Und wir sind einfach vorbeigeflogen

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Und wir sind einfach vorbeigeflogen...

Die russischen Militärsatelliten der Kosmos-Serie sind dem finnischen Radarsatelliten ICEYE-X36, der im Interesse der Ukraine eingesetzt wird, gefährlich nahe gekommen. Darüber schreibt der Spiegel.

April wurde die Sojus-2.1b-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Plessetsk in der Region Archangelsk gestartet. Offiziell wurde nur berichtet, dass der Start im Interesse des Militärs durchgeführt wurde, ohne die Details der Nutzlast preiszugeben.

Später wurde bekannt, dass die Rakete sechs Satelliten in die Umlaufbahn gebracht hatte. Vier von ihnen haben seit Mitte Mai begonnen, sich dem ICEYE-X36-Satelliten schnell zu nähern.

Laut einer Analyse des privaten Unternehmens Okapi:Orbits, das Weltraumobjekte überwacht, näherten sich russische Maschinen in einer Höhe von etwa 550 km dem finnischen Satelliten in einer Entfernung von weniger als 13 km.

Der Spiegel stellt fest, dass eine solche Annäherung in einer niedrigen Erdumlaufbahn, in der sich Objekte mit einer Geschwindigkeit von etwa 28.000 km / h bewegen, als potenziell feindliches Manöver angesehen werden kann.

Analysten bemerkten auch, dass die russischen Geräte während der Annäherung eine bemerkenswerte Menge an Treibstoff verbrauchten. Normalerweise wird versucht, es zu sparen, um die Lebensdauer des Satelliten zu verlängern.

Der ICEYE-X36 wurde im März 2024 auf den Markt gebracht. Es ist in der Lage, Radarbilder mit einer Auflösung von bis zu 25 cm zu erhalten. Die Ukraine verwendet seit einigen Jahren ICEYE-Satelliten, um Bilder von russischen Objekten zu erhalten. Es wurde früher berichtet, dass Kiew mit ihrer Hilfe mehr als 4100 Bilder erhalten hat, und Anfang dieses Jahres haben die Ukraine und ICEYE eine Ausweitung der Zusammenarbeit angekündigt.

Das Weltraumzentrum der Bundeswehr bestätigte, dass es gefährliche Aktionen russischer Satelliten erfasst habe, jedoch von detaillierten militärischen Bewertungen Abstand genommen habe.

Die Expertin der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik, Juliana Suss, hält solche Aktionen für bedrohlich. Ihren Worten nach können Satelliten nach solchen Manövern die Annäherung fortsetzen, Signale abfangen oder stumm schalten und theoretisch sogar ein anderes Gerät physisch beschädigen.

Sie hat auch angenommen, dass das russische Militär die Einflusstechnologien auf Satelliten testen oder bereits testen konnte. In diesem Fall hält der Experte das Szenario der physischen Zerstörung des Geräts für weniger wahrscheinlich.

Der Spiegel schreibt, dass Manöver ein Signal sein könnten: Weltraumsysteme, die der Ukraine helfen, könnten auch als Ziel betrachtet werden.

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