Testosteronmangel Therapie
Leitsymptome des Hypogonadismus beim Mann sind Androgenmangel und/oder Infertilität. Wenn dann der Hypogonadismus fortbesteht, wird eine entsprechende Hormonersatztherapie eingeleitet. Die genetischen Tests dürfen nur auf Anordnung des Arztes durchgeführt werden und werden nicht immer von den Krankenkassen bezahlt. Ein Verdacht kann mittels einer Blutuntersuchung, welche am Morgen früh abgenommen werden muss, bestätigt werden. Am Anfang steht die genaue Befragung und körperliche Untersuchung, insbesondere auch die Inspektion der sekundären Geschlechtsmerkmale und das Abtasten der Hoden.
Eine Metaanalyse hat ergeben, dass eine Hormonersatztherapie möglicherweise auch das Risiko, eine Adipositas zu entwickeln, senken kann. Das Risiko für ein Prostatakarzinom war in diesen Studien nicht erhöht und auch bei kardiologisch vorbelatesteten Patienten waren unter einer Testosterontherapie schwere kardiovaskuläre Nebenwirkungen nicht erhöht. Aktuelle Studien belegen, dass auch bei Männern im Alter von 45 bis 80 Jahren, die unter einem Testosteronmangel leiden, eine Testosterontherapie wirksam und sicher ist. Männer mit erhöhtem Nebenwirkungsrisiko sollten Vitamine für Testosteron Anstieg mit einem Gel als einer Depotspritze beginnen, da ein Gel im Falle von Nebenwirkungen schneller abgesetzt werden kann.
Veränderte Hormonspiegel können beispielsweise mithilfe von Blutuntersuchungen festgestellt werden. Kommt es erst im Erwachsenenalter zu einem Hypogonadismus, können die klinischen Anzeichen der Erkrankung weniger ausgeprägt sein. Schädigungen der Hypophyse als Ursache eines sekundären Hypogonadismus können beispielsweise durch Gewebeneubildungen (Tumore) oder Entzündungen hervorgerufen werden. Einem primären Hypogonadismus beim Mann liegen in der Regel fehlende oder beeinträchtigte Leydig-Zellen zugrunde, die zu den wichtigsten Zellen des Hodens zählen.
Besonders häufige angeborene Formen des primären Hypogonadismus beruhen auf Störungen der Geschlechtschromosomen, so zum Beispiel das Klinefelter-Syndrom. Sinkt der gemessene Wert des Testosterons unter eine bestimmte Normgrenze, spricht man von einem Mangel an Testosteron (Sexualhormon). Verschiedene Faktoren, die zum Teil von Ihnen als Betroffene auch leicht zu beeinflussen sind, beschleunigen dieses Absinken des Sexualhormons.
Insbesondere bei älteren Patienten ein Stopp oder eine Dosismodifikation der Testosterontherapie anzuraten, falls bestimmte Grenzwerte in der laborchemischen Untersuchung bzw. In Abhängigkeit von den Ergebnissen der Kontrolluntersuchungen ist ggfs. Nach Einleitung einer Testosterontherapie ist diese gemäß allen existierenden Empfehlungen regelmäßig zu überprüfen (s. Abb. 5) wobei über das Kontrollintervall keine internationale Einigkeit besteht. Die Einleitung einer Testosterontherapie sollte nur bei Männern erfolgen bei denen sich sowohl laborchemisch als auch in der klinischen Untersuchung eine Androgenmangel bestätigen lässt.
Der Normalbereich für das Gesamttestosteron beträgt 300–1000 ng/dl (10,5–35 nmol/l). Das Gesamtserumtestosteron (und wenn möglich, freie Testosteron) sowie Serum-FSH- und Serum-LH-Spiegel werden simultan gemessen. Erhöhungen des Follikel-stimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) sind empfindlicher für primären Hypogonadismus als Abnahmen in Testosteronspiegel. Ein Hypogonadismus mit Beginn im Erwachsenenalter ist bei entsprechenden Symptomen und Befunden zu vermuten, wird jedoch häufig übersehen, weil die klinischen Befunde unspezifisch und wenig sensitiv sind. Typisch sind verminderte Libido, erektile Dysfunktion, Abnahme kognitiver Fähigkeiten wie der räumlichen Wahrnehmungsfähigkeit, Schlafstörungen, Vasomotoreninstabilität (bei akutem ernsten männlichem Hypogonadismus) und Stimmungsschwankungen wie Depression oder Wutausbrüche.
Vor allem bei Männern fortgeschrittenen Lebensalters kann der Hypogonadismus mit Symptomen wie depressiver Verstimmung und/oder Anämie (Blutarmut) einhergehen. Bei Gonadotropinen handelt es sich um Sexualhormone, die zur Stimulation der Keimdrüsen beitragen. Die individuell verabreichte Hormonmenge richtet sich unter anderem nach Lebensalter und Körpergewicht des Patienten. Eine Substitutionstherapie kann auf verschiedene Weise erfolgen; so beispielsweise mithilfe von Tabletten oder Injektionen, aber auch spezifischer Pflaster.