Erwischt beim Camping

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Erwischt beim Camping
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Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
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Hi !
Wildcampen ist verboten - ist klar. Aber wenn man sich so in der Szene umsieht, dann gewinnt man den Eindruck, viele ignorieren das....wenn nicht alle.
Ich frage mich bei all dem....wer ist denn schon mal erwischt worde und musste vielleicht sogar eine Strafe zahlen oder dergleichen ??
Also ich bin mal mit 15 mit meinem ersten Freund im Wald erwischt worden. Hatten uns ein Zelt aus BW-Zeltplanen gebaut und sind morgens von einem Forstbeamten entdeckt worden. Dieser weckte uns (peinlich) und schickte und weg. Ich frage mich bis heute, wie der morgens ausgerechnet dort lang kam. Ob das Zufall war ? Naja, ist nix passiert...lag wohl auch daran, dass wir fast noch Kinder waren.
Ein zweites Mal bin ich von einem Jäger an einem Waldrand aufgefunden worden. Ich habe mir ein Lager gebaut und lag da so im Schlafsack in meinem Einfrauzelt....naja, aber der redete ganz nett mit mir als er sah, dass ich eine FRau bin, denke ich. Da hat man als Frau ab und an mal Vorteile dabei. Der kam mir aber schon irgendwie zu nett und komisch vor - und siehe da : Als ich dann grad so 300m weit weg war, sah ich grad noch, wie er die Stelle wo ich gecampt habe wieder aufsuchte....muss nix heissen, aber ich hab mich erstmal im hohen Gras abgeduckt, denn der hat sogar mit dem Fernglas nach mir gesucht.....
Wem ist ähnliches passiert ?? Wäre schön, wenn ihr mich mit ein paar Geschichten aufheitern würdet...
Zitat von Freesoul
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...Wildcampen ist verboten - ist klar...
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Hi !
Ja, ich glaube, ich kaufe mir auch bald den Carinthia Observer Biwaksack....den kann man jedenfalls nicht als Zelt betrachten. Irgendwie scheinen sich alle Gesetzestexte ja am Zelt festzubeissen. Würde ich also einfach so, nur mit den Klamotten am Leib zwischen den Tannen liegen, könnte man gesetzlich nichts anweden gegen mich. So verstehe ich das.
Was mich aber interessieren würde : Hat es denn schon mal jemanden erwischt ? Ist schon mal jemand zur Rechenschaft gezogen worden ?
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Ich nicht, aber ich habe einmal irgendwo einen Zeitungsbericht verlinkt, in dem zu lesen stand, daß an der Müritz nach gezielten Kontrollen über 200 Wildcamper zur Anzeige gebracht wurden.
Hier an der Küste zelten immer einmal wieder junge Leute am Strand, die dann von den Rangern des Nationalparkes Wattenmeer zunächt ohne Anzeige freundlich aufgefordert werden, den Strand zu räumen. Anzeige gibt es meistens im Wiederholungsfall oder bei Weigerung. Wir hatte ein Strafverfahren beim Amtsgericht Meldorf nicht wegen Wildcampens, sondern wiederholten unerlaubten Betretens eines Vogelschutzgebietes. Der Mann ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
In DK habe ich es einmal erlebt, wie ein deutsches Pärchen im Wohnmobil von der Polizei zur Fähre geleitet und einer Insel verwiesen wurde, weil ihnen der Campingplatz zu teuer war und sie sich einfach an einen Weg stellten. Ob es zusätzlich eine Anzeige und ein Verfahren gab, weiß ich nicht.
Ditschi
Zitat von Freesoul
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Hi !
Ja, ich glaube, ich kaufe mir auch bald den Carinthia Observer Biwaksack....den kann man jedenfalls nicht als Zelt betrachten. Irgendwie scheinen sich alle Gesetzestexte ja am Zelt festzubeissen. Würde ich also einfach so, nur mit den Klamotten am Leib zwischen den Tannen liegen, könnte man gesetzlich nichts anweden gegen mich. So verstehe ich das.
Was mich aber interessieren würde : Hat es denn schon mal jemanden erwischt ? Ist schon mal jemand zur Rechenschaft gezogen worden ?
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Ich habe auf eine ähnliche Anfrage schon einmal berichtet. Selbst wenn sich hier niemand meldet, der wegen unerlaubten Wildcampens angezeigt wurde: was würdet ihr daraus schließen? Das es diese Verfahren nicht gibt? Das wäre mit Sicherheit ein Trugschluß, den ich jedoch nicht belegen kann. Ich kann aber eine Analogie herstellen:
Ist jemand von Euch schon einmal jemand belangt worden wegen Verstoßes gegen § 114 OwiG ( Unerlaubtes Betreten militärischer Anlagen ) ? Oder kennt ihr jemanden, dem er so ergangen ist? Wahrscheinlich nicht. Ging mir auch mal so.
Als junger Rechtsreferendar leistete ich meine Verwaltungsstation bei der Wehrbereichsverwaltung ab, weil ich nach meiner BW-Zeit da noch Kontakte hatte. Die Wehrbereichsverwaltung ist Bußgeldbehörde bei Verstößen gegen § 114 OwiG, und dieses Dezernat bekam ich zugewiesen. Ich habe also Bußgeldbescheide gefertigt. Bei mir liefen die Vorfälle und Akten aus dem gesamten Bundesland zusammen. Und ich hatte gut zu tun. Gemessen an Fläche und Bevölkerung waren das wenige Verfahren, da, wo sie zusammenliefen, waren es viele. Jeden Tag mindestens einen neuen Fall.
Jeder Bußgeldrichter an jedem Amtsgericht hat Tag für Tag neben den allgegenwärtigen Verkehrsordnungswidrigkeiten einen bunten Strauß von Ordnungswidrigkeiten zu verhandeln quer durch die sogenannten strafrechtlichen Nebengesetze. Verfahren, von denen die Bevölkerung glaubt, sie würden nie verfolgt und nie geahndet. Da muß man sich oft durch völlig unbekannte Rechtsgebiete wühlen.
Verstöße wegen Wildcampens werden nicht gesondert erfaßt und registriert. Ich sage mal: wenn bundesweit jährlich tausend Verfahren zusammenkämen, wäre das sehr wenig, gemessen an etwa 3.838.081 Verkehrsordnungswidrigkeiten alleine in Berlin 2013.
Ditschi
Zitat von Freesoul
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... Ich kaufe mir auch bald den Carinthia Observer Biwaksack. Den kann man jedenfalls nicht als Zelt betrachten. Irgendwie scheinen sich alle Gesetzestexte ja am Zelt festzubeissen. Würde ich also einfach so, nur mit den Klamotten am Leib zwischen den Tannen liegen, könnte man gesetzlich nichts anweden gegen mich. So verstehe ich das.
Selbst wenn man mit der Nummer argumentativ ansatzweise vordringen kann, wird es wohl u. U. daran scheitern, dass man sich dort gar nicht aufhalten dürfte. Ob mit Zelt oder ohne.
Lebe Deine Albträume und irre umher
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
@Igelstroem
Die Diskussion über das Campen sehe ich nur als "Stufe 2".
Stufe 1 sind die neben dem Bundeswaldgesetz bestehenden länderspezifischen, teils kommunalen oder sogar Einzelflächen-bezogenen Betretungsverbote.
Zum Beispiel hier..
Wer also mit Fahrad nach Sonnenuntergang abseits von Wegen bei Rendsburg oder Kronberg (Taunus) auf einem Wildacker herumlungert, hätte quasi den Jackpot gezogen.
@Igelstroem
Die Diskussion über das Campen sehe ich nur als "Stufe 2".
Stufe 1 sind die neben dem Bundeswaldgesetz bestehenden länderspezifischen, teils kommunalen oder sogar Einzelflächen-bezogenen Betretungsverbote.
Zum Beispiel hier..
Wer also mit Fahrad nach Sonnenuntergang abseits von Wegen bei Rendsburg oder Kronberg (Taunus) auf einem Wildacker herumlungert, hätte quasi den Jackpot gezogen.
Lebe Deine Albträume und irre umher
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Uns hat man in CZ mal an einem Stausee verschäucht. In D wurde mir bisher freundlich gewunken
Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte
meine Weltkarte
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Wenn man den Grundbesitzer nett fragt, ist es schon kein Wildcampen mehr.
Und wenn man im fortgeschrittenem Alter ist, wird das sogar noch positiver aufgefaßt.
Das Jungvolk verhält sich nicht immer einwandfrei, was schade ist für den Rest der Reisenden.
Zitat von Ultraheavy
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Wenn man den Grundbesitzer nett fragt, ist es schon kein Wildcampen mehr.
Du gamla, Du fria, Du fjällhöga nord
Du tysta, Du glädjerika sköna!
Jag hälsar Dig, vänaste land uppå jord,
Din sol, Din himmel, Dina ängder gröna.
Zitat von Igelstroem
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Wahrscheinlich meinst Du es nicht so, aber es klingt ein bisschen so, als wolltest Du sagen: Angesichts des Dickichts von möglichen vorgelagerten Betretungsverboten wäre das Wildcampen kaum zu realisieren, ohne schon vorher gegen andere ordnungsrechtliche Bestimmungen verstoßen zu haben. Aber das trifft doch quantitativ jedenfalls nicht zu. Betretungsverbote bleiben die Ausnahme, Hessen ist im Grunde klein und in Schleswig-Holstein, wo man ebenfalls nachts die Waldwege nicht verlassen darf, gibt es wenig Wald.
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Nun erwischt wurde ich schon öfter.
Bußgelder bisher keine.
Müssen wir die ewige Diskussion wiederholen, was man wo darf und wo nicht? Hier geht es doch nur darum, wer mal erwischt wurde.
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Herrlich germanischer Thread!
Da fragt jemand, wer schon mal beim Wildcampen erwischt wurde - outet sich auch brav als wissender "Sünder - und schon geht es los mit Tiraden über Gesetze.
Man kann sich auch auf den Standpunkt stellen, dass das Gesetz/VO, das dem Weiterwanderer das Übernachten im Wald an einem Platz verbietet, selbst verboten ist. Es schränkt Dich unangemessen in deiner Freiheit ein.
Das Betreten des Waldes ist ausdrücklich jedermann gestattet. Dies dient der Erholung jedermanns. Wenn es also erlaubt ist, dass man des Sonntags als übliche schreiende Horde durch den Wald rennt, dann muss es einem zivilisierten Wanderer auch gestattet sein, darin im Zelt zu übernachten. Wenn er es mit Tarp darf, dann mit Zelt erst recht.
Dies ist aber völlig Off-Topic. Die TO wollte wissen, wer schon mal (selbst) erwischt wurde.
Offenbar niemand.
Hm, wirklich noch niemand hier "rechtswidrig" übernachtet?
Scheint also irgendwie kein rechtliches Problem zu sein.
Also back to Topic:
Ich wurde schon zweimal erwischt, aber in Frankreich. Beim ersten Mal wurde ich "ermahnt" und zum Verweilen aufgefordert. Beim zweiten Mal wurde mir gesagt, dass das Nächtigen auch mit Zelt für eine Nacht gestattet sei, Feuerchen im Bushbuddy zwar eigentlich nicht, aber der Brigadier wollte wissen wo man sowas kaufen kann. Die Gestzesanwendung ist also so wie in Deutschland auch.
OT: OT: Ein Gesetz, das behördlicherseits nicht zum Nachteil der Bürger angewandt wird, stellt kein juristisches Problem dar, denn die Nichtanwendung ist zumindest dann rechtmäßig. Waiting for german shitstorm.
Viele Grüße
bbb
AW: Wildcampen - wer ist schon mal erwischt worden ?
Ich bin mal an der Lahn erwischt worden, bei Diez in der Gegend. Ich war vorher noch in einem Ort zu Abend essen, damit ich kein Feuer machen muss und suchte mir danach einen schönen Platz, bewegte mich von einem breiteren Weg in einen schmaleren, ging dann über vom Weg ab zu gehen, musste dann das Rad schieben, weil voll bepackt, wie immer, bin dann noch ein bisschen den Hügel hoch und hatte meinen Platz gefunden. Hängematte aufgehängt, mich rein gesetzt, es war noch hell und wollte noch ein bisschen lesen. War schön ruhig: weder Jogger, noch Hundeausführer oder Sparziergänger. Ich ganz alleine. Dann kam ein Auto. Mitten im Wald. Kurz bevor dieses Fahrzeug hinter einem Hügel verschwand, sah ich die Bremsleuchten an gehen und dachte: Nee. Doch. Er kam zielstrebig auf mich zu, rief schon aus Entfernung, ich solle einpacken und verschwinden, ich wüsste ja, das das Übernachten im Wald verboten sei. Ich wollte was erwidern, kam aber nicht dazu, weil er seinen Text wiederholte und den Zusatz hinten dran hängte: sonst hole ich die Polizei. Was willste machen, einpacken war angesagt, er stand dabei, guckte zu, war möglicherweise von meinem equipment beeindruckt, hat's aber nicht gezeigt. Auf jeden Fall wartete er bis ich Reisefertig war und obwohl ich in der Regel versuche freundlich zu meinen Mitmenschen zu sein, ging ohne Verabschiedung meines Weges. In dem Fall in Richtung Straße, die ich überquerte, mir einen neuen Platz suchte und den Fehler nicht wiederholte, mein verschwitztes Unterhemd in Weiß zum trocknen auf zu hängen. Dies war im Nachhinein möglicherweise die Ursache, wieso der mich überhaupt gesehen hat. Vielleicht war das auch ein privater Wald, das Auto war jedenfalls ein ganz normales Straßenfahrzeug, die Forstleute fahren ja gerne doch zumindest einigermaßen geländegängige Wagen. Gut das ich an die Situation erinnert werde, denn ich hatte ganz vergessen das Tarnnetz zu besorgen mit dem ich mich unsichtbar machen wollte.
Hier geht es doch nur darum, wer mal erwischt wurde.
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