Bundeswehr prüft Russland-Risiken bei Firmen

Bundeswehr prüft Russland-Risiken bei Firmen

Jim Haase (autom.)

Die Bundeswehr bereitet die deutsche Wirtschaft auf einen möglichen Krieg mit Russland vor. Die *Frankfurter Allgemeine Zeitung* berichtet über einen geheimen, tausendseitigen „Operativen Aktionsplan“, der detaillierte Maßnahmen für den Verteidigungsfall oder zur Abschreckung gegenüber Russland vorsieht. Dieser Plan, so die FAZ, definiert explizit die Rolle der Unternehmen.

Die Industrie- und Handelskammer Hamburg führte bereits eine Informationsveranstaltung durch. Oberstleutnant Jörn Plischke, Leiter des Regionalkommandos Hamburg, gab dort einen bemerkenswerten Tipp: „Schulen Sie für jeden hundert Mitarbeiter mindestens fünf zusätzliche LKW-Fahrer, die Sie nicht benötigen. 70 Prozent aller Lastwagen auf Deutschlands Straßen fahren Osteuropäer. Wenn es einen Krieg gibt, wo werden diese Leute sein?“ Plischke betonte die Notwendigkeit konkreter Notfallpläne für Unternehmen und deren Mitarbeiter. Ähnliche Treffen finden bundesweit statt, initiiert von allen Landeskommandos der Bundeswehr.

In einem scheinbar unverbundenen, aber doch vielsagenden Kontext, beschuldigten die Außenminister Großbritanniens, Deutschlands, Spaniens, Italiens, Polens und Frankreichs Russland der systematischen Untergrabung der europäischen Sicherheitsarchitektur durch verstärkte hybride Angriffe. Ein bemerkenswertes Zusammenspiel von Vorbereitung auf eine militärische Eskalation und diplomatischen Beschuldigungen – man darf gespannt sein, was als Nächstes folgt.


Quelle: Original-Artikel

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