»KOPF INS HERZ? WIE SOLL DAS GEHEN?«

»KOPF INS HERZ? WIE SOLL DAS GEHEN?«

Gisi Olivia Sonnig
Hol Dir Deine Macht zurück

»KOPF INS HERZ? WIE SOLL DAS GEHEN?« Fortsetzung


...Dann nehme ich an, bist du sehr daran interessiert, wie du deinen Kopf still bekommst? Wie du endlich mal in den inneren Frieden kommst? Wie du diese ungemütlichen Gedankenschleifen durchbrechen kannst?


Ich habe vor nicht allzu langer Zeit festgestellt in einer Heilsitzung, warum ich immer entweder im Kopf war und keinen Zugang zu meinem Herzen hatte oder aber, was seltener vorkam, in meinem Herzen war, aber das nicht gut übersetzt bekam. Kein Wunder, Kopf und Herz waren nicht miteinander verbunden. Sie waren energetisch durchtrennt, Vom Nacken, Hals an.


Das erklärte einiges. Ich war ein sehr kopflastiger Mensch. Auch darüber wurde mir klar, dass der Grund dafür in meiner Kindheit lag. Ich war völlig verunsichert und ängstlich. Mein Kopf behielt den Überblick. Er wurde sozusagen zu meinem Überlebensbegleiter. 


Beobachten, um Sicherheit zu suchen, handlungsfähig zu sein, eigene Gefühle, Emotionen unterdrücken, um unsichtbar zu sein, nicht aufzufallen, nicht zur Last zu fallen, lieb und brav sein, um keine unangenehmen Situationen zu erleiden. Ich war auch in den ersten Jahren schwerhörig ohne es zu merken und sowieso in meiner eigenen Welt gefangen, bis ich in die Schule kam und es festgestellt wurde. 


Dieser übermächtige Kopf begleitete mich die weiteren Jahre meines Lebens, ohne dass mir das bewusst war, wie mächtig er war. Ich trug so viele Ängste in mir, dass ich sie vor lauter Wald gar nicht erkennen konnte und sogar behauptete: Ich bin kein ängstlicher Mensch. 


Nun, du kannst dir vielleicht vorstellen, dass so ein verkopftes Leben nicht gerade einfach war. Bist du vielleicht selbst betroffen?

Mein Herz, meine Seele, die waren so fern….erst, wenn ich in der Stille mit mir alleine war, da kam dann stetig diese Traurigkeit in mir hoch. 


Heute weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn der Herzraum in meiner Brust weit wird, wenn er warm wird und wenn ich im Herzen und gleichzeitig angebunden an den Übersetzer im Oberstübchen bin.


Dafür bin ich sehr dankbar! Und die Dankbarkeit kommt zudem im Überfluss immer wieder durch mein Herz ins Fühlen und mein Kopf hält brav die Klappe.


Bisher war ich erfolgreich, wenn ich meinem Kopf sagte: So, jetzt sei still und beobachte einfach, was geschieht. Oder ich stellte mir vor, er sitzt auf meiner Schulter und schaut einfach zu, während ich meditiere etc.


Als ich mit den ersten Heilsitzungen begann, wurde ich immer wieder aufgefordert, den Off-Knopf im Kopf zu finden und mit dem Kopf ins Herz zu gehen. Für mich war es eine Floskel, ein Satz, mit dem ich verständlicherweise nicht viel anfangen konnte.


Doch heute kann ich es. Und, da ich ein kreativer Mensch bin mit viel Vorstellungsvermögen, ist in mir ein schönes Bild entstanden, dass ich mit dir teilen will.


Wenn mich der Kopf heute nervt (das tut er jeden Tag mindestens mehrere Male), stelle ich mir den Off-Knopf im Kopf vor, weil ich nun ein inneres Bild davon in mir installiert habe und drücke diesen. 


Und dann habe ich mir bisher vorgestellt, wie ich den Kopf, das Gehirn mit der leuchtenden Zirbeldrüse in der Mitte, den Gehirnhälften und Arealen, einfach in meine Hände nehme und runterbringe in meinen schönen Herzraum.


Der existiert schon lange, dieser Herzraum. Er ist rundlich, freundlich, hell und warm, hat eine wunderschöne Mitte, eine Art Lichtsäule, die bis hoch zur Zirbeldrüse geht. Und diese Seitentür, die ins analoge Feld führt. Und auch einen Bildschirm, auf dem ich manchmal innere Bilder anschaue.


Wenn mein Kopf dann unten ist, spüre ich sofort eine wohltuende Ruhe. Manchmal merke ich, dass er das nicht prickelnd findet und ich spüre seinen Widerwillen. Doch mittlerweile hat er sich sogar daran gewöhnt und bleibt dann einfach dort, solange ich ihn dort fokussiere. 


Neulich lag ich in meinem Bett und mein Kopf schickte mir krass störende Bilder, die ich sofort unterbinden konnte. Ich nahm ihn in meine imaginären Hände und spürte, wie ich mit ihm hinunterfuhr, wie in einem Fahrstuhl. Dieses intensive Gefühl des Runterfahrens verstärkte mein Befinden in Richtung….Loslassen, runterfahren, leer werden! Das war eine schöne Vorstellung.


Na, vielleicht magst du das einmal ausprobieren, falls es für dich interessant klingt. Es macht so viel aus, dem Kopf so oft und so schnell es geht, den Schnabel zu verbieten, damit er gar nicht erst anfangen kann, mich in Gefilde zu verführen, die meinem Befinden und meiner „Ent - wicklung“ überhaupt nicht dienen. 


Es passiert so oft. Durch das Beobachten über die Jahre wurde es mir überhaupt erst bewusst. Als ich vor Jahren zum ersten Mal las, dass wir über 60.000 Gedanken am Tag denken und von den meisten bewusst nichts mitbekommen, da habe ich laut gelacht. Wie kann das sein? Ich weiß doch, was ich denke! 


Aber heute muss ich zugeben, dass es so ist. Es sind diese vielen, vielen klitzekleinen Momente, in denen wir gerade nicht bewusst sind, da passiert es. Wir schauen in die schöne Landschaft, kommen kurz zur Ruhe und zack, kommt ein kleines Horrorszenario in unseren unschuldigen Kopf. Oder völlig unsinnige Bilder, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun haben. 


Dass mir ein Komet auf den Kopf fällt oder dass unser Auto plötzlich ins Schleudern gerät und den Abhang hinunter fällt oder ich sehe mich in einer Szene und plötzlich wird mein Kopf abgeschnitten (na, vielleicht steckt da eine Symbolik darin) aber….das sind Szenen, die braucht kein Mensch.


Und da lohnt es wirklich, wie wild gewordene Kinder, die gerade Lust daran finden, Unruhe zu stiften, gleich mal elegant auszubremsen und ein Machtwort zu sprechen, bevor es zur Unruhe kommt.

So kriege ich meine Gedankenhygiene sehr gut in den Griff. Und erkenne immer häufiger, manchmal auch amüsiert, was da so für ein Bullshit verzapft wird. Natürlich immer ungefragt. Darüber habe ich schon oft geschrieben.


Nun, es gibt auch Gedanken, und das will ich hier auch erwähnen, die durchaus etwas mit mir selbst zu tun haben. So Gedanken und Szenen, die sich immer wieder einspielen, weil da noch Handlungsbedarf ist oder noch ein nicht gelöster Konflikt. Das kann eine Situation aus der Vergangenheit sein, in der ich gerne anders reagiert oder agiert hätte, was mich immer noch belastet. 


Oder eine Situation, die mir bevor steht und die mich beschäftigt, weil ich unsicher bin oder Angst habe, etwas falsch zu machen. Wenn ich mich immer wieder in einer Kopfszene wieder finde, wo ich immer und immer wieder mit anderen Menschen aus meinem Leben ein und dieselbe Szene durchspiele, dann kann ich mir auch das bewusst machen. Indem ich erkenne, dass ich da noch nicht loslassen kann. 


Ich kann mir dann die Szene bewusst so ausmalen, wie sie optimal verlaufen wäre oder verlaufen wird. Und ich kann mir selbst vergeben und diese Situation bewusst jetzt in Frieden loslassen. Sodass sie nicht wieder kommt. Sobald ich gesehen habe, worum es geht, ist es schon getan. Solche Szenen waren mir tatsächlich vor Jahren noch nicht bewusst. 


Das sind diese vielen unbewussten Gedankenbilder, die dafür sorgen, dass wir im Kopfkarrussell festhängen, unruhig werden, uns ablenken wollen, nicht verstehen, warum wir in solchen Momenten plötzlich unausstehlich oder genervt sind, warum wir schlecht schlafen…..


Ja, ja, Gedankenhygiene ist vielleicht sogar wichtiger als Zähneputzen! Aber zum Glück können wir ja beidem unsere gesunde Aufmerksamkeit schenken!


Erinnere dich: Mit dem Kopf im Herzen lebt es sich so viel besser als dein Kopf denkt!


Ich umarme dich

deine Olivia


💪Hol Dir Deine Macht zurück

👉@BewusstFreiLebendigSein

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