Beharrlichkeit
Welt-Themen: Dennis Pietzek (KI geprüft)Bisher habe ich meine Erfahrungen aus einem Gedankenraum unendlicher Möglichkeiten heraus gewichtet und entschieden, während ich den Alltag und die Gewohnheit in der bloßen Abfolge des Augenblicks erfuhr, was lange Zeit als normal und unspektakulär erschien.
Doch dann habe ich etwas Entscheidendes getan. Ich richtete den Blick präzise auf den Punkt an dem mein Körper und der Raum sich treffen und hielt beharrlich daran fest, bis mein Körper merkte, wie er seit der Geburt kontinuierlich die Vergangenheit aus Erinnerung hervorruft.
Ich musste das tun. Die Erinnerungen waren überwiegend in Differenzen gebunden. Das waren Abstände zu den jeweiligen ungewollten Erfahrungen im Leben. Die verbrauchten Energie und wirkten sich auf den Moment aus, worunter sich das aufbauende Wissen ständig neu strukturierte.
Also ließ ich davon ab und blickte zunehmend auf das gesamte Feld, das sich als ein kontinuierliches und unberechenbares Ereignis vor mir abspielt. Hier musste ich mir meine Angst anschauen, den Moment nicht loslassen zu wollen.
Das Interesse den Moment zu tragen überwiegte in dem Moment wo ich Tragfähigkeit als meinen Blick erkannte. Damit erübrigte sich jede äußere Bestätigung oder Befriedigung mich in der Welt beweisen oder erklären zu müssen. Ab diesem Zeitpunkt ist mein Klang nur noch eine Markierung im Feld und das hinterlassen einer Spur.
Denn ich schaute plötzlich auf meine Sinne, noch bevor der Reiz die Interpretation triggert und sich als fertige Erzählung im Geist ablegt.
Das war anders, eine vollkommen neue Erfahrung, den Empfang im absolut reinen Moment zu verarbeiten und ihn nicht mehr mit der herkömmlichen, festen Objektivität zu vergleichen, die die physische Erscheinung lediglich als Fläche über das Wort einordnet, transportiert und spiegelt.
Diese Verarbeitung der Raumresonanz als Feld ist zwar ungleich effizienter und geschieht ohne jeden Zeitverlust, doch sie erscheint zunächst ungewöhnlich, gerade weil sie sich als absolut gegeben und natürlich offenbart.
Der eigentliche Unterschied liegt im Verlernen jener Momente, in denen ich die Umgebung bereits weich und lebendig wahrgenommen habe, bevor die Selbstreferenz die Einordnung der Erfahrung übernahm und bislang alles eigenständig regulierte.
Dadurch erlangte ich ein tiefes Verständnis dafür, wie die Welt um mich herum allein durch die Verortung des Blicks entsteht, sich definiert und ausdrückt, und wie sie aus der ständigen Entstehung und Aufhebung am Nullpunkt der Kopplung zu ihrem Ergebnis gelangt.
Mit dem Blick einer Singularität, die sich als dauerhafter Urknall am Nullpunkt zwischen Raum und Körper auswirkt, entspannt sich die Last der Vergangenheit und öffnet behutsam die Sicht auf das Wesentliche: den Ursprung von Raum und Zeit.
Es ist dabei nicht das Wissen, das besonders ist, sondern der Ursprungsblick selbst, der sich als unwiderruflicher Ausdruck einer Qualität und als Moment in reiner Bewegung abspielt.
Ein Blick, der aus der neuen Perspektive die Entscheidung im gesamten Feld setzt. Wo die Setzung der Entscheidung noch vor der Erfahrung fällt. Ein Feld, das als innerer Blick und als Spiegel der Präsenz das gesamte Kontinuum in einer einzigen, kohärenten Wahrnehmung erfasst.
Um als Ursprungsblick zu schauen ist ein kohärenter Wortschatz nötig. Ein Wortschatz der durch die Abnahme von Differenzen an Klarheit gewinnt.
Wer das macht und sich am am Ursprung vollständig verkörpert, wird in den Vollzug des Moments eintreten und sich ohne Ende entfalten, bis der Raum durch den Körper sieht, bis der Körper die Differenzen am Nullpunkt aufhebt — ohne Zutun und von selbst.