Der elektrische Mönch
Douglas AdamsDie kuriose Bedeutung des "Elektrischen Mönchs"
Der Ausdruck "Der elektrische Mönch" geht auf den britischen Kultautor Douglas Adams zurück und ist der Titel der deutschen Übersetzung seines Romans "Dirk Gently's Holistic Detective Agency" aus dem Jahr 1987. Innerhalb dieser satirischen und genre-übergreifenden Erzählung ist der elektrische Mönch ein fiktives, haushaltsübliches Gerät, das eine sehr spezielle und absurde Funktion erfüllt: Er glaubt Dinge für seinen Besitzer.
Die Idee hinter dem elektrischen Mönch ist eine humorvolle Kritik an der modernen Bequemlichkeit und dem menschlichen Wunsch, sich von unliebsamen Aufgaben zu entlasten – in diesem Fall sogar vom Glauben selbst. Der Mönch ist so konzipiert, dass er unerschütterlich und wahllos an alles glaubt, was ihm aufgetragen wird. Dies reicht von alltäglichen Banalitäten bis hin zu den abstrusesten Theorien. Durch seine Fähigkeit, den Glaubensakt zu übernehmen, erspart er seinem Besitzer die Mühe, sich selbst mit Überzeugungen auseinandersetzen zu müssen.
In Adams' Roman wird der elektrische Mönch als "arbeitssparendes Gerät" beschrieben, das ähnlich wie ein Geschirrspüler oder ein Videorekorder den Alltag erleichtern soll. Seine Funktionsweise ist jedoch fehleranfällig: Aufgrund einer Fehlfunktion glaubt der spezifische Mönch in der Geschichte an scheinbar zufällige und zusammenhangslose Dinge, was zu den chaotischen und miteinander verwobenen Ereignissen der Handlung beiträgt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der "elektrische Mönch" eine satirische Erfindung von Douglas Adams ist, die als Metapher für die Auslagerung von geistigen und emotionalen Zuständen in einer von Technologie geprägten Welt dient. Er verkörpert die absurde Logik und den trockenen Witz, die für Adams' Werke, einschließlich seiner berühmteren Reihe "Per Anhalter durch die Galaxis", charakteristisch sind.