CHRISMON-CHIRON

(Chi-Ro zwischen den Beinen des Adlers)
Auch das Chrismon, runisch ....

= KRISMON, „Krist-Mann“ geschrieben, das sogenannte Monogramm Christi, weil es die ersten beiden Buchstaben des griechischen Wortes Christos bringt, Ch und R = X und P, ist urarischen Ursprungs. Die Urform des Wortes Christus ist tatsächlich Aristos, oder Haristos. Die Griechen, wie auch heute noch viele Völker, ersetzen das H durch ein K, G, I, Ch oder durch einen Rachenlaut. Alle Sprachen haben diesen arischen Hari, diesen Hohen, „Har = Aar“, dessen Superlativ eben der Haristos, der „Christos“ ist, übernommen. Im Altindischen heißt das Wort Hari-hara und bedeutet die Verbindung von Wischnu oder Chrischna (Christus) mit Siva (dem Bösen) in einer Person. Unter Weglassung der beiden letzten Silben wurde dann Hari, zu deutsch: der Hehre, der Hohe, mit der Bedeutung des Indra, des Wischnu, oder des Chrischtna, des im „Raume Gekreuzigten“. Man betrachte:

Im Hebräischen wurde aus Hari: Heres in der Bedeutung von Sonne, im Arabischen änderte sich das Wort zu Haris, in der Bedeutung von Erhalter, Hüter, das H wie Ch ausgesprochen, wodurch Charis wurde, oder Chris oder Christ im Griechischen. Die armanische Hauptbinderune, das Hagall, die den Namen Arahari, aar = Sonne, hari = der Hohe, also ar-hari = der Sonnenhohe, ausspricht, nahm im Griechischen die Form des sogenannten...

Monogramms Christi an, dadurch, daß man die Schriftzeichen X (ch), P (r) und I (i) setzte und chri, schließlich chris und Christ las. Zahlreiche Fundstücke zeigen dies Krismon, diesen Hari-Monoder Hari-Man =

Armann schon in vorchristlicher Zeit, so auf einer Münze aus der Zeit Ptolemäus III. und auf einer Aschenurne in Galasecka, die mindestens 1000 Jahre vor Christus zu setzen ist. Das Chrismon ist also aus dem Christallsiegel des hochheiligen Runen-Namens des Herren, Arahari, der in der Hagall-Rune zum runisch-zeichnerischen Ausdruck kam, entstanden. Der heutige amtliche Zeichendeuter der Christosmythe und Schlüsselbewahrer von Tyr und Thor, Tür und Thor, der Papst auf dem Stuhle „Petri“, des Paters nämlich, des Vaters, der beansprucht „zu binden und zu lösen, zu öffnen und zu schließen“, nämlich das Ich in beiderlei Gestalt, körperlich und geistig, hat das Losungswort, die All-Raune verloren, und kann Darum mit den Schlüsseln nichts anfangen, kann nur mit dem Munde noch öffnen und schließen. Das X, griechischer Buchstabe Chi, und das P, griechischer Buchstabe Ro, als „Monogramm Christi“ führt uns noch auf die weitere Spur einer...

Gleichnis-Gestalt. Aus der griechischen Mythologie meldet sich der Kentaur Chiro-n. Was ist ein Kentaur nach dem mythischen Bilde? Ein Mann-Roß, nach dem Sprachbilde ein Mann-Stier, denn ken, kun, kan, kon ist das der Kaun-Rune entnommene Wort für den Könner, den Mann, den Sexus, auch durch ihre Stellung als sechste Rune im Futhark gekennzeichnet. Tauer ist Torurus = Stier, aufgelöst Sa-tyr, überhaupt auch tyr, tar im Sinne von Drehkraft, die immer eine Zeugungskraft ist.
Mit den griechischen Buchstaben Chi und ro vermögen wir also den Namen des Chiron besser monogrammistisch zu begründen, als den Namen des Christus, ohne uns Zwang anzutun, mit mehr Wahrscheinlichkeit jedenfalls. In Chiron erkennen wir nun einen Eingeweihten, der die edlen Jünglinge in allen Wissenschaften unterrichtet. Viele großen Männer waren nach der Sage Schüler des Chiron. Nehmen wir den Chiron als den Roß-Menschen, dessen Haupt und Brust dem menschlichen Bilde entnommen sind, Leib und Gliedmaßen aber dem Rosse, so löst uns die Kala diese an sich sinnlose Körper- Zusammensetzung als den Roß-man den Hroß-Mann, den Kroß-man, den Kreuz-menschen, den Christus also, mit dem er sich in den Besitz des ☧ Chi-Ro-Monogrammes teilt. Wir kennen aber das Monogramm Christi, das Hag-all, als die Wind-rose, das Wind-roß Wotans, Sleipnir, des Atems der Welt. Das Wind-roß ist darum auch das Kreuz-roß, das Roß-kreuz, das Kroß, das Kreuz (crux) überhaupt.

Vom Roß zur Rose ist nun in der Mysteriensprache nur ein Roß-sprung, und wir kommen zu den „Rosenkreuzern“, den Roß-, Hroß-, „Kroß-Kreuzern“. Der echte Rosenkreuzer ist daran zu erkennen, daß er diese Ableitung seines Namens als die einzig berechtigte anerkennt. Dieser vielleicht etwas gewundene „Ableitungs“-Reihe führt aber geraden Wegs in das Geheimnis der alten Mysterienbünde hinein, die unter diesen Mysterienbildern ihr Wissen verschleierten, sonst könnten die Unwissenden diese Bilder nicht so leicht ablehnen, denn die Ablehnung durch die Unberufenen war von jeher der beste Schutz höherer Erkenntnis vor Mißverständnis durch die Masse.
Quelle: Rudolf John Gorsleben, Hochzeit der Menschheit