"BACKPACKING MAL ANDERS"

"BACKPACKING MAL ANDERS"

Tamara & Sammy SK2A

Auf diesem Blog findet ihr alle Informationen und Vorgehensweisen zu unserem Projekt.

So ist der Plan:



Und so sehen unsere nächsten Wochen aus:


Projektänderung:

Am 1. Februar 2021 haben wir erfahren, dass wir unser Projekt nicht wie geplant umsetzen können.

Aufgrund der aktuellen Corona Maßnahmen können wir die Nächte nicht im Auto an verschiedenen Rast/Parkplätzen verbringen. Deshalb müssen wir umplanen. Genaueres hierzu kommt in den nächsten Tagen.

Am 2. Februar 2021 mussten wir unser bisher geplantes Projekt komplett über Board werfen. Trotz allem haben wir uns nicht entmutigen lassen, wir haben unser altes Projekt in was neues, abenteuerliches und aufregenderes umgewandelt.

Projekt 2.0, so lautet unser neuer Plan:

Da unser altes - neues Projekt abgesegnet wurde, machten wir uns an die Arbeit. Am 3. Februar 2021 ging es in die Planung: WO werden wir die Nächte verbringen?, WANN genau beginnt unsere Reise?, WAS benötigen wir um zu überleben? (schließlich wird es in der Nacht ziemlich kalt).

Unsere Schlafplätze sind nun fix, die Checkliste wurde überarbeitet (Leider Gottes mussten wir uns von den Luxus Artikeln wie z.B. dem Wasserkocher verabschieden, da wir nun nicht mal mehr über Strom verfügen - fällt uns schon ziemlich schwer. Aber immerhin gibt es ja noch weitere Möglichkeiten sein Wasser für die Wärmflasche aufzuwärmen - immer positiv denken!) und Herausforderungen an uns selbst wurden gestellt!

Im folgenden findet ihr unsere alte - neue Checkliste:

(Ihr seht auch, von was wir uns verabschieden mussten!)

Und hier die Individuelle Liste:

Falls euch erfahrenen Backpackern noch etwas auffällt, was auf unserer Checkliste noch fehlt, dann meldet euch gerne unter der E-Mail Adresse:

backpacking2021-mal-anders@gmx.de

Wir freuen uns über jeden Tipp und über jede Anregung.


Die letzten Tage war es ein bisschen ruhiger hier. Das liegt daran, dass wir uns am 4. Februar 2021 darum gekümmert haben, wo wir unsere Materialien für das Übernachten bei Minus Graden im Zelt herbekommen. Hier mussten wir viele Bekannte, Freunde und Familienmitglieder fragen, ob wir uns das Material ausleihen dürfen.


Am 5. Februar 2021 fuhren wir rum und holten die Materialien bei den jeweiligen Personen ab - ein großes Dankeschön schon mal im voraus.

Außerdem wurden die ersten Sachen (Klamotten) zusammengepackt.


Nachdem wir am Wochenende unsere Kräfte wieder tanken konnten, ging es am Montag, den 8. Februar 2021 weiter. Wir waren einkaufen (leider nicht besonders gesund - aber wir brauchten etwas, was uns Mittags wärmt und nicht zu viel Aufwand ist), haben unsere Sachen gepackt, sodass es am Dienstag direkt los gehen kann. Wir sind gespannt, denn die kalten Nächte im Zelt bereitet uns große Sorge.

Das Obst und Gemüse sieht man leider nicht, da es im Korb lag.
Hier ein kleiner Einblick, welche Materialien sich in dem Rucksack befinden.


Alles steht bereit. Morgen kann es losgehen! Wir sind gespannt und freuen uns (mit ein bisschen Aufregung und Angst) auf unser Abenteuer!

ES GEHT LOS!

Am 9. Februar 2021 begann unser Abenteuer. Um dieses Abenteuer noch aufregender zu gestalten, haben wir uns dazu entschieden, uns aussetzen zu lassen. Nachdem wir uns getroffen haben, wurden uns die Augen von unserem Fahrer verbunden, damit wir nicht wussten wo wir ausgesetzt werden und wir die Orientierung verlieren.

Nach gefühlt einer Ewigkeit an Fahrzeit kamen wir an. Wir nahmen die Augenbinde ab und standen mitten im Nirgendwo!

So sah das ganze dann wohl aus!

Ziemlich schnell fanden wir dank der Kirche im Dorf heraus, wo wir uns befanden, - fragt bitte nicht, wie die Leute uns angeschaut haben.

In welche Richtung müssen wir nun gehen?

Nachdem wir uns ein bisschen Orientierung verschafft haben, mussten wir planen, welchen Weg wir gehen werden. Entscheiden wir uns für die Bergige Tour mit vielen Straßen oder die Tour mit den schönen Aussichten, aber weniger Berge?

Das erfahrt ihr später!

Nach kurzer Zeit, als wir den Weg gefunden hatten, entschlossen wir uns eine kleine Pause zu machen! (Sehr wohl verdient - würden wir zumindest behaupten). Außerdem gab es nach kurzer Zeit das erste Malheur (Super gemacht Tamara! :D).

Das passiert also, wenn die Flasche mit STILLEM Wasser platzt. (Wie auch immer das passiert ist)

Also nachdem wir dann endlich wieder starten konnten, ging die Tour weiter. Natürlich wählten wir die Tour mit den schönen Aussichten des Ludwig - Donau - Main Kanals.

Jetzt auch noch eine Umleitung, also sowas.

Der Rucksack wurde immer schwerer und schwerer. Nach gefühlt 100 Blasen an den Füßen, 100 Bänken (leider auf der Falschen Seite) und 6 Leuten, welche uns aufgrund unseres Aussehens angesprochen haben, erreichten wir endlich müde, erschöpft und halb erfroren unseren Zielort.

Dort angekommen wärmten wir unseren Wasservorrat (welchen wir noch hatten) mit Hilfe unseres Gaskochers, welcher uns trotz der schlimmen und eisigen Temperaturen nicht im Stich gelassen hat auf. Somit konnten wir uns Tee und etwas zu essen machen.

Im Anschluss bauten wir unser Hotel auf, in welchem wir die Nacht verbringen durften.

Klein aber ...
FEIN!

Dank dem guten Gastwirt im Ortsteil Rasch, wurden wir am Abend mit leckerer Steinofenpizza versorgt.

Nach diesem leckeren und gesundem Essen ging es wieder in die Kälte (Was muss das muss!). Wir versuchten unser Hotel mittels Kerzen zu beheizen.

Nicht wundern, das Bild wurde von unserem Haustier - der Fledermaus gemacht, deswegen steht das Bild am Kopf. (Lässt sich leider nicht drehen)


DIE NACHT - Ja, die Nacht. Die Nacht war ziemlich beängstigend und aufregend. Zu Beginn vertrauten wir unserm Schlafsack noch nicht, da es - 11° Außentemperatur hatte. Wir trauten uns nicht einzuschlafen, da wir Angst vor dem erfrieren hatten (Vielen Dank hierbei an die Leute im Radio, dass es der kälteste Winter seit Jahren ist, unseren Verwandten, welche sagten: "Passt mir fei auf, dass ihr uns nicht erfriert", "Des merkt ihr nicht mehr wenn ihr erfroren seit", an die Feuer - Emojis, welche nicht wirklich etwas gebracht haben uvm.). Trotz allem besiegte uns die Erschöpfung und wir schliefen beide ein. Die Nacht war ziemlich kurz, da wir ständig aufgrund der Kälte aufgewacht sind. Trotzdem erblickten wir am nächsten Tag das Morgenlicht.


TAG 2

Nachdem wir am nächsten Morgen das Licht der Welt doch wieder erblickt hatten, machten sich die ersten Spuren der Nacht bemerkbar (Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Müdigkeit und anhaltende Kälte). Um unseren Körper wieder auf Touren zu bringen, stärkten wir uns mit einem leckeren Frühstück (Brot mit Frischkäse). Unsere Wasservorräte und unsere Gurke sind aufgrund der Kälte gefroren.

Als wir gestärkt waren, zogen wir unsere Herausforderung des Tages.

Da die Erschöpfung, die Kopfschmerzen und die Müdigkeit nicht nach gelassen hatten, haben wir uns dazu entschieden, uns noch einmal in die Kälte in unser Hotel zu begeben und dort noch ein "kleines" Nickerchen zu machen. (Das "Nickerchen" dauerte ein bisschen länger - aber immerhin konnten wir unsere Kräfte auftanken, um den nächsten Zielort zu erreichen).

Zunächst haben wir unser Hotel eingepackt und uns auf den Weg zu unserem nächsten Zielort gemacht.

"Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer"

Die erste Hürde bestand darin, sich überhaupt für den Weg zu motivieren, denn die Rücken - und Schulterschmerzen vom Vortag wurden mit jedem Schritt schmerzhafter und unangenehmer - dies ging soweit, dass man nicht mal mehr den Arm heben konnte. Hier konnte uns nicht mal mehr die schöne Landschaft motivieren - alles war sch....

Der Weg war ein ziemlich eisiger und bergiger Aufstieg auf die Dörlbacher Au.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, wurde das Lächeln immer erzwungener. Unsere Kräfte ließen nach, man hatte nicht mal mehr die Kraft, den anderen zu ermutigen und zu motivieren. Den Tränen standen wir nahe - trotz allem gab es anstatt Tränen verzweifelte Lachanfälle. Nachdem der Aufstieg geschafft war, half nur noch eins: NERVENNAHRUNG - vielen Dank hiermit an die Firma Haribo.


Nach unserer Ankunft und einen Blick auf den Wetterbericht, haben wir beschlossen, das Zelt in einer Werkstatt aufzuspannen, welche über einen Schwedenofen verfügt. Da die Nacht zuvor bei -11° kaum aus haltbar war, wollten wir kein Risiko eingehen, da die Gefahr bestand, zu erfrieren (Temperatur dieser Nacht wäre -16° gewesen).

Das Zelt war aufgrund der Temperaturen und des Schnees nass.
Die Temperaturen in der Werkstatt waren für uns schon Sommertemperaturen.

Nach einer leckeren und vor allem gesunden Stärkung des Gastwirtes in Schwarzenbach machten wir es uns in unserem Hotel gemütlich.

Es sieht zwar warm aus, war es aber trotzdem nicht!


+++ IMPORTANT NEWS +++

Tag 3

Die Nacht verbrachten wir mit einem ruhigeren und entspannteren Gefühl als die Nacht zuvor. Die Temperaturen (ca. +12°) waren angenehmer und die Angst vor dem erfrieren wurde genommen.

Da der vorherige Tag in den Knochen noch zu spüren war, konnten wir uns aufgrund der Temperaturen und der Schmerzen kaum motivieren um los zu laufen. Doch das half alles nichts, nachdem der Blog aktualisiert wurde, das Hotel abgebaut wurde und die Sonne langsam ihr Lächeln zeigte machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Zielort.

Auch heute war der Ludwig - Donau - Main Kanal wieder unser treuer Begleiter.

Das tolle Wetter und die schönen Aussichten motivierten uns dazu, unsere Tour um das doppelte zu verlängern.

Aufgrund der erholsamen Nacht, bei welcher wir unsere Kräfte in vollen Zügen auftanken konnten und das Wissen, dass es die letzte Tour sei, führte dazu, dass wir den immer noch schweren Rucksack kaum noch spürten und das ganze mit anderen Augen betrachten konnten.

Am Zielort angekommen, warfen wir nochmal einen Blick auf den Wetterbericht. Nach einigen Spekulationen und Möglichkeiten haben wir uns aufgrund der eisigen Temperaturen entschlossen, die Nacht in den eigenen vier Wänden zu verbringen, da es keine Möglichkeit am Zielort gab, das Zelt in einem trockenen und wärme geschütztem Raum aufzuspannen.

FAZIT:

Unsere Tour - unsere Tour bestand aus vielen aufregenden, emotionalen, lustigen, eisigen und erschöpfenden Momenten. Trotz allem sind wir froh, dass wir unser Projekt angetreten sind und dieses auch (fast) bis zum Schluss durchgeführt haben.

Auch im Hinblick auf unser weiteres pädagogisches Handeln haben wir viel während unseres Projekts lernen können.

Vor allem aber hat uns dieses Projekt die Augen geöffnet und uns gezeigt, dass nichts unmöglich ist.

Dieses Abenteuer wird uns lange in Erinnerung bleibe und auch in Zukunft (sofern es wieder möglich ist) werden wir das Backpacking in eventuell anderen Ländern durchführen.