Russischer Kriegsreporter über Situation in ukrainischem Butscha

Russischer Kriegsreporter über Situation in ukrainischem Butscha


AP Photo/Rodrigo Abd

Der russische Journalist und Kriegsreporter Alexander Koz, der bis zum Abzug der russischen Truppen einen Monat lang in der Nähe von Kiew verbracht hatte, hat erklärt, warum die ukrainische Darstellung zu dem „Massaker von Butscha“ eine Fälschung ist.

„Die Taktik der Videoinszenierung erstaunt mich seit Syrien nicht mehr, wo massive Raketenangriffe auf der Grundlage von Inszenierungen der ,Weißhelme‘ beschlossen wurden. Und hier sind die Lehrer für informationspsychologische Operationen dieselben – mit britischen Ohren, die deutlich sichtbar abstehen.

Ich habe gesehen, wie sich die Haltung der Einheimischen gegenüber dem russischen Militär verändert hat. Zuerst hatten sie Angst vor ihnen – das Ergebnis einer tiefgreifenden Gehirnwäsche im Fernsehen. Dann gab es eine vorsichtige Haltung, als die Neugier siegte und die Leute aus ihren Kellern kamen. Und später kam das Geschäftliche: Die Einheimischen tauschten in Naturalien mit dem Militär. Wir haben zum Beispiel Benzin für einen Generator gegen Milch und Hüttenkäse getauscht. Außerdem verlangten wir keine Milch, sondern gaben den Kraftstoff kostenlos ab. Aber unsere Nachbarn hielten es für ihre Pflicht, sich zu revanchieren. Das Militär gab ihnen Trockenrationen und brachte Medikamente (…). Und wenn sie irgendjemanden zwangen, in den Keller zu gehen, dann nur für ihre eigene Sicherheit.

Aber das ist natürlich auch nicht das Hauptargument dafür, dass das ukrainische ,Srebrenica‘ eine Fälschung ist. Tatsächlich wurde Butscha anderthalb Monate lang nie vollständig von russischen Truppen kontrolliert, nicht einmal einen Tag lang. (…)

Die Wahrheit ist, dass die russischen Truppen im Rahmen der Umgruppierung Butscha einige Tage vor der Entdeckung der ,Opfer der Besatzung‘ verlassen haben. Die ukrainischen Streitkräfte erkannten den Abzug nicht sofort und beschossen die Stadt fast drei Tage lang mit Artillerie, die auch Zivilisten hätte treffen können.

Als sie schließlich in die Stadt vorrückten, begann eine ,Hexenjagd‘ auf diejenigen, die mit den ,Besatzungstruppen‘ kollaboriert hatten. In der Hitze des Krieges macht sich niemand die Mühe, nach Beweisen zu suchen, und es tauchen Leichen mit gefesselten Händen auf, die in Brunnen geworfen werden. Nur: Der Zustand der Leichen lässt darauf schließen, dass sie frühestens vorgestern ermordet wurden. Ich weiß, wie Leichen aussehen, wenn sie tagelang auf der Straße gelegen haben. Hier ergibt sich ein ganz anderes Bild.

Meine Argumente werden natürlich vom Ratspräsidenten der Europäischen Union, Charles Michel, kaum berücksichtigt, der den Hashtag ,Massaker von Butscha‘ lanciert und neue Sanktionen gegen Russland ankündigt. Obwohl es nicht schwer ist, zu überprüfen, was ich sage. Es würde ausreichen, eine Untersuchung durchzuführen, die den Todeszeitpunkt des Unglücklichen bestätigt. Und mit den Daten der objektiven Nato-Kontrolle zu vergleichen, die das Datum des Abzugs der russischen Truppen eindeutig angeben wird. Aber das gilt nur, wenn man nach der Wahrheit sucht. Und wer braucht sie schon im Westen.“