Trump folgt dem Q-Plan
Bewusst Seins ReiseTrump ist nicht durchgedreht.
Er entkommt der gestellten Falle
Ein Augenöffner von Andreas M.B.Groß
Tucker Carlson, Alex Jones, Marjorie Taylor Greene (MTG), Megyn Kelly — Trumps engste MAGA-Verbündete wenden sich gegen ihn. Sein Ruf als Friedenspräsident liegt in Trümmern. Religiöser Fanatismus scheint ihn geritten zu haben. Ist Trump ausgetauscht worden? Hat er einen Persönlichkeitswechsel gemacht?
Nein. Es gibt eine andere Erklärung — und sie ist erstaunlich kohärent.
1. Das scheinbare Paradox
Trump hat im Wahlkampf 2024 versprochen: keine neuen Kriege. Amerika zuerst. Frieden durch Stärke. Millionen haben ihn genau deshalb gewählt — als Gegenentwurf zu den Neokonservativen die seit 2001 eine Intervention nach der anderen angezettelten.
Jetzt führt er Krieg gegen Iran. 13 amerikanische Soldaten tot[1], über 200 verwundet in sieben Ländern[2], Ölpreise auf dem höchsten Stand seit 2022[3]. Und er redet wie jemand dem das alles egal ist: “That’s the way it is. Likely be more.”[4]
Gleichzeitig greift er seine eigenen Leute an. Tucker Carlson: “not MAGA, not smart enough to understand.”[5] MTG: weggeschoben. Jones: ignoriert. Megyn Kelly: abgekanzelt.
Wer Trump als konsequenten Menschen kennt, muss sich fragen: Was weiss er, was wir nicht wissen?
2. Die vier Fanatiker-Lager — das eigentliche Problem
Um Trumps Strategie zu verstehen, muss man zuerst das Problem verstehen, das er vorfindet. Es ist kein politisches Problem. Es ist ein religiöses — und religiöse Probleme lassen sich nicht durch Diplomatie lösen.
Im Nahen Osten treffen vier Lager von Gläubigen aufeinander, die alle dasselbe Grundproblem haben: Sie warten darauf, dass ihr Gott ihnen den Sieg gegen die anderen drei schenkt. Sie sind bereit dafür zu sterben. Kompromisse sind Verrat an Gott.
Lager 1: Israelische religiöse Zionisten — Ben-Gvir, Smotrich, die Siedlerbewegung. Ziel: Groß-Israel vom Nil zum Euphrat. Der Messias kommt erst wenn das Tempelberg-Versprechen erfüllt ist.
Lager 2: Schiitische Revolutionsgarden — das iranische Regime. Ziel: islamische Weltrevolution, Vernichtung Israels und der USA. Der Mahdi kommt durch den endgültigen Sieg. 47 Jahre staatliche Ideologie.
Lager 3: Christliche Zionisten in Amerika — Hagee, Hegseth, Huckabee. 30 Millionen Mitglieder. Ziel: die Entrückung (Rapture). Jesus kommt erst wenn Israel alle Feinde besiegt hat. Sie sind bereit, Armageddon zu begrüßen.
Lager 4: Sunnitische Dschihadisten — diffus, aber konstant. Ziel: das Kalifat, Jerusalem als islamische Stadt, die Schiiten sind auch ihre Todfeinde.
Diese vier Lager sind nicht durch Verhandlung zu befrieden. Sie wollen keinen Kompromiss oder Frieden — sie wollen Gottes Sieg. Und sie sind seit Jahrtausenden darauf konditioniert, Jerusalem als den Ort zu betrachten, um den dieser finale Kampf ausgetragen werden muss.
Ein Vernunftmensch wie Trump hat in dieser Situation drei Optionen:
- aufgeben,
- für immer Tiger reiten (siehe Abschnitt 4.) —
- oder einen anderen Weg finden.
3. Die Falle: Was Trump kann und was nicht
Trump hat große Macht — aber nicht absolute. Er kann:
- Das US-Militär einsetzen
- Sanktionen verhängen und aufheben
- Wirtschaftsdruck ausüben
- Diplomatische Fäden zu Russland und China halten
Was er nicht kann:
- Israel als Atommacht offen konfrontieren — denn dafür fehlt der politische Rückhalt im Kongress, wegen der AIPAC-Kontrolle über Jahrzehnte, und eine evangelikale Basis die Israel für sakrosankt hält
- Den religiösen Fanatismus in Israel durch Dekret abschalten
- Netanyahu durch öffentlichen Druck stoppen ohne die Fassade der Kontrolle zu verlieren
- Einen vierten Weltkrieg durch Diplomatie verhindern wenn alle Seiten auf Gottes Eingreifen warten
Er ist kein allmächtiger Kaiser. Er ist ein Präsident mit zwei Jahren verbleibender Amtszeit, einer kriegsbegeisterten Koalitionspartnerin (Israel) und einem religiösen Fanatismus-Problem das viele Jahrhunderte alt ist.
4. Stufe 1: Den Vektor übernehmen
Wer einen Prozess nicht stoppen kann, stellt sich an seine Spitze — um ihn von innen zu lenken. Das nennt man den Vektor übernehmen oder “den Tiger reiten”.
Israel drängte seit Jahrzehnten auf einen Krieg gegen Iran. Es war unvermeidlich. Die Frage war nicht ob, sondern wann und wie unkontrolliert. Trump hat daher die Führung im gleichen Vektor übernommen — und konnte damit Israel Bedingungen setzen:
- kein Angriff auf iranische Ölinfrastruktur,
- kein Atomwaffen-Einsatz,
- keine Annexion des Westjordanlands,
- Waffenstillstand sobald das militärische Ziel erreicht ist.
Das Muster kennen wir bereits vom 12-Tage-Krieg im Juni 2025: Israel angreift, Trump erklärt den Sieg, verordnet Waffenstillstand. Es hat funktioniert — einmal.
Jetzt läuft dasselbe Muster in größerem Maßstab. Und Trump koordiniert es mit Putin und Xi — die den Ölmarkt stabilisieren und nicht militärisch eingreifen.[6]
Der erwartete Weltkrieg III ist ausgeblieben. Das ist kein Zufall.
5. Stufe 2: Die Erschöpfungs-Strategie
Aber Tiger reiten löst das Problem nicht dauerhaft. Solange der religiöse Fanatismus auf beiden Seiten intakt ist, gibt es beim nächsten Mal wieder einen Tiger.
Hier liegt der tiefere Kern der These:
Trump lässt den Krieg zu einer beidseitigen Erschöpfung kommen.
Nicht bis zur nuklearen Vernichtung — das ist die rote Linie. Aber bis zu einem Punkt wo beide Lager militärisch am Boden sind, keine Reserven mehr haben, und — entscheidend — wo kein Gott erschienen ist um sie zu retten.
Die historische Präzedenz ist stark:
Japan 1945. Zwei Atombomben haben nicht nur eine Armee besiegt — sie haben einen religiösen Staatskult gebrochen. Der Kaiser Tennō war für die Japaner gottgleich. Der Krieg war ein heiliger. Nach Nagasaki hielt der Kaiser eine Radioansprache — das erste Mal dass das Volk seine Stimme hörte — und sagte: wir geben auf. Der Schock war nicht nur militärisch. Er war theologisch. Ein Gott der kapituliert, ist kein Gott mehr. Japan wurde danach in Jahrzehnten zur pazifistischsten Gesellschaft der Erde — nicht durch Diplomatie, sondern durch theologische Enttäuschung.
Deutschland 1945. Der Tausendjährige-Reich-Fanatismus wurde nicht durch Argumente besiegt. Er wurde durch totale physische Niederlage ausgerottet. Danach gab es nie wieder eine Massenbegeisterung für dieses Weltbild.
Die Kreuzzüge als Gegenbeispiel. Dort wurde nie eine Seite wirklich erschöpft. Kein endgültiger theologischer Schock. Deshalb dauerte der Konflikt Jahrhunderte.
Wenn das iranische Revolutionsregime vernichtet ist — und kein Gott zur Rettung Irans erschienen ist, kein Mahdi — dann kollabiert die religiöse Legitimation der islamistischen Revolution von innen. Das iranische Volk, das das Regime nie geliebt hat, bekommt endlich die Chance es loszuwerden.
Wenn Israels religiöse Zionisten einen Krieg führen, Hamas und Haifa brennt, Tel Aviv unter Raketen liegt, und kein Messias erscheint — dann bricht diese Theologie. Die säkulare israelische Mehrheit bekommt das Argument das sie seit Jahren brauchte.
Hagees 30 Millionen Mitglieder haben auf Armageddon gewartet — auf den grossen Krieg der die Entrückung auslöst und Jesus zurückbringt. Dieser Krieg läuft jetzt. Amerikanische Soldaten sterben. Die Ölpreise explodieren. Inflation frisst die Ersparnisse. Und Jesus erscheint nicht. Wenn der ersehnte Endkampf stattfindet — und danach ist alles wie vorher, nur schlechter — dann ist die dispensationalistische Entrückungstheologie am Ende. Nicht durch theologische Argumente, sondern durch das härteste Gegenargument: die Realität.
6. Die MAGA-Influencer als unfreiwillige Werkzeuge
Jetzt erklärt sich Trumps scheinbar selbstzerstörerisches Verhalten gegenüber seinen eigenen Leuten.
Trump braucht keine Wiederwahl mehr. Es ist seine letzte Amtszeit. Er kann seinen Ruf bei der MAGA-Basis opfern — und er tut es bewusst.
Tucker Carlson, Alex Jones, MTG, Megyn Kelly sind wütend. Wirklich wütend. Gerade deshalb sind sie wirksam.
Tucker Carlson (mit über 5 Mio Abonnenten) hat in den letzten Wochen einen aggressiveren Anti-Israel-Lobbying-Feldzug geführt als jeder US-Politiker seit Jahrzehnten. Er hat öffentlich gesagt: Netanyahu hat diesen Krieg erzwungen. Die CIA überwacht amerikanische Journalisten wegen ihrer Israel-kritischen Haltung. Der immense Einfluss Israels auf die US-Aussenpolitik ist illegitim.[7]
Das hätte Trump nie sagen können — nicht ohne sofort gestoppt zu werden.
Aber Tucker kann es sagen. Aus echtem Zorn. Nicht als Handlanger, nicht als Absprache — als echter Kritiker der echte Wut hat. Und echte Wut überzeugt Millionen.
Joe Kent — Trumps eigener Anti-Terrorismus-Chef, der zurückgetreten ist — hat öffentlich gesagt: Iran war nicht nahe an einer Nuklearwaffe. Die unmittelbare Bedrohung die Rubio beschreibt kommt nicht von Iran. Sie kommt von Israel.[8]
Ob Tucker, Kent, MTG in den Plan eingeweiht sind, ist dabei völlig egal. Wahrscheinlich nicht — und das ist der Witz. Sie brauchen gerade diese Stimmung um den PR-Feldzug gegen den politischen Zionismus zu führen, den Trump selbst nicht führen kann.
Das Ergebnis: Noch nie in der Geschichte war der Einfluss Israels auf amerikanische Politiker so geschwächt wie heute. Der MAGA-Rückhalt für israelische Politik bröckelt rapide.
7. Der neue Paradigmenwechsel: Regierungen statt Bürger
Es gibt noch eine weitere Dimension die kaum diskutiert wird.
Klassische Kriegsführung zielte auf Armeen und Infrastruktur — und liess Regierungen intakt. Das Nürnberger Abkommen hat das formal zementiert: Staatsoberhäupter sind vor direkten Angriffen geschützt, man darf sie nur anklagen. Das Ergebnis war: Bürger sterben, Regierungen bleiben, Kriege dauern Jahrzehnte.
Im aktuellen Krieg läuft das anders. Khamenei eliminiert. Die gesamte iranische Führungsriege ausgeschaltet. Präzisionsschläge gegen Entscheidungsträger statt Flächenbombardement.
(Maggie: Netanyahu ebenfalls eliminiert!)
Das ist chirurgisch — und es spart Millionen Bürgeropfer. Wenn das Regime weg ist, können die Menschen frei atmen.
Die Frage für Russland und die Ukraine ist damit berechtigt: Warum traut sich Russland nicht, Selenski auszuschalten? Die Antwort ist strukturell: Selenski ist nicht das System. Die ukrainische Staatsstruktur würde ohne ihn weiterlaufen — und er würde zum Märtyrer. Khamenei und seine Führungsspitze hingegen waren das System. Ohne sie kollabiert die Legitimation der Theokratie von innen.
8. Die tiefere Frage: Wer hat diese Religionen erschaffen?
Wer das Muster der drei abrahamitischen Religionen nüchtern betrachtet, stößt auf eine unbequeme Beobachtung: Judentum, Christentum und Islam teilen denselben Gott — und sind gleichzeitig so konstruiert, dass sie sich um Jerusalem und den Tempelberg in permanenter Feindschaft gegenüberstehen. Jede hat ihre Version des finalen Sieges. Keine erlaubt echten Kompromiss.
Historiker wie Karen Armstrong und Israel Finkelstein haben dokumentiert, wie diese Texte in politischen Kontexten entstanden und immer wieder für Machtzwecke instrumentalisiert wurden. Die Frage wer letztlich von dieser dauerhaften Feindschaft profitiert hat — und ob Teile dieser Heiligen Schriften bewusst als Teile-und-Herrsche-Instrumente konzipiert wurden — ist legitim. Sie ist keine antisemitische Frage. Sie ist eine historisch-kritische.
Dass alle drei Religionen denselben Ursprung haben und trotzdem auf Vernichtung des jeweils anderen programmiert scheinen — das ist kein Gottes-Werk. Das ist ein menschliches Werk. Und es ist das tiefste Problem das Trump — oder irgendjemand — lösen muss. Er ist mitten dabei.
9. Ausblick: Kann der Plan aufgehen?
Die These hat starke Indizien auf ihrer Seite:
- Der Weltkrieg III ist trotz aller Prognosen ausgeblieben — Trump, Putin, Xi koordinieren sich.
- Das iranische Regime ist geköpft — die Voraussetzung für einen systemischen Wandel im Iran ist geschaffen.
- Der MAGA-Rückhalt für Israel schwindet — durch Trumps bewusste Provokation seiner eigenen Basis, wie schon bei den Epstein-Akten.
- Lloyd’s Versicherungsmonopol über den Ölfluss ist gebrochen — der finanzielle Kabal-Hebel funktioniert nicht mehr wie bisher.
- Beide Seiten sind militärisch und wirtschaftlich unter massivem Druck — die Voraussetzung für Erschöpfung ist gegeben.
- Wie erschöpft sich religiöser Fanatismus? Dadurch dass der prophezeite Gott eben nicht für eine der Parteien eingreift.
Was kommt: Ein Frieden der nicht nur vorübergehender Waffenstillstand ist, bis wieder aufgerüstet ist, sondern der auf Basis einer religiösen Erschöpfung erlaubt, sich zu einem systemischen Wandel zu entwickeln, zu einer Renaissance.
Aber vielleicht ist das genau der Plan, dem Trump folgt: Nicht die nächste Wahl. Nicht das nächste Jahr. Sondern: Wie schafft man die Bedingungen unter denen religiöser Fanatismus keine Massengewalt mehr organisieren kann?
Wer das für zu groß denkt, möge Q-Drop #916 vom 10. März 2018 nochmals lesen:
“We are saving Israel for last. Very specific reason not mentioned a single time. Q”
Vielleicht war der Grund nie militärisch. Vielleicht war er immer theologisch.
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Auch dies ist lesenswert:
https://andreasmbgross.substack.com/p/trump-folgt-dem-plan-israel-last
Video aus dem News-Ticker:
Professor Jiang erzählt Tucker Carlson, dass Geheimgesellschaften das Ende der Welt mit dem Iran-Konflikt planen:
„Dies ist ein Plan, der seit Jahrhunderten in Gang ist, und er beinhaltet verschiedene religiöse Gruppen unter den Juden wie die Frankisten, die Shabbat Lubovitcher, aber auch die Freimaurer, die Tempelritter, die Rosenkreuzer und die Jesuiten.
Man hat diese verschiedenen Geheimgesellschaften, verschiedene religiöse Organisationen, die über die Jahrhunderte zusammenarbeiten, um diesen Plan für das Ende der Welt zu erreichen, der das messianische Zeitalter einläutet.
Es gibt verschiedene Komponenten dieses Plans, aber die grundlegenden Komponenten sind zum einen die Schaffung des Staates Israel, die 1948 stattfand, und dann muss der Bau des dritten Tempels erfolgen, was die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee erfordert, die während dieses Krieges geschehen könnte.
Die Israelis haben in den letzten Tagen die Al-Aqsa-Moschee sowie andere religiöse Stätten geschlossen. Es gibt Gerüchte, dass die Israelis in den letzten zwei Jahren archäologische Ausgrabungen unter der Al-Aqsa-Moschee durchgeführt haben, um im Grunde die Fundamente der Moschee zu zerstören, damit sie einen kontrollierten Abriss der Moschee durchführen und dies auf einen Raketenangriff der Iraner schieben können.“
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