Die phobische Gesellschaft

Angst kennen wir alle, ja. Aber was ist die richtige Art und Weise, mit ihr umzugehen? Hier kommt es ganz darauf an, ob eine Angst politisch erwünscht oder unerwünscht ist. Wenn sie — wie die Angst vor Ansteckung mit Corona — einflussreichen Kreisen ins Konzept passt, geht es auf einmal gar nicht mehr darum, die Störung zu überwinden und zu heilen.
Vielmehr werden Furcht und Panik zum Kultur-Ideal erklärt. Psychotiker haben Angst vor Ereignissen, die mit Sicherheit nie eintreten werden. Das unterscheidet sie von Neurotikern, die lediglich fürchten, was mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eintritt. So gesehen leben wir bereits jetzt in einer zutiefst neurotischen Gesellschaft, so ein Wiener Psychiater.
Und das Schlimme ist: Nicht-Phobiker, also gesunde Menschen, werden aktuell als leichtsinnig und rücksichtslos abgekanzelt.
Der Grund hierfür ist die andauernde Verstärkung dieses Verhaltens durch die System-Medien, durch Polit-Darsteller und viele Menschen in ihrer Umgebung. „Die, die vermeiden, werden gelobt.“ Phobiker gelten sogar als moralisch hochstehende Menschen. Andererseits: „Normalität wird pathologisiert oder in die Ecke des Rücksichtslosen gerückt.“
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Quelle: https://www.rubikon.news/artikel/die-phobische-gesellschaft