Die Zukunft der Jugend

Die Zukunft der Jugend

MichiAustria

Hallo :)

Ich bin 16 Jahre alt, und in letzter Zeit habe ich mir oft die Frage gestellt: "Wie geht das alles hier weiter?" Ich bin in der Generation Z (1995 - 2010), was für meine "Digitale-Rede" ein wichtiger Faktor ist. Was meine ich genau mit "Wie geht es hier weiter"? Im Fokus steht die Zukunft unserer Welt, sowie unserer Kinder und unserer Jugend (also die Zukunft von mir und meiner Freundesgruppe). Ich denke, die Welt hat aktuell viele Krisen. Wie eben zum Beispiel:

  • Kriege im Nah-Ost-Bereich
  • Krieg in der Ukraine
  • Wirtschaftliche Probleme (inkl. Wirtschaftswachstum, ...)
  • Verdrängung von Berufen durch den Einsatz von KI (= Künstlicher Intelligenz)
  • Dennoch Fachkräftemangel in diversen Branchen
  • Klimaprobleme

all diese Probleme, und noch viele weitere, sind nicht nur die Krisen von unseren Vorfahren, sondern auch von der aktuellen Jugend und den Tieren auf dieser Welt. In dem folgenden Text möchte ich euch meine PERSÖNLICHEN Meinungen zu einigen Themen berichten.

(Vorab möchte ich sagen, dass ich NIEMANDEN hier beleidigen, verletzten oder als böse darstellen möchte, ich erkläre einzig und allein meinen Standpunkt der Themen!)


Die Sache mit den Generationen?

Eine spezielle Sache, die mich als Person der Generation Z besonders stört, ist dass diese Generation von den anderen Generationen immer als "faul", als "Personen die nichts arbeiten wollen" oder "nicht belastbar genug" beschrieben und in eine "Unnötige" Schublade gesteckt werden.

(Und damit möchte ich NICHT sagen, dass das jeder aus der Generationen das tut. Es gibt viele Menschen, die Verständnis und Mitleid mit uns haben. UND ich möchte auch vorab erwähnen, dass ich mit dieser Nachricht NICHT erzählen will, wie schrecklich das Leben der Jugend ist oder dass das Leben der anderen Generationen nicht auch schwierig war/ist, aber ich möchte einzig und allein meine Meinung und Beobachtungen teilen).

Viele Menschen sehen die Generation Z (kurz: Gen Z) als „faul“ oder „langweilig“ an, weil sie einfach anders ist, als sie es waren. Das ist aber nur Menschlich. Jede Generation hat gewisse Charakterzüge.

Ich gebe zu, man versteht sich nicht immer wunderbar mit jedem in einer Generation, aber ich denke, vor allem durch Zeitentwicklungen sowie eine gewisse soziale Evolution merkt man einfach einen Unterschied zwischen Menschen, die in einer jungen Generation leben, und Menschen, die in einer älteren Generation leben.

Mein PERSÖNLICHER Eindruck ist, dass sehr oft Menschen aus anderen Generationen und für viele Sachen verantwortlich machen oder uns besonders oft als eine Art „Opfer“ sehen. Mein weiterer Text bezieht sich auf diesen Standpunkt.

(Nochmals zu erwähnen ist aber, dass das nicht alle und jeder aus einer anderen Generation machen. Es gibt natürlich Streitigkeiten innerhalb einer Generation und auch Ausnahmen!)


Faulheit bei der Arbeit

Wie vorhin bereits begonnen, denken viele Menschen von der Gen Z als faul. Sie wollen nicht arbeiten, … . Aber ich kann Ihnen aus meinem Leben berichten. Wie gesagt, ich bin 16 Jahre alt, und in der Schule müssen wir ein Praktikum für unsere Ausbildung machen. Egal ob Klassenbester oder Durchschnittsschüler, 18 Leute (von 27) bekamen eine Absage, weil der Job entweder schon vergeben ist, weil es in der Nähe keine Betriebe gibt, weil der Job einen Führerschein voraussetzt (ich wiederhole: Ich bin 16) oder weil die Firma keinen einstellt.

Es tut mir leid, aber ich fühle mich etwas veräppelt, wenn man sagt, die Gen Z will nichts arbeiten, und dann, wenn wir mal arbeiten wollen, nimmt uns keiner. Weil, oft diese Leute sind eben in so einer Generation, die sagen, dass wir nichts arbeiten. 

Und auch neben dem Arbeiten, ich fühle mich beleidigt, wenn man sagt, dass ich nichts leiste. Ja, ich bin zwar nicht in einem Betrieb angestellt, ich bringe keine Lohnsteuer oder Sozialversicherung oder was auch sonst noch, ich bin ein Schüler. Und als Schüler arbeitet man aber nicht nur 40 Stunden in der Woche, sondern allein in der Schule 37-38 (Zumindest, wenn man in einer Oberstufe ist) + lernen 7 Stunden pro Woche + Hausübungen 2 Stunden + Zusatzkurse (in meinem Fall: ICDL, Debattierclub, …) 4 Stunden = 50 Stunden. Aber mit diesem Argument kann ich nicht überzeugen, weil wir dafür ja 2 Monate im Sommer frei haben, wo wir eigentlich arbeiten wollen, aber und stellt niemand an.

Nebenbei möchte ich auch nochmal kurz erwähnen, dass es mit diversen Praktika schwieriger ist, als mit einem „Normalen“ Job. Bei allem Respekt, aber wo man mit dem Auto vielleicht 40 Minuten hinfährt, fahre ich öffentlich, weil ich ja noch keinen Führerschein habe, 1 ½ - 2 Stunden hin, diese Zeit ist auch mit einzuberechnen, dass man nicht vergisst, dass Jugendliche, falls sie mal einen Job haben, eventuell noch früher außer Haus müssen, und auch noch später nach Hause kommen als die eigenen Eltern.

Dennoch finde ich es wirklich, wirklich sehr gut, dass wir das Thema Bewerbung in der Schule machen. Man kann leicht lernen, wie man sich wo am Besten bewirbt, wie ein Lebenslauf aussieht usw.


Klima und das Soziale

Das nächste Thema möchte ich mit einem kurzen Zitat von meiner Englischlehrerin beginnen (das Thema im Unterricht war Klima und Klimaschutz): „Ja, meine Generation hat die ganze Erde zerstört, dreckig und kaputt gemacht, eure Generation, ihr sollt das dann wieder aufräumen!“

In diesem Moment wurde mir klar, natürlich gibt es Menschen, die etwas gegen den Klimawandel tun, doch das sind nicht alle. Manche Menschen leben für ihren Profit und ihren Komfort, egal welche Probleme sie ihren Mitmenschen und Nachkommen hinterlassen. Und ich sehe es nicht ein, warum wir, als Gen Z, die Fehler anderer Menschen beheben sollen, nur weil die Generationen vor uns es sich selbst zu bequem machen wollen und (bei allem Respekt) nicht mehr so lange auf dieser Welt sind wie wir. Die Menschen denken, wir sind länger hier, also sollen wir die Welt auch verändern. An sich hört sich der Ansatz gut an, aber nicht, wenn es um Fehler geht, die diese Generationen selbst verursacht haben.

(nochmals: Nicht jeder einzelne Mensch dieser Generationen).


Apropos die Jugend soll entscheiden… etwas wie eine „Jugendpartei“ oder ähnliches gibt es nicht, oder irre ich mich da? Viele junge Menschen würden sich gerne politisch engagieren, was auch schon wäre, weil somit die Stimme derjenigen im Parlament wäre, die diese Welt später einmal regieren.  Ich denke, wenn wir Jungen Menschen wirklich was verändern SOLLEN, dann soll man uns auch einbeziehen und uns zuhören bei sämtlichen Gesetzen oder Richtlinien, denn es ist unsere Zukunft, wie man doch beim Klima immer sagt.


Krieg

Krieg ist nichts Schönes - so viel ist klar. Keiner will Krieg in seinem Land führen und keiner will aus seinem Land vertrieben werden. Dennoch habe ich persönlich keine Lust, einen Krieg zu führen, den irgendwelche Menschen vor uns begonnen haben, nur weil sie sich gegenseitig nicht leiden konnten. Ich glaube, obwohl die Gen Z mit Worten oft viel gefährlicher und böser sein kann, möchte nicht unbedingt jeder Krieg führen, so wie es früher getan wurde. Es ist einfach nur so, weil uns ältere Generationen dazu bringen, Kriege aufrechtzuerhalten, gehen diese immer und immer wieder weiter bzw. starten von vorne.

(Trotzdem verstehe ich natürlich, wenn mein Land angegriffen wird, dass ich mich verteidigen möchte.)


Die Wirtschaft und die KI

Um erneut auf das Thema Arbeit hinzuweisen, natürlich gibt es viele Menschen die auch nicht arbeiten wollen. Das kann natürlich an diversen Krankheiten (Depression, …) liegen (wobei ich davon selbst nicht immer komplett überzeugt bin…). Aber oft haben Menschen auch einfach schon aufgegeben.

Wenn man denkt, ein neues Haus hat 1980 ungefähr 100.000 bis 150.000 Euro gekostet. Dieses gleiche Haus liegt heutzutage bei 400.000 – 600.000 Euro (je nach Lage, Inflation, …). Viele junge Menschen wissen einfach, selbst wenn sie Vollzeit arbeiten gehen, dass sich ein Haus im Wert von 400.000 Euro niemals ausgeht.

Angenommen, man hat ein Nettoeinkommen (monatlich) von 2200 Euro – 500 Euro (aktuelle) Wohnungsmiete und 300 Euro Lebensmittel. Allein wenn man NUR diese zwei Kosten miteinberechnet, dauert es nur mit dem Gehalt grob 24 JAHRE um sich das Haus zu leisten (im Vergleich: mit den gleichen Beträgen aber einem Haus im Wert von 150.000 Euro hat es gerade einmal 9 Jahre gedauert, das Haus nur durch das Gehalt zu kaufen). In diesen 24 Jahren ist der Kaufpreis auf das Haus doch schon um mehrere Tausend Euro gestiegen.

Eine Kreditaufnahme ist oft aber auch keine Lösung, weil viele Kreditinstitute keinen Kredit an Menschen geben, die wenig finanzielle Sicherheit haben. Und selbst wenn, zahlt man an diesem Kredit wahrscheinlich sehr lange zurück.


Generell liegt auch die wirtschaftliche Krise als Stein in den Wegen vieler Menschen. Auch von uns jungen Menschen. Viele junge Leute haben einfach immer im Hinterkopf, dass sich all das mit Steuern, Pensionsversicherung und was auch immer einfach nicht ausgeht. Jetzt allein sind schon die Wirtschaftlichen Probleme enorm, und viele Jugendlichen verstehen einfach nicht, warum sie durch mehr Arbeit ein System aufrecht erhalten sollen, welches nicht von ihnen gebaut wurde. Warum sollen sie arbeiten, wenn sie sowieso keine Pension bekommen oder bis 70 arbeiten gehen sollen.

Oft hört man auch, dass die Jungend so viel KI verwendet und dass KI eine Gefahr ist. Und ja, da muss ich zustimmen, Künstliche Intelligenz ist eine gefährliche Waffe, und auch wenn Jugendliche das oft verwenden, sind sie nicht die einzigen. Neben dem Fakt, dass die KI ja nicht einmal von den Jugendlichen „erfunden“ wurde, sondern von Menschen, die in dem gleichen Alter sind, wie die Menschen, die sich über die Nutzung von KI aufregen, nutzen auch Arbeitgeber KI viel häufiger. Niemand stellt mehr jemanden ein, weil die KI schneller und besser arbeiten kann, aber trotzdem, obwohl die Gen Z dafür nichts kann, wird sie beschuldigt, sie wollen nicht arbeiten und sie sind faul, obwohl ihnen oft einfach die Möglichkeiten dazu genommen werden.


Keine Wunderlösung

Ich möchte durch diesen Beitrag mich nicht einfach beschweren, sondern ich möchte professionell arbeiten und auch alternative Lösungsvorschläge darbringen, auch wenn diese nicht immer perfekt sein können.

Ich denke, eine „Wunderlösung“ wird es so nicht direkt geben. Man kann nur (wie z. B. durch diesen Beitrag) versuchen, auf das Thema (oder die Themen) aufmerksam zu machen. Ich alleine kann als 16-jähriger Schüler wenig an meiner eigenen Zukunft verändern (leider), aber vielleicht kann ich jemanden, der mehr „Macht“ oder „Verantwortung“ hat, inspirieren.

Ein weiterer, wichtiger Schritt ist jedoch auch, dass andere Generationen lernen einzusehen, dass das Leben der heutigen Jugend nicht leichter (oder schwieriger) ist, als ihr eigenes. Natürlich haben wir heute andere Probleme, aber wir haben Probleme. Probleme, die man früher nicht haben konnte oder für die keine Zeit war. Wie ich bereits am Anfang erwähnt habe, verändern sich Generationen. Bedürfnisse, genauso wie Probleme. Ich denke, dass die Toleranz und Akzeptanz, genauso wie die Unterstützung (und nicht Verurteilung) von anderen Generationen / Menschen uns dabei helfen wird.

Immerhin betrifft das uns alle. Kriege, Wirtschaftsprobleme, Klimawandel, … betreffen uns Jugendliche natürlich, weil wir die Zukunft sind, aber dennoch müssen WIR jetzt in der Gegenwart handeln, um UNSERE Zukunft zu retten.

(Ganz kurz noch: Natürlich möchte ich nicht sagen, dass solche Probleme ALLEIN durch andere Generationen, ... passieren, sondern einfach oft durch Ausnahmezustände, andere Länder, ...!)

Jetzt würde mich interessieren, was denkt ihr von diesem ganzen Thema? Betrifft es euch, habt ihr was davon mitbekommen oder war das eine komplett neue Info, die ich euch beigebracht habe? Was haltet ihr von der Zukunft der Jugend?

Und p.s. danke fürs lesen :)

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