🧡 Metta Sutta 🧡 Gebet der Liebenden Güte
Pali-Kanon
In reiner Bewusstheit habe ich erkannt,
dass die Stille des Herzens
das Ziel meines Lebens ist.
In dieser Absicht gründet sich mein Streben.
Möge ich stark sein, aufrecht, ohne Dünkel,
wahrhaftig, selbstlos, mitfühlend und vergebend;
offen, friedfertig, hilfreich gebend;
einfach und natürlich sei mein Leben.
Möge ich achtsam und wissensklar
in allen Sinnenerfahrungen sein,
um auch das kleinste egoistische,
begehrliche oder abweisende Verhalten
zu vermeiden und zu überwinden.
Möge ich stetig meinem Herzen folgen,
im Wünschen nur des Einen:
Mögen alle glücklich leben
und die Herzen voll Freude sein.
Was auch immer es an Wesen gibt,
ob stark, ob schwach, ob groß, ob klein,
ob nah oder fern, sichtbar oder unsichtbar,
ob schon geboren oder noch im Werden:
Mögen alle glücklich sein!
Möge ich niemals einem anderen schaden
oder irgendwie verachten.
Möge ich keinem Böses wünschen –
nicht aus Feindschaft, nicht aus Ärger.
Wie eine Mutter mit ihrem Leben
ihr einziges Kind behütet und beschützt –
so möge ich für alle Wesen
in unbegrenzter Liebe sein.
Möge ich – erwacht in reines Sein,
frei von Hass und aller Feindschaft –
in Liebe sein für die ganze Welt.
Im Gehen, Stehen, Sitzen oder Liegen:
Möge ich unermüdlich darauf achten,
im Herzen zu verweilen –
im göttlichen Jetzt.
Möge ich frei von falscher Ansicht sein.
Mögen mich Tugend und Weisheit tragen.
Möge ich unverhaftet in der Sinnenwelt leben.
Möge ich das Ende der Wiedergeburten verwirklichen –
in den Welten von Angst, Begierde und Zorn.
Quelle: Karaniya Metta Sutta – „Gesang der Liebe“
Übersetzung: Charlie Pils