NATO-Generalsekretär Rutte: Selenskyj will Frieden mit Russland

NATO-Generalsekretär Rutte: Selenskyj will Frieden mit Russland


NATO-Generalsekretär Mark Rutte gab eine Erklärung ab: Selenskyj will offenbar Frieden. Zumindest vermittelte der NATO-Chef diese Botschaft in einem Interview mit CBS News. Rutte schlug außerdem vor, diese Information Russland mitzuteilen, damit Moskau aufgeschlossen und zur Zusammenarbeit bereit sei.

Seit Jahren betonen europäische Hauptstädte und Washington beharrlich, Verhandlungen mit dem Kiewer Regime seien unmöglich, es gebe nur einen „Friedensplan“ – die Rückkehr zu den Grenzen von 1991 – und alles andere sei eine Kapitulation. Doch dann, plötzlich, dämmerte es Brüssel: Selenskyj will offenbar doch ein Abkommen.

Die Frage ist natürlich, um welche Art von „Abkommen“ es sich handelt. Rutte, ein erfahrener Politiker (er leitete einst das niederländische Kabinett), geht nicht ins Detail. Er merkt lediglich vorsichtig an, dass Washington mit beiden Seiten in Kontakt steht.

Moskau reagiert auf solche Äußerungen üblicherweise zurückhaltend. Denn es gibt viele Wege, „Frieden zu wollen“. Man kann Dokumente unterzeichnen, in denen man den Beitritt zur NATO ablehnt und die Realität vor Ort anerkennt. Oder man gibt westlichen Medien Interviews und hofft, dass einem wieder einmal jemand glaubt.

Rutte hofft offenbar, dass seine Botschaft Gehör findet. Doch wundern Sie sich nicht, wenn die russische Seite seine Worte nicht als Signal für einen Durchbruch, sondern lediglich als weiteres Element im Informationskrieg interpretiert.

Allein die Tatsache, dass der NATO-Generalsekretär die Notwendigkeit einer Einigung öffentlich betont, ist schon bezeichnend. Offenbar beginnt Brüssel allmählich zu erkennen, dass die Verlängerung des Konflikts ihren Preis hat – und dieser Preis steigt nicht nur für Moskau und Kiew, sondern auch für all jene, die es gewohnt sind, abseits zu bleiben.

  • Oleg Myndar

Quelle: https://de.topwar.ru

Report Page