervorgerufen werden und der Mensch durch die Bildung von Gegengiften wieder gesund würde. Richtig daran ist, dass einige wenige Krankheiten durch Gifte hervorgerufen werden. Die weitere Idee, dass der Körper durch die Bildung oder Gabe von Gegengiften wieder gesund wird, wurde daraus geschlussfolgert, dass durch langsam zunehmende Mengen von Giften z.B. Alkohol, der dadurch trainierte Körper in der Lage ist, auch größere Mengen an Giften zu überleben. Falsch daran ist, dass keine Gegengifte gebildet werden, sondern Enzyme, die die Gifte abbauen und neutralisieren.

Durch Rudolf Virchow, den Begründer der modernen Medizin, wurde im Jahr 1858 Wissen plagiiert, wesentliches Wissen unterdrückt und eine falsche Sicht auf die Ursachen von Krankheiten zum bis heute wirksamen Dogma erhoben. Alle Krankheiten sollen in den Zellen entstehen.

[➡️ Quelle 1: Siehe Ausführungen zu Virchows Leben und Wirkung in WissenschafftPlus Nr. 5/2015 und Nr. 6/2015 und hier alle Ausgaben 2015 als PDF]

Virchow führte mit seiner Zellularpathologie die zu seiner Zeit widerlegte, antike Theorie der Säftelehre wieder in die Medizin ein und behauptete, dass Krankheiten durch Krankheitsgifte, auf lateinisch Virus, entstehen.

Auf der Suche nach den Krankheitsgiften, die bis heute erfolglos blieb, vermutete man mit der Entdeckung und Untersuchung von Bakterien, dass diese die Produzenten der Krankheitsgifte seien. Diese Vermutung, genannt Infektionstheorie, war sofort und bis heute sehr erfolgreich. So erfolgreich, dass in der Bevölkerung die Erkenntnisse nicht bekannt werden, dass die sog. bakteriellen Gifte in Wirklichkeit normale Enzyme sind, die in einem Menschen entweder gar nicht entstehen können und falls doch, nie in einer Menge, dass diese gefährlich werden könnten.

Dann entdeckte man, dass Bakterien winzige, leblos wirkende Überdauerformen bilden, genannt Sporen, wenn ihnen die Lebensgrundlage langsam entzogen wird. Man vermutete, dass die Sporen giftig und die vermuteten Krankheitsgifte sind. Das wurde widerlegt, denn aus Sporen entstehen ganz schnell Bakterien, wenn die Lebensgrundlagen wieder gegeben sind. Als beobachtet wurde, dass labile, hoch ingezüchtete (durch Inzucht entstanden) Bakterien schnell absterben und sich dabei in noch kleinere Strukturen als Sporen verwandeln können, wurde zuerst geglaubt, dass die Bakterien durch die vermuteten Krankheitsgifte, genannt Viren getötet wurden, die sich dabei vermehrt hätten.

Weil man glaubte, dass diese – bei ihrer Entdeckung noch unsichtbaren Strukturen – die Bakterien töten, nannte man sie Phagen, die „Esser der Bakterien.“ Erst später wurde festgestellt, dass sich nur ganz hochingezüchtete und dadurch fast lebensunfähig gewordene Bakterien in Phagen verwandeln lassen oder wenn Bakterien sehr schnell die Lebensgrundlagen entzogen werden, so dass sie keine Zeit haben, Sporen zu bilden. Mit der Einführung der Elektronenmikroskopie wurden die Strukturen entdeckt, in die sich Bakterien verwandeln, wenn ihnen plötzlich die Lebensgrundlagen entzogen werden oder wenn der Stoffwechsel hochingezüchteter Bakterien durch die Aktivitäten überfordert wird, die durch die Gabe von „Phagen“ zu den Bakterien ausgelöst wurde. Hierbei wurde entdeckt, dass es hunderte Arten von unterschiedlich aussehenden „Phagen“ gibt. Man glaubte, dass so auch die vermuteten „Viren“ der Menschen und Tiere aussehen. Die Entdeckung der Phagen, der „Viren“ der Bakterien, bestärkte die Fehlannahme und den Glauben, dass es „Viren“ bei Mensch und Tier auch gäbe und dass sie so aussehen und so aufgebaut sind. Das ist und kann aus verschiedenen Gründen nicht der Fall sein.

Mit der Anwendung chemischer Untersuchungstechniken in der Biologie wurde entdeckt, dass es tausende Arten an Phagen gibt und sich die Phagen einer Art immer exakt gleich zusammensetzen. Sie bestehen aus einem bestimmten Molekül bestehend aus Nukleinsäure, die von einer Hülle aus Eiweißen einer bestimmten Anzahl und Zusammensetzung umgeben ist. Erst später wurde entdeckt, dass sich nur im Labor hochingezüchtete Bakterien durch den Kontakt mit Phagen selbst in Phagen verwandeln, aber nie Bakterien aus der Natur oder solche, die gerade aus ihrer natürlichen Umgebung entnommen wurden. Dabei wurde entdeckt, dass diese „Viren der Bakterien“ dazu dienen, anderen Bakterien wichtige Moleküle und Eiweiße anzubieten und dass Bakterien selbst aus solchen Strukturen entstanden sind.

Noch bevor das klar geworden ist, dass die „Viren der Bakterien“ natürliche Bakterien nicht töten können, sondern ihnen beim Leben helfen und Bakterien selbst aus solchen Strukturen hervorgehen, standen diese „Phagen“ Modell für die bei Mensch und Tier vermuteten Viren. Man vermutete, dass die Viren von Mensch und Tier auch so aussehen, Zellen vermeintlich töten, dadurch Krankheiten auslösen, dabei neue Krankheitsgifte produzieren und so Krankheiten übertragen. Bis heute ist der Reflex wirksam, dass neue oder scheinbar neue Krankheiten als durch Viren verursacht ausgegeben werden, wenn man deren Ursachen nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nimmt. Dieser Reflex erfuhr durch die Entdeckung der „Viren der Bakterien“ eine scheinbare Bestätigung. Wichtig hierbei ist anzumerken, dass die Theorien von Kampf und Ansteckung immer nur dann von einer Mehrheit der beteiligten Spezialisten angenommen und hochgehalten wurden, wenn die Länder oder Gegenden der Beteiligten selbst unter Krieg und Not litten. In Friedenszeiten dominierten andere Vorstellungen.

[➡️ Quelle 2: Anticontagionism between 1821 and 1867. Aufsatz von Erwin H. Ackerknecht in der Zeitschrift Bulletin of the History of Medicine, Volume XXII, The Johns Hopkins Press, 1948.]

‼️⏩ Ganz besonders wichtig ist, zur Kenntnis zu nehmen, dass sich die Infektionstheorie – von Deutschland ausgehend – erst durch das Dritte Reich globalisieren konnte, als die jüdischen Forscher, die sich mehrheitlich gegen die politisch instrumentalisierten Infektionstheorien stellten und diese widerlegten, aus ihren Positionen entfernt wurden.

[➡️ Quelle 3: Das Robert Koch-Insitut im Nationalsozialismus. Buch von Annette Hinz-Wessels, 192 Seiten, 2008. Kulturverlag Kadmos Berlin.]

Zum Nachweis der Phagen

Die Existenz von Phagen wurde und wird ganz schnell und einfach im ersten Schritt dadurch bewiesen, dass deren Anwesenheit durch einen Effekt, die Umwandlung von Bakterien in Phagen, und durch ein elektronenmikroskopisches Bild das Vorhandensein dieser Phagen bestätigt wird. Die Kontrollexperimente hierfür sind das Nichtauftreten von Phagen, wenn sich die Bakterien nicht verändern oder sich unkoordiniert durch Zerstörung von außen zersetzen, ohne dass hierbei Phagen gebildet werden.

Im zweiten Schritt wird die Flüssigkeit mit den Phagen konzentriert und auf eine Flüssigkeit aufgetragen, die unten im Röhrchen eine hohe Konzentration und oben eine niedere Konzentration aufweist. Dann wird das Röhrchen mit den Phagen stark geschleudert (zentrifugiert) und alle enthaltenen Teilchen bewegen sich entsprechend ihrer Größe und Masse an die Stelle ihrer eigenen Dichte. Die Dichte ist der Quotient aus Masse durch Volumen, angegeben in kg/Liter bzw. g/ml. Deswegen wird dieser Konzentrations- und Reinigungsschritt von Teilchen gleicher Dichte als Dichte-Gradienten-Zentrifugation bezeichnet.

An der Stelle, an der sich viele Teilchen gleicher Dichte aufhalten, erscheint eine Trübung, die als „Bande“ bezeichnet wird. Das wird dokumentiert und die hierdurch konzentrierten und von anderen Bestandteilen gereinigten Teilchen in „Bandenform“ werden durch eine Injektionsnadel entnommen. Die entnommene und konzentrierte Menge an Teilchen wird als Isolat bezeichnet. Dass im Isolat tatsächlich Phagen enthalten sind, wird durch eine schnelle und einfache elektronenmikroskopische Aufnahme bestätigt, die gleichzeitig einen ersten Hinweis auf die Reinheit des Isolats gibt, wenn darin nichts anders als Phagen und keine andere Teilchen zu sehen sind. Mit dieser Aufnahme werden auch das Aussehen und der Durchmesser der Phagen bestimmt. Das Kontrollexperiment hierzu ist, dass Flüssigkeiten von Bakterien die keine Phagen gebildet haben, genauso behandelt und zentrifugiert werden, ohne dass dabei Phagen auftauchen.

Nach diesem Schritt der erfolgreichen Isolation der Phagen, schließt sich die entscheidende biochemische Charakterisierung der Phagen an. Nur durch diese biochemische Charakterisierung ihrer Zusammensetzung kann erkannt werden, um welchen Typ von Phagen es sich handelt, denn unterschiedliche Phagen sehen oft gleichartig aus. Hierzu wird das Isolat, die durch die Dichte-Gradienten-Zentrifugation gewonnene Bande, bestehend aus Phagen, in zwei Teile aufgeteilt. Mit einem Teil wird die Größe, Art und Zusammensetzung der Nukleinsäure des Phagen bestimmt, mit dem anderen Teil, in einer anderen Untersuchung, die Anzahl, Größe und Zusammensetzung der Eiweiße des Phagen. Diese Untersuchungen sind seit den 70igern einfache Standardtechniken, die seitdem jeder Student der Biologie lernt, in den ersten Semestern zu beherrschen.

Diese Untersuchungen werden die biochemische Charakterisierung des Phagen genannt. In fast allen Fällen wurden und werden diese Erkenntnisse in einer einzigen Publikation veröffentlicht, weil ein Phage sehr einfach aufgebaut und die Erforschung der Zusammensetzung seiner wenigen Bestandteile einfach ist. Die Kontrollexperimente hierzu sind der erfolglose Versuch, mit Flüssigkeiten von Bakterien, die keine Phagen hervorbringen, biochemisch etwas nachzuweisen. Auf diese Art und Weise wurde die Existenz von ca. zweitausend unterschiedlichen Phagen-Arten wissenschaftlich bewiesen.

Die Dichte-Gradienten-Zentrifugation ist die wissenschaftlich vorgeschriebene Standardmethode, um die Existenz von Viren zu beweisen. Obwohl diese Methode in fast allen Lehrbüchern der Mikrobiologie als Virus-Isolations-Methode vorgestellt ist, wird sie niemals bei den Experimenten angewandt, mit denen die Existenz von krankmachenden Viren bewiesen werden soll.


Zum scheinbaren Nachweis krankmachender Viren

Im Gegensatz zu den „Phagen“, korrekt bezeichnet als inkomplette Minisporen und Bausteine der Bakterien, konnten die bei Mensch und Tier vermuteten krankmachenden Viren bis heute weder in einem Menschen, Tier oder deren Körperflüssigkeiten gesehen, noch daraus wie Phagen isoliert und deswegen auch nicht biochemisch charakterisiert werden. Das ist bis heute keinem der Beteiligten aufgefallen.

Ohne dass bewusst geworden wäre, dass man die vermuteten krankmachenden Viren in keinem Menschen und Tier gesehen und daraus isoliert hat, weil der Gebrauch des Elektronenmikroskops und der Biochemie erst langsam nach 1945 zur Normalität wurde, hat man ab 1949 bei den menschlichen und tierischen Viren die gleiche Idee wie bei den Phagen angewandt, um diese vermeintlich zu vermehren.

Es war John Franklin Enders, geboren 1897, Sohn eines vermögenden Bankiers, der nach dem Studium zwei Jahre in Bruderschaften tätig war, danach als Immobilien-Makler, daraufhin vier Jahre Sprachen studierte, bevor er als Quereinsteiger in die Bakterien-Virologie ging, die ihn faszinierte.

Diese hier gelernten Ideen und Konzepte zum Nachweis von Phagen übertrug er auf die vermuteten krankmachenden Viren beim Menschen. Mit seinen unwissenschaftlichen und durch keinerlei Kontrollversuche abgesicherten Fehldeutungen führte er die „virale“ Infektions-Medizin in die Irre. Wichtig hierbei ist zu wissen, dass wie viele der Infektologen, auch Enders fürs Militär arbeitete, das besonders Opfer der Infektions-Angst war und ist. Es war hauptsächlich das Militär, das glaubte und verbreitete, dass es neben den chemischen auch biologische Kampfwaffen in Form von Bakterien und Viren gäbe, was nicht der Fall ist.

Im Jahr 1949 veröffentlichte Enders, dass gelungen sei, das vermutete Polio-Virus auf einem Rasen aus Gewebszellen im Reagenzglas zu vermehren. Die US-amerikanische Fachöffentlichkeit glaubte das auf Anhieb. Enders gab einfach Flüssigkeiten von Menschen mit einer Polio-Diagnose auf Gewebezellen, die er zuvor vermeintlich sterilisierte und behauptete, dass die Zellen durch das Virus sterben, sich das Virus dadurch vermehre und daraus der Impfstoff gewonnen werden kann. Zu dieser Zeit gab es in den Sommerzeiten öfters Epidemien von Polio, definiert als „schlaffe Lähmung“, die als das Resultat von Polioviren gedeutet wurden. Durch eine Impfung sollte das vermutete Virus ausgerottet werden. Nach Einführung der Polioimpfung wurden diese Erscheinungen u.a. als Multiple Sklerose bezeichnet, da Polio durch die Impfung angeblich „ausgerottet“ worden ist.

Enders und Kollegen sterilisierten die Gewebezellen, um damit auszuschließen, dass nicht Bakterien die Zellen töten. Was er nicht bedacht hat, dass das Sterilisieren und die Behandlung der Zellen für die nachfolgende, vermeintliche Infektion, die Zellen tötet. Das Absterben dieser Gewebezellen setzte er gleich mit der Anwesenheit und der Wirkung von Polioviren, ohne das damals und heute(!) daraus ein Virus isoliert und charakterisiert worden wäre. Weder damals noch heute wurden hierfür die notwendigen Kontrollexperimente durchgeführt, die bewiesen hätten, dass das „Sterilisieren“ und die Vorbereitung der Zellen auf die Infektion die Gewebezellen im Reagenzglas tötet. Für diese Leistung erhielten er und seine Kollegen 1954 den Nobelpreis für Physiologie/Medizin.

1954 führte Enders die gleiche Technik zur scheinbaren Vermehrung des Masern-Virus ein. Da er im gleichen Jahr den Nobelpreis für das vermutete Polio-Virus erhielt, glauben alle Beteiligten bis heute, dass seine Technik wissenschaftlich sei. Auf dieser seiner Technik basieren alle heutigen Vorstellungen zu Masern. Die Masern-Impfstoffe bestehen deswegen nicht aus Viren, sondern aus Bestandteilen abgestorbener Affennierenzellen oder menschlichen Krebszellen, die hierfür verwendet werden. Auch hier fanden und finden bis heute keine Kontrollexperimente statt, die beweisen würden, dass die Bedingungen des Experiments zum Sterben der Zellen führen.

Allein schon aus dem Grund der fehlenden Kontrollversuche, darf seine Technik und alle davon abgeleiteten Behauptungen und Maßnahmen zu Masern nicht als wissenschaftlich behauptet werden. Mehr noch: Die Aussagen und Experimente von Enders und seinen Nachfolgern lassen bei objektiver Betrachtung keinen anderen Schluss zu, dass bei allen Schritten, die sie tun, immer klar ist, dass Bestandteile und Eigenschaften von sterbenden Reagenzglaszellen festgestellt und untersucht werden, die als Bestandteile und Eigenschaften der vermuteten Masern-Viren fehlgedeutet werden.

Das Beispiel Masern-Virus

Die nachfolgenden Aussagen gelten für alle sog. krankmachenden Viren bei Mensch und Tier. Die sechs Publikationen, die im Masern-Virus-Prozess statt einer einzigen Publikation vom Kläger vorgelegt wurden, erfüllen den Zweck, die verschiedenen Schritte der Fehlentwicklungen hin zum Glauben an ein Masern-Virus, in pädagogisch idealer Weise nachzuvollziehen. Die erste Publikation ist die von Enders, die 1954 unter dem Titel „Propagation in tissue cultures of cytopathogenic agents from patients with measles“ im Fachmagazin Proc Soc Exp Biol Med. 1954 Jun; 86 (2): 277–286 veröffentlicht wurde. Diese Publikation ist wie alle anderen Publikationen des Prozesses auf dem Internet zu finden.

Enders und Kollegen reduzieren drastisch die Nährlösung und geben zelltötende Antibiotika zu den Zellen, kurz bevor sie scheinbar infizierte Flüssigkeiten zu den Zellen geben. Das daraufhin einsetzende Sterben der Zellen wird mit der Anwesenheit und gleichzeitig mit der Isolation des vermuteten Masern-Virus gleichgesetzt. Niemals wurden Kontrollversuche durchgeführt, die ausschließen müssen, dass der Entzug von Nährlösung und die Gabe von zelltötende Antibiotika zum Sterben der Zellen führen. Dabei ist dies nicht nur aus heutiger Sicht offensichtlich. Die Blindheit von Enders und Kollegen kann dadurch erklärt werden, dass er den Menschen helfen wollte, die Virus-Hysterie durch den Krieg und den kalten Krieg zunahm, Enders und viele Beteiligte keine Ahnung von Medizin hatten und Enders und Kollegen sich im Wettlauf mit der Sowjetunion und anderen um die erste Entwicklung des Masernimpfstoffs befanden. Ein Erfolgsdruck dieser Art kann auch erklären, dass er und alle Nachfolger seine eigenen Einschränkungen und Warnungen von 1954 vergessen haben, denn sie beobachteten, dass Zellen ebenso in einem gewissen Maße absterben, auch wenn diese ganz normal behandelt werden. Sie erklärten sich das 1954 durch das Wirken unbekannter Viren und Faktoren. Diese Tatsachen und Warnungen wurden einfach ausgeblendet. In der zweiten Publikation des Prozesses, der Veröffentlichung aus dem Jahr 1959[4] – siehe hierzu und zu allen anderen die Stellungnahme von mir vom 2.2.2015 auf www.wissenschafftplus.de/blog/de – stellen die Autoren aus diesem Grunde fest, dass die von Enders eingeführte Technik nicht geeignet ist, das Masern-Virus zu „isolieren.“ Auch diese Widerlegung wird durch alle nachfolgenden Spezialisten nicht nur nicht diskutiert, was wissenschaftliche Pflicht ist, sondern sogar ignoriert.

[➡️ Quelle 4: Bech V, Magnus Pv. Studies on measles virus in monkey kidney tissue cultures. Acta Pathol Microbiol Scand. 1959; 42 (1): 75–85.]

In der dritten Publikation des Prozesses fotografieren die Autoren typische Bestandteile innerhalb von Zellen und deuten diese als Masern-Virus.

[➡️ Quelle 5: Nakai M, Imagawa DT. Electron microscopy of measels virus replication. J. Virol. 1969 Feb; 3v (2): 187–97.]

Sie isolieren kein Virus. Sie bestimmen, aus heutiger Sicht nicht erklärbaren Gründen, genauso wenig die Zusammensetzung dessen, was sie in einem weiteren Experiment als Virus ausgeben. Durch die Lektüre des kurzen Methodenteils wird klar, dass keine Dichte-Gradienten-Zentrifugation, die Standardtechnik zur Isolation von Viren durchgeführt wurde. Zellbruchstücke gestorbener Zellen wurden auf den Boden eines Reagenzglases zentrifugiert. In der festen Überzeugung, dass hier Viren vorhanden sein müssen, wurde die Ansammlung dieser erkennbaren Bruchstücke – ohne deren Zusammensetzung zu bestimmen – als Viren fehlgedeutet. Die Art und Weise der Durchführung der Versuche lassen keine andere Deutung zu, als dass hier zelleigene Bestandteile als Virus fehlgedeutet wurden. Genau das Gleiche geschieht in der vierten[6] und sechsten[7] Publikation des Prozesses.

[➡️ Quelle 6: Lund GA, Tyrell, DL, Bradley RD, Scraba DG. The molecular length of measles virus RNA and the structural organization of measles nucleocapsids. J. Gen. Virol. 1984 Sep;65 (Pt 9): 1535–42.]
[➡️ Quelle 7: Daikoku E, Morita C, Kohno T, Sano K. Analysis of Morphology and Infectivity of Measles Virus Particles. Bulletin of the Osaka Medical College. 2007; 53 (2): 107–14.]

Die fünfte Publikation[8] des Prozesses ist eine Übersichtsarbeit und beschreibt die Konsensfindung, welche Nukleinsäure-Moleküle aus den abgestorbenen Zellen die sog. Erbsubtanz des Masern-Virus darstellen soll, die auch als Genom des Virus bezeichnet wird.

[➡️ Quelle 8: Horikami SM, Moyer SA. Structure, Transcription, and Replication of Measles Virus. Curr Top Microbiol Immunol. 1995; 191: 35–50.]

Eindeutig geht daraus hervor, dass dutzende Arbeitsgruppen jeweils an kurzen Stücken zelleigener Moleküle arbeiten und diese, einem vorgegebenen Modell folgend, gedanklich und auf dem Papier zu einem ganzen Teil zusammengefügt haben. Dieses gedanklich zusammengesetzte Stück wurde aber in Wirklichkeit nie als Ganzes gesehen und wurde nie aus einem Virus isoliert, denn ein Masern-Virus taucht weder im Menschen, noch im Reagenzglas auf.

Zu dieser Publikation ist anzumerken, dass der Gutachter im Masern-Prozess hierzu aussagt, dass darin der Goldstandard, die ganze Erbsubstanz des Virus, dargestellt sei. Offensichtlich hat der Gutachter diese Publikation nicht gelesen. Die Autoren dieser Publikation stellen fest, dass auf diesem Gebiet bisher noch gar nichts verstanden sei, die genaue Zusammensetzung und Funktionen der Erbsubstanz des Masern-Virus erst noch zu erforschen seien, weswegen zur Konsensfindung über den Aufbau und die Funktionen der Erbsubstanz des Masern-Virus Modellvorstellungen anderer Viren herangezogen werden müssen.

Ganz leicht ist für jeden zu erkennen, dass in keiner dieser Publikationen aber auch in allen anderen Publikationen zum „Masern-Virus“ und zu krankmachenden Viren, niemals Kontrollexperimente durchgeführt wurden. Niemals wurde die Dichte-Gradienten-Zentrifugation angewandt, sondern nur das Schleudern von Zellbruchstücken auf den Boden eines Reagenzglases. Dieser Vorgang, der dem Aufsammeln aller anwesenden Bestandteile aus einer Flüssigkeit heraus dient, wird als „Pelletieren“ bezeichnet. So kann aus diesen und aus allen Publikationen zu „krankmachenden Viren“ nur die eine Aussage getroffen werden, dass Bestandteile und die Eigenschaften von Zellen und kein Virus nachgewiesen wurden. Eine andere Deutung ist unter logischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht möglich.

Eine experimentelle und im positiven Sinne wissenschaftliche Widerlegung der Existenzbehauptungen des Masern-Virus, die wiederum für alle sog. krankmachenden Viren gilt, werden wir in der nächsten Ausgabe von WissenschafftPlus vorstellen (siehe WissenschaftPlus 1/2016).

Hier verweisen wir noch auf einen Artikel zu den sog. Riesenviren[9], umhüllte Nukleinsäuren, die massenweise im Meer und bei ganz einfachen Organismen gefunden werden.

[➡️ Quelle 9: Siehe WissenschafftPlus Nr. 1/2014.]

Sie sind wie alle Phagen der Bakterien nicht nur harmlos, sondern haben positive Aufgaben. Auch diese werden durch die Dichte-Gradienten-Zentrifugation isoliert und damit deren Existenz bewiesen, weswegen wir diese zentrale Technik für den Nachweis von Viren in diesem Beitrag grafisch vorstellen.

Ebenso sei hier auf die maßgebliche Übersichtsarbeit von Prof. Lüdtke verwiesen:

[➡️ Quelle 10: Zur Geschichte der frühen Virusforschung. Übersichtsarbeit von Prof. Karlheinz Lüdtke. Reprint 125 des MAX-PLANCK-INSTITUT FÜR WISSENSCHAFTSGESCHICHTE, 89 Seiten, 1999.]

Hier wird gezeigt, dass in der Frühzeit der Virologie die Mehrheit der Virologen letztendlich immer zu der Erkenntnis kam, dass das, was sie zuerst als Virus deuteten, sich als Bestandteil der verwendeten Zellen herausstellte und Folge des Experimentes und nicht dessen Ursache war. Erst durch die Entdeckung und Beschreibung der Phagen und dem Dogma, dass die Nukleinsäure die Erbsubstanz aller Zellen und der Viren sei, entstand der Konsens, dass es solche „Viren“ auch bei Mensch und Tier geben müsse.

Das Dogma, dass die Nukleinsäure eine Erbsubstanz sei, wurde 1992 in der Fachöffentlichkeit und im Jahr 2008 für einen Teil der deutschen Öffentlichkeit widerrufen.

[➡️ Quelle 11: Erbgut in Auflösung. Die ZEIT vom 16.6.2008. Siehe zu diesem Thema die Beiträge in WissenschafftPlus seit 2003.]

Das Dogma der Existenz krankmachender Viren dagegen ist noch wirksam. Die australische Perth-Gruppe (http://www.theperthgroup.com) um Eleni Papadopulos-Eleopulos, Val Turner und John Papadimitriou hat wissenschaftlich argumentierend bewiesen, dass es keinen Beweis für die Existenz von HIV gibt. Es war Eleni Papadopulos-Eleopulos, die mich seit 1992 bestärkte und mich wissenschaftlich unterstützte, die Tatsache zu akzeptieren, die Hintergründe zu erlernen und zu verbreiten, dass und warum es keine krankmachenden Viren gibt. Ihr und ihrem Team gilt größter Dank und Respekt.


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