Das Kosmische Klassenzimmer

Das Kosmische Klassenzimmer

Robin Kaiser
Das Kosmische Klassenzimmer
Epubli I 2020 I ISBN: 9783752962888


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Inhaltsverzeichnis

Lieber Erdenbruder, liebe Erdenschwester 1
Hinter den Kulissen des Kosmischen Klassenzimmers 11
Das Multiversum und der Dimensionswechsel 18
Andere Klassenstufen 35
Die Spezies, die vergessen hat, wer sie ist 41
Das Seelenkollektiv als dein Lehrer im Kosmischen Klassenzimmer 53
Die Körpererfahrung im materiellen Existenzraum 59
Der physische und der kosmische Körper 69
Das schöpferische Prinzip der Inkarnation 75
Das Wesen der Schöpfung 83
Die Rückkehr zur Ursprungsschöpfung 102
Die kosmische Datenbank 107
Schöpfer sein bringt Licht herein 118
Kontrollierst du deine Gedanken oder kontrollieren deine Gedanken dich? 125
Das Gefühlsspektakel in der Erdenerfahrung 144
Das berührte Herz 157
Mikrokosmos und Makrokosmos 160 Das mögliche Universum 172
Das Prinzip der Schöpfung 180
Die folgenreiche Idee des Todes 185
Die Lehr- und Lernsituation 193
Die zwei entgegengesetzten Lehransätze im KK 203
Anschauungskunst 209
Die Welt aus der Sicht eines Anschauungskünstlers 212
Die Ebene der Matrix 217
Der besetzte Planet 225 Wie alles begann... 230
Das Besetzungsschema 234
Oberflächlich menschlich 242
Der finale Akt der Täuschung 245
Kosmische Kommunikation 249
Die Macht des Wortes 251
Heilige Rhythmen 260
Hellsichtigkeit durch Herzkommunikation 265
Erdenbruder-Briefe 275
Was ist Heilung? 284
Was ist Liebe? 299
Was ist Gott? 312


Vorwort

Lieber Erdenbruder, liebe Erdenschwester,

herzlich willkommen auf dem Schulungsplaneten Erde und herzlichen Glückwunsch, dass du es bis in dieses Kosmische Klassenzimmer (KK) gebracht hast!

Wüsstest du, wieviele kosmische Klassenstufen du bereits durchlaufen und wieviele Lebensformen du bereits durchlebt haben musstest, um hier als Mensch auf dem Schulungsplaneten Erde zu landen, dann wäre dir die Größe und Bedeutsamkeit deines Lebens in dieser Lebensform über alle Maßen ersichtlich. Dein Dasein, in dem von dir selbst aufgebauten Licht-Hologramm, was du als die materielle Welt wahr nimmst, ist das größte Geschenk an dich selbst. Es ist genau das, was du schon immer wolltest.
Alles, was dich umgibt, ist gefrorenes, zu einer geringeren Schwingung erkaltetes Licht, und die Energie, die du darauf verwendet hast, dieses Licht-Hologramm in einer Raum-Zeit-Simulation für dich zu manifestieren, sprengt den Rahmen des Vorstellbaren. Nachdem du die Raum-Zeit-Simulation aus deinem Geist projiziert hast, hast du dich selbst in dein eigenhändig geschriebenes Programm hineinbegeben, um zu durchleben, wie es sich am eigenen Leib anfühlt, das zu erfahren, was du dir für dich ausgedacht hast. Du bist wie ein Computerspielprogrammierer, der sich in sein eigenes Spiel begibt, um beim Spielen zu vergessen, dass er der Programmierer von alledem ist, was er erfährt. Alles, was dir zu widerfahren scheint, ist eine von dir selbst inszenierte Lernsituation, in der du die Lektionen durchlebst, für die du dich bereits entschieden hast. Das Kosmische Klassenzimmer im materiellen Daseinsbereich auf dem Planeten Erde ist ein ausgezeichnetes Lernsystem hierfür, das durch seine dreidimensionale Oberfläche ein wirklichkeitsnahes Lebens-Erlebnis erschafft.
Besonders wurde bei der Entwicklung des Erfahrungsbereichs darauf geachtet, dass kein Kontakt zu anderen Lernsystemen und Daseinsbereichen stattfindet, um die Echtheit eines abgetrennten Lebensbereiches zu gewährleisten. Das Leben auf der Erde ist in vielerlei Hinsicht eine besondere und einmalige Erfahrungssimulation, da das Leben in dieser materiellen Lebensform kosmisch gesehen einem Experiment gleicht. Nur sehr mutige Pioniere wagen sich bis an den äußersten Rand der Schöpfung, um sich innerhalb der materiellen Dimension zu erfahren.
Wir befinden uns hier in dem dichtesten Dichtebereich, dem äußeren Ende eines Schwingungsspektrums, in dem der Grad der Individuation, der Abtrennung und Differenziertheit maximal ist. Durch die immense Formenvielfalt und den Detailreichtum aller Dinge bietet der Daseinsbereich Erde ein sehr abwechslungsreiches, vielseitiges Abenteuerprogramm und fesselnde Erfahrungserlebnisse.
Im Vergleich zum irdischen Lernsystem sind die höheren Daseinsbereiche viel weniger ausdifferenziert und sind geprägt von sich stets wiederholenden, symmetrischen Mustern und Formen. Man kann sich diese etwa so vorstellen, als ob der Kontrast etwas herausgenommen wurde, und alle Formen sanfter ineinander übergehen. Alles ist weicher, fließender, beweglicher und weit weniger starr und eckig als in unserer Formenwelt. Das irdische Leben ist im Vergleich zu den einstofflichen Ebenen weit härter und reicher an Hindernissen und Widerständen, infolgedessen ein Geist unweigerlich eine Willensschulung durchläuft.
Die höheren Daseinsbereiche, die näher am Zentrum der Schöpfung angesiedelt sind, und feinstofflicher, d.h. höher schwingend sind, weisen eine weit weniger stabile Außenwelt auf, da sich die Außenwelt beständig mit den Regungen der Innenwelt verändert.
Es ist die Dichte dieses Daseinsbereichs, die die Erfahrung einer sehr dominant wirkenden Außenwelt suggeriert, was unweigerlich auch mit dem Verlust an Selbstwirksamkeit einhergeht.
Kaum eine andere Erfahrungssimulation legt dieses Maß an materieller Wirklichkeit an den Tag und in kaum einer anderen wird die Weitsicht über große kosmische Zusammenhänge durch die Einkästelung in winzig kleine Raumzeitquadranten so sehr erschwert. Im gewissen Sinne ist die Inszenierung des Existenzbereichs Erde ein exploratives Pilotprojekt, da es kaum einen anderen Bereich gibt, welcher so isoliert und abgekapselt von anderen Lebensformen lebt, besser gesagt, glaubt zu leben.
Durch das stark dominante Wirken der sinnlichen Formenwelt kann der Anschein aufrechterhalten werden, man sei eine isolierte, abgetrennte Lebensform, und die einzig intelligente Spezies im gesamten Universum, die ziellos und verloren durch einen leeren Raum toter Materie geistert.
Wir unterliegen einer Massen-Halluzination, einer Trennungstrance, wobei ein halluzinierender Schlafwandler einem anderen halluzinierenden Schlafwandler die Wirklichkeit seiner halluzinierten Traumwelt bestätigt. Und trotzdem haben wir uns alle in großer Vorfreude für diese Erdeninkarnation angemeldet und unser Einverständnis für die Bedingungen der Erdeninkarnation gegeben. Damit haben wir eine Art Inkarnationsvertrag mit unserer eigenen Seele geschlossen, in dem festgehalten wird, dass wir für sie Erfahrungssammler spielen, bis wir eine Inkarnationsreihe abgeschlossen haben und die Integrationsreife der Seele erreicht ist. Wir haben uns dazu bereit erklärt, so lange das irdische Trainingsprogramm innerhalb von Reinkarnationszyklen zu durchlaufen und in Trennungstrance zu versinken, bis ein gewisser seelischer Reifegrad erreicht ist.
Wer sich einmal im Kosmischen Klassenzimmer des materiell-irdischen Realitätssystems hat einschulen lassen, der muss in diesem Lernsystem auch seinen Abschuss anstreben, denn ein vorzeitiger Abbruch oder vollständiger Wechsel in ein anderes Lernsystem, einen anderen Klassenraum, ist nicht ohne weiteres möglich.
Auch ist es so, dass sehr viele Erdabsolventen sich eine fixe Idee darüber gebildet haben, wie das Leben auszusehen hat. Sie sind quasi süchtig nach dem Leben in der materiellen Lebensform und stürzen sich immer wieder Hals über Kopf in die Inkarnation. Solche Wiederholer und Sitzenbleiber im Kosmischen Klassenzimmer haben große Anhaftung an die Erdenerfahrung, und nebst ihrer Erlebnissucht vergessen sie, die in ihr verborgenen Lektionen zu lernen. Auf der einen Seite kann die Erdenerfahrung ein sehr gutes Sprungbrett in die höheren Klassenräume anderer Dimensionen sein, auf der anderen Seite besteht auch die Möglichkeit, durch das Verlangen materieller Erlebnisssüchte zurückgestuft zu werden, denn die kosmische Bewusstseinsentwicklung verläuft keines- falls immer gradlinig.
Es bleibt jedem einzelnen selbst überlassen, wo und wann er die Lektionen des materiellen Lernsystems zu lernen wünscht, und jedes Mal nach dem Abschluss einer Lebensspanne entscheidet er frei über das nächste Wo und Wann. Ist man einmal außerhalb des Körpers und des irdischen Lernsystems, so hat man die Raum-Zeit-Simulation verlassen und kann sich von diesem Punkt aus in jeder beliebigen Zeit, an jedem beliebigen Ort wieder neu inkarnieren.
Alleine schon die Informationen, in welcher Epoche, auf welchem Teil des Planeten du dich inkarniert hast, kann dir reichlich Aufschluss darüber geben, wozu du hier bist und was du in dieser Inkarnation erleben und erfahren willst. So viel kann ich an dieser Stelle schon verraten: Du hast dir eine der turbulentesten und lehrreichsten Epochen einer kollektiven Bewusstseinstransformation ausgesucht, die über die Erdengeschichte hinaus auch großes kosmisches Interesse anzieht. Die Inkarnationen im gegenwärtigen Raumzeitquadranten, in dem du dich befindest, sind sehr beliebt, und man muss in der geistigen Welt Schlange stehen, um einen solchen Platz mitten im Geschehen zu ergattern. Die von dir ausgewählten Raum-Zeit-Koordinaten, Geburtsbedingungen, sowie familiären Verhältnisse, die du dir für deine Inkarnation ausgesucht hast, entsprechen exakt deinem Plan, das in Erfahrung zu bringen, wofür du dich bereits entschieden hast. Die Vielzahl an Variablen, die die Ausgangsbedingungen für eine Inkarnation bilden und in dein Leben mit hineinspielen, wurden vorab fein säuberlich zusammengestellt. Wobei sich an dem Grundgerüst des Lebensplans nach dem Eintritt in die Inkarnation in der Regel nicht mehr viel ändert.
Innerhalb des Lehr- und Lebensplans im Kosmischen Klassenzimmer aber gibt es den freien Willen und somit einen Spielraum an Veränderungsmöglichkeiten. Viele von uns inkarnieren in kleinen Gruppen oder Seelenverbänden, die gut miteinander leben und lernen können. Innerhalb dieser Inkarnationsgruppen gibt es dann einen regelmäßigen Rollenwechsel, sodass jeder einmal in das Vergnügen kommt, jede Rolle im Mann-Frau oder Täter-Opfer-Spiel zu spielen. Du kannst stark davon ausgehen, dass deine nächsten Freunde und Verwandten, die einen starken Einfluss auf dein Leben haben (im Positiven wie im Negativen), deine Inkarnationsgruppe ist, mit der du dich vorab hier verabredet hast, um genau das durchzuführen, was du jetzt erlebst.
Die Art der Zusammenstellung von Schulklassen im Kosmischen Klassenzimmer ist an den Lernfortschritt und die Lebensthemen gebunden, wobei es natürlich immer auch Einzelgänger gibt, die es bevorzugen, sich ohne eine seelisch nahestehende Gruppe zu inkarnieren. Bevorzugt inkarnieren die seelischen Gruppierungen, die schon über sehr viele Leben hinweg gemeinsam im Verbund stehen, überall dort, wo kulturell ein ausgeprägtes Familienleben stattfindet. Was das Geschlecht angeht, so wird dieses nach einem immer ähnlichen Rhythmus gewechselt, wobei es für den Geist-Seele-Komplex für gewisse Phasen schon eine bevorzugte Tendenz der Geschlechterauswahl gibt. Häufig ist es so, dass das jeweils entgegen- gesetzte Geschlecht von der primären elterlichen Bezugsperson, der man seelisch am nächsten steht, gewählt wird.
Je höher jedoch die kosmischen Klassenstufen werden, desto irrelevanter wird das Geschlechterspiel und desto mehr fallen bestimmte Inkarnationsgruppierungen weg, da erkannt wird, dass sowieso alles mit allem gleichstark verbrüdert und verbunden ist. Ihr alle, die ihr hier inkarniert seid, seid verbrüdert und verbunden und Teil der Erdenfamilie, so unterschiedlich ihr auch zu sein scheint. Gemeinsam habt ihr einen Lern- und Lehrauftrag in eurem Kosmischen Klassenzimmer, das nur einen Daseinsbereich, eine Dimension von einem multidimensionalen, intelligenten und lebendigen Kosmos ausmacht.

Die Erkundungstour quer durch Raum und Zeit und weit darüber hinaus hat gerade erst begonnen...

In diesem Sinne wünsche ich euch weiterhin eine frohe Unterhaltung mit dem gegenwärtigen Inkarnationsprogramm und erinnere noch einmal daran, dass du der Programmierer all dessen bist, was dir im Kosmischen Klassenzimmer widerfährt.


Lieber Erdenbruder,

ich werde immer wieder in persönlicher Vertrautheit zu dir sprechen, da wir uns schon weit länger kennen, als dir vielleicht bewusst sein mag. Wir kennen uns quasi schon seit Anbeginn der Zeit, denn mein Beginn war auch dein Beginn, und dort wo ich herkomme, kommst auch du her.
Ich trage die Erinnerung an unsere gemeinsame Quelle, an unseren gemeinsamen Ursprung in meinem Geist, über den wir zusammen als Eins kosmisch verbrüdert sind. In dem, was wir sind, sind wir alle als Eins miteinander verbunden, und das kann darüber er- fahren werden, dass man willens ist, sich wieder an seine geistige Herkunft zu erinnern.
Alles stammt aus dieser einen Quelle, und du kannst in jedem Stein, jedem Baum, jedem Tier die Erinnerung an diese Quelle wachrufen und darüber in die Kommunikation und Verbindung treten.
Wir sind dieser eine Geist, und es hat im gesamten Kosmos nie mehr als diesen einen Geist gegeben. Damit werde ich zum Fürsprecher für die Ganzheit dieses einen Geistes, der sich selbst an all seinen Teilen (und du bist einer davon) seine Ganzheit und Größe beibringt. Ich wende mich folglich an den Teil in dir, der sich an unsere gemeinsame Quelle erinnert, und der in wahrer Größe sich schon immer als Eins mit allem, was ist, erfährt.
Es ist das, was du bist und was sich unveränderlich auf dem bodenlosen Grund deiner selbst findet. Erdenbruder, es gibt einen anderen Weg als alle bisher von dir beschrittenen Wege. Es ist der Weg in die Befreiung, der Weg, der aus der Matrix herausführt und in das Sein deiner selbst hineinführt.
Kein Weg, den du im Außen, in der Matrix gehst, kann dich dorthin führen und dich an das Ziel bringen, nach welchem sich das innerste Sein deines Wesens sehnt. Es ist der Weg nach innen, der hinausführt aus der Matrix. „The way in, is the way out“, und beschert dir genau das, was du dir bei jedem äußeren Weg als Ziel erhoffst.
Nichts anderes als das, was du bist, kann dir den Weg nach innen zeigen, um dich wieder zu dem zu führen, was du bist. Denn die Erinnerung an dich selbst ist eine Erfahrung, die nur aus dir herauskommen kann. Und obwohl ich das bin, was auch du bist, kann ich dir weder sagen, was du bist, noch dir die Erfahrung deiner selbst geben. Und das ist sehr gut so, denn könnte ich dir die Erfahrung deiner selbst geben, so könnte ich sie dir auch wieder nehmen. Doch keiner Macht im Universum ist es gegeben, dir das zu nehmen, was du bist.
Du kannst das Sein deiner selbst nicht finden, da sich das, was nie verloren gehen kann, nicht finden lässt. Und doch ist der Existenzausflug und alle in der Matrix gegangenen Wege nicht mehr und nicht weniger als die Suche nach dem scheinbar verloren gegangenen Sein deiner selbst. Sobald du dich auf die Suche machst, wirst du jemanden finden, der sucht, nicht aber jemanden, der findet. Entscheide dich also, nicht zu suchen, sondern das Sein deines Selbst zu finden, ohne es suchen zu wollen. Finde es in dir, und du wirst es überall in der Welt finden, ohne dass du es suchst. Erdenbruder, alles ist so, wie du auch bist, denn in dem, was ist, ist alles gleich!
Da wir im Sein von dem, was wir sind aber kein mittelbares Wissen über uns haben können, ohne damit das unmittelbare Sein unseres Selbst zu verlassen, können wir uns das eigene Sein nicht übermitteln. Du kannst dich nicht kennen, und du kannst das, was du bist, nicht haben, du kannst es nur sein.
Der Versuch, etwas anderes zu sein, als die in deinen Geist gelegte Größe und Göttlichkeit rührt daher, das haben und reflexiv wissen zu wollen, was man bereits ist. Und ab dem Moment, in dem man das wissen und haben will, was man ist, verlässt man das Sein seiner selbst und tritt zu sich in Entfremdung, was alles andere ebenfalls zu etwas Fremdem und Bedrohlichem werden lässt.

Vertraue du dich dir selbst wieder an, und du wirst sehen, dass Fremde zu Freunden werden.

In Liebe und Verbundenheit ein Erdenbruder



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