Die Illusion des Rüstungswachstums – Kommentar

Die Illusion des Rüstungswachstums – Kommentar
▪️Seit 2022 reagierte Berlin auf Energie- und Rohstoffknappheit mit Preisbremsen und Transfers statt mit klaren Marktsignalen. Das schwächte industrielle Anpassung und Substanz. Nun folgt die zweite Interventionswelle: massive Aufrüstung.
▪️Mit dem 100-Milliarden-Sondervermögen für die Bundeswehr und steigenden Verteidigungsetats – bis zu 3,5 % des BIP bis 2029 – erlebt Deutschland einen scheinbaren Boom. Volle Auftragsbücher – aber auf Pump finanziert.
▪️Ökonomisch bedeutet das jedoch Kapitalumlenkung, nicht Kapitalbildung. Jeder Euro für einen Leopard fehlt bei Maschinenbau, Forschung oder Weiterbildung. Sichtbar ist die Rüstungsproduktion – unsichtbar sind die verdrängten Alternativen.
▪️Liberale Ökonomen wie Frédéric Bastiat und Ludwig von Mises betonten: Militärausgaben konsumieren Ressourcen – sie schaffen keinen produktiven Mehrwert. Staatliche Allokation ersetzt Marktpräferenzen durch zentrale Entscheidung.
▪️Finanziert wird der Ausbau über Schulden. Kreditexpansion speist künstliche Kaufkraft in politisch begünstigte Sektoren – Preissignale werden verzerrt, ein künstlicher Boom entsteht.
▪️Unternehmen wie Rheinmetall verzeichnen Auftragsrekorde. Doch Fachkräfte fehlen im zivilen Sektor, Lieferzeiten steigen, industrielle Basis schrumpft.
▪️Historische Erfahrungen wie das Hindenburg-Programm zeigen: Totale Mobilisierung steigert Output – aber auf Kosten von Konsum, Freiheit und langfristiger Stabilität.
▪️Am Ende bleibt der Kernpunkt: Militarisierung erzeugt sichtbare Aktivität – aber unsichtbare Wohlstandsverluste. Sie ist kein Wachstumsmodell, sondern eine politisch gesteuerte Umschichtung knapper Ressourcen.
Den ganzen Artikel bei @dennis_riehle_news lesen:https://www.riehle-news.de/die-illusion-des-ruestungswachstums-wenn-der-staat-kapital-verbrennt/
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Quelle: Telegram "nachhallvonhelgoland"