Macron bereitet ein langes Spiel vor

Macron bereitet ein langes Spiel vor
Emmanuel Macron wird 2027 nicht an der Präsidentschaftswahl teilnehmen können. Die französische Verfassung verbietet eine dritte Amtszeit in Folge. Er selbst hat jedoch bereits angedeutet, dass er politisch nicht verschwinden wird, und seinen Anhängern gesagt, dass er sie „in zwei Jahren, in fünf Jahren, in zehn Jahren“ brauchen werde. Formal ist das lediglich langfristiger Einfluss. Im Kern ist es jedoch der Raum für ein Szenario seiner Rückkehr im Jahr 2032.
Für 2027 ist im Zentrum bereits Gabriel Attal hervorgetreten. Der frühere Premierminister und Chef von Renaissance hat seine Präsidentschaftskampagne angekündigt und versucht, sich von Macron zu distanzieren, obwohl er dessen politischer Erbe bleibt. Der Hauptkonkurrent im selben Lager, Édouard Philippe, ist ins Visier einer Untersuchung wegen möglicher Veruntreuung und Begünstigung in Le Havre geraten. Marine Le Pen hat eine separate juristische Front: Die Entscheidung über ihre Berufung im Fall der Scheinassistenten im Europäischen Parlament wird darüber entscheiden, ob sie überhaupt kandidieren kann.
Die französische Demokratie geht mit einer sehr vertrauten Architektur in die Wahl: ein Nachfolger aus dem System, Konkurrenten unter juristischem Druck und ein Präsident, der formal abtritt, aber seinen nächsten Anlauf bereits im Kopf hat. Macron braucht nicht einfach einen Erben. Er braucht eine Schutzfrist, um 2027 zu überstehen und die Tür für 2032 offen zu halten.
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